Monday 21. May 2012

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„Neuorganisation Notarztversorgung Frauenkirchen“

Beginnend mit Dezember 2011 wird zusätzlich zum Unfallchirurgen in der Unfallambulanz Frauenkirchen ein eigener Notarzt von der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Eisenstadt zur Verfügung gestellt. Ergänzend dazu stellt das Rote Kreuz einen Notfallsanitäter, welcher bei Bedarf auch für Notfälle in der Ambulanz zur Verfügung steht. Durch den zusätzlichen Notarzt stehen zukünftig die Unfallchirurgen während der Öffnungszeiten ausschließlich für die Unfallambulanz zur Verfügung, wodurch die Versorgungssicherheit im Seewinkel ausgebaut wird.

Unfallambulanz Frauenkirchen: Standort gesichert – Versorgung wird ausgebaut

„Vor 30 Jahren wurde der Betrieb der Unfallambulanz in Frauenkirchen als Außenstelle des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Eisenstadt vertraglich festgeschrieben.  Während dieser Zeit hat sich die Unfallambulanz Frauenkirchen bestens bewährt und als wichtige Institution im Bereich der Notfallmedizin und der Patientennachsorge etabliert. Um weiterhin eine bestmögliche Versorgung der Menschen im Seewinkel garantieren zu können, wurde in den vergangenen Monaten eine Neuorganisation der Notarztversorgung in Frauenkirchen beschlossen. Geplant ist, zusätzlich zum Unfallchirurgen einen Notarzt in Frauenkirchen zu stationieren d.h. der Unfallchirurg wird zukünftig während der Öffnungszeiten ausschließlich für den Ambulanzbetrieb zur Verfügung stehen, wodurch die Versorgungssicherheit im Seewinkel verbessert wird. Der zusätzliche Notarzt, welcher zur Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin (Vorstand: Prim. Dr. Günther Frank) des Eisenstädter Krankenhauses der Barmherzigen Brüder gehört, übernimmt die allgemeinmedizinischen und notärztlichen Aufgaben, die bisher vom Unfallchirurgen erfüllt worden sind. Mit dieser Umstrukturierung und mit der Verbesserung bei den  Personalressourcen hält das neue Notarztsystem nun auch Einzug in Frauenkirchen,“ erläutert Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar.

 

Vorteile und Planung der Neuorganisation

Österreichweit und nun auch in der Unfallambulanz Frauenkirchen werden Anästhesisten und Intensivmediziner als Notärzte eingesetzt, wodurch eine gute Qualifikation und auch eine entsprechende ärztliche Routine gewährleistet wird. Der Unfallchirurg kann sich verstärkt auf sein medizinisches Fachgebiet konzentrieren und steht ausschließlich für den Ambulanzbetrieb zur Verfügung. Der vom Roten Kreuz zur Verfügung gestellte Notfallsanitäter steht im Bedarfsfall den Mitarbeitern der Pflege bei Notfällen in der Ambulanz zur Seite und ist auch an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr im Einsatz. Die Anbindung an ein Krankenhaus bleibt durch das neue System weiterhin bestehen, wodurch auch eine entsprechende Qualitätssicherung gewährleistet wird. „Der Notarzt wird sieben Tage die Woche rund um die Uhr in Frauenkirchen stationiert sein und von dort im Bedarfsfall ausfahren bzw. medizinische Aufgaben vor Ort wahrnehmen. Auch der Unfallchirurg bleibt in Frauenkirchen und ist während der Hochsaison (April bis November) sieben Tage die Woche voraussichtlich 12 Stunden in der Ambulanz im Einsatz. In den restlichen Monaten wird er an fünf Tagen in der Woche 8 Stunden für die Patienten verfügbar sein. Der Notarzt ist immer vor Ort – außer er ist im Einsatz. Indem der Unfallchirurg ausschließlich in der Ambulanz tätig ist, werden die ambulanten Behandlungsmöglichkeiten vor Ort und auch die Nachbehandlungszeiten ausgeweitet,“ erläutert Prim. Univ.-Doz. Dr. Harald Boszotta, Vorstand der Abteilung für Unfallchirurgie des Eisenstädter Krankenhauses der Barmherzigen Brüder. Dir. Horst Jany, Gesamtleiter des Eisenstädter Krankenhauses der Barmherzigen Brüder ergänzt: „Wir haben lange überlegt, wie die Neustrukturierung in Frauenkirchen aussehen könnte und haben uns – in Abstimmung mit dem Land Burgenland und dem Roten Kreuz – für den beschriebenen Weg entschieden. Als Betreiber der Unfallambulanz Frauenkirchen ist für uns wichtig, dass die Versorgung der Patienten funktioniert und auch der Übergang von System alt auf System neu reibungslos klappt, weshalb wir uns entschieden haben, beide Systeme ungefähr zwei Jahre parallel laufen zu lassen. Der „Echtbetrieb“ für das System neu ist mit 1. Dezember 2011 geplant.“

 

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Unfallambulanz Frauenkirchen sichert Versorgung im Seewinkel

Auch das Österreichische Rote Kreuz, Landesverband Burgenland, ein wichtiger Partner bei der Neustrukturierung der Notarztversorgung in Frauenkirchen, betont die Wichtigkeit der medizinischen Versorgung im Seewinkel und ist von der neuen Lösung überzeugt: „Seitens des Burgenländischen Roten Kreuzes hat die notärztliche Versorgung im gesamten Bezirk Neusiedl/See einen sehr hohen Stellenwert. Dank der äußerst guten Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder konnte diese wichtige Einrichtung stets modernisiert und verbessert werden. Die Versorgungssicherheit ist durch die Neuorganisation auch zukünftig gewährleistet, um der burgenländischen Bevölkerung und unseren Gästen eine rasche und moderne notärztliche Hilfeleistung bieten zu können,“ so Dir. Thomas Wallner, MSc, Geschäftsleiter Rotes Kreuz Burgenland.

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