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Maria Antonia Romo

Ehrenantliche Mitarbeiterin
Spanien

Nach einer existentiell sehr schwierigen Zeit in meinem Leben und dem Eintritt in das „dritte Alter“ – die Kinder verheiratet, viel Zeit zum Nachdenken und zur Suche nach dem wahren Sinn im Leben – beschloss ich, mich beim Krankenhaus der Barmherzigen Brüder als Freiwillige zu melden. Dabei leitete mich die Überzeugung, dass ich mich so, wie ich meiner Familie eine Hilfe gewesen war, auch um andere Menschen, die Hilfe brauchen, kümmern könnte.

 

Ich wurde sehr herzlich aufgenommen, und in kurzer Zeit arbeitete ich mich als Freiwillige auf der Palliativstation ein. Sowohl in der Ausbildungsphase als auch danach habe ich vonseiten der Bildungsbeauftragten, der Krankenhausleitung und des Personals  nur Unterstützung, Liebenswürdigkeit und Anerkennung gefunden.

 

Diese Unterstützung und Anerkennung ist natürlich eine große Hilfe. Aber mit der Zeit habe ich erkannt, dass die wichtigste Unterstützung und Kraft für meine Arbeit von den Patienten kommt, die ich „meine Kinder“ nenne. Und zwar einfach dadurch, dass sie die Bereitschaft und die Kraft haben, die schweren Momente, die sie durchleben, mit mir zu teilen.

 

Und so befindet man sich, ohne sich viel zu fragen, wie in einer Spirale, in der einen das Leben durchströmt, herausfordert, erfüllt und jeden Tag aufs Neue dazu führt, dass man sich hingibt.

 

Obwohl ich erst seit kurzem als Ehrenamtliche arbeite, habe ich bereits viele bewegende Momente erlebt: meine Ernennung zur Ehrenamtlichen, die Vorbereitung des Weihnachtsfests, die Besuche in anderen Ordenseinrichtungen, die Teilnahme an Prozessionen usw. Und über allem steht der unermessliche Wert des Miteinander-Teilens, der unser Leben jeden Tag ein bisschen lebenswerter macht.

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