Tuesday 22. May 2012

Inhalt:

Notfallmedizin

OA Dr. Fritz Firlinger

 

Aus- und Weiterbildung
ALS (Advanced Life Support) Training in erweiterten Reanimationsmaßnahmen für Turnusärzte im Rahmen ihrer Ausbildung als vierteiliges Modulprogramm verpflichtend. Abhaltung in eigenem Trainingsraum mittels verschiedener Übungsphantome und Simulationstechniken bis zum Heartsim 4000(R).
ALS Training aller Pflegepersonen und übrigen Krankenhauspersonals in zweijährlichen Intervallen in verschiedenen Settings deren Arbeitsbereich entsprechend.
Alle Trainer sind vom ERC (European Resuscitation Council) als ALS Provider ausgebildet und zertifiziert: Dr. F. Firlinger, Dr. C. Jocher, Dr. M. Binder, Dr. C. Csillag, Dr. J. Voglmayr, Dr. H. Pichler, Dr. J. Huber, Dr. Schönauer Maria, DGKS P. Hochleitner, DGKS A. Huemer, DGKS D. Kienler

 

Herzalarmdienst und innerklinische Reanimation
Mittels Notruftastern in allen Patientenzimmern und solchen, die die Pflegepersonen am Körper tragen, kann im gesamten Haus das Reanimationsteam per Knopfdruck alarmiert werden. Im Reanimationsdienst stehen immer zwei Pflegepersonen der Internen Intensivstation und zwei Ärzte der Internen Abteilung. Ein Reanimationsbett wird an der Intensivstation immer für solche Notfälle vorgehalten. Pro Jahr erfolgen ca. 90-100 Alarmierungen, wobei es sich in ca. der Hälfte der Fälle um Reanimationen handelt.
Die Pflegepersonen sind im besonderen für Reanimation geschult, insbesondere für intravasales Cooling zur Verhinderung nachfolgender Gehirnschädigungen.
Als jüngstes Projekt im Rahmen der baulichen Erweiterung unseres Krankenhauses und daraus resultierender weiterer Wege im Notfall werden derzeit halbautomatische Defibrillatoren (AED`s) angeschafft, die den vor Ort befindlichen Personen bis zum Eintreffen des Reanimationsteams eine Handlungsmöglichkeit geben werden, den Patienten im Notfall bestmöglich zu therapieren, wie dies international mittlerweile üblich ist.

 

Notarztsystem NEF 3
In Kooperation mit dem Arbeiter Samariterbund (ASB) Gruppe Linz wird an den Aufnahmetagen das Notarztsystem NEF 3 besetzt und steht unter Disposition der Rettungsleitzentrale des Roten Kreuzes für den Großraum Linz zur Verfügung. Aufgrund einer bundesweit einzigartigen Kooperation dreier Krankenhäuser in einem Notarztsystem besteht auch im Bereich der Fortbildung die Möglichkeit, dies interdisziplinär (Innere Medizin, Anästhesie, Unfallchirurgie) in den drei am häufigsten mit Notfällen befassten klinischen Fächern zu betreiben.
Im Jahr werden ca. 2000 Einsätze, davon 80 % internistische Erkrankungen, bewältigt.

 

Mehr Informationen zur Notfallmedizin finden Sie auf der Homepage der Oberösterreichischen Gesellschaft für Notfall und Katastrophenmedizin.

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