Scholastikat
Unter diesem Begriff verstehen die Barmherzigen Brüder jene Zeitspanne zwischen der ersten und der feierlichen Profess.
In dieser Phase sollen die Scholastiker (Brüder mit zeitlichen
Gelübden) die begonnene Ausbildung fortsetzen und vertiefen, sie machen
ihre berufliche und pastorale Ausbildung, die ihnen den Weg für die
Verwirklichung eines qualifizierten Dienstes am kranken oder
hilfsbedürftigen Menschen bereitet.
Aufgrund ihrer Fähigkeiten und
Voraussetzungen und in enger Abstimmung mit den verantwortlichen Oberen
planen die Neuprofessen ihren Ausbildungsweg im Orden. Bei solchen
Entscheidungen spielen natürlich die besondere Sendung des Ordens oder
die konkreten Notwendigkeiten der einzelnen Ordensprovinzen eine wichtige
Rolle. So erlernen beispielsweise die einen den Beruf des Kranken- oder
des Heilerziehungspflegers, andere lassen sich in einem therapeutischen
Beruf ausbilden, wieder andere machen ein Studium im Bereich des
Gesundheits- oder Sozialwesens (zum Beispiel Medizin, Pharmazie,
Sozialpädagogik). Für einige Brüder steht auch der Weg zum
Theologiestudium und zum Priesterberuf offen.
In der Ausbildungsphase des Scholastikats sollen bei den jungen
Brüdern natürlich neben den beruflichen Grundlagen die Motivation und
die Forderungen ihrer Weihe an Gott und der Sinn ihrer Zugehörigkeit
zum Orden weiter vertieft werden.
Das Scholastikat wird in Regensburg (Bayern) interprovinziell geführt. Das bedeutet, dass
Scholastiker aus den mitteleuropäischen Ordensprvinzen gemeinsam
ausgebildet werden.