Wednesday 20. November 2019

Was sind Myome?

 

Der Begriff Myom stammt vom berühmten Arzt Rudolf Virchow, der bereits im Jahre 1863 eine eigene Vorlesung darüber hielt. Myome sind gutartige hormonempfindliche Knoten (Geschwülste) und entstehen nach derzeitigem Wissensstand aus glattmuskulären Zellen.

 

Sie können durch hormonale Stimulation bei gleichzeitig vorhandener genetischer Veranlagung während der fruchtbaren Lebensphase einer Frau auftreten. Das bedeutet, dass keine Myome vor der Pubertät auftreten und nach den Wechseljahren nicht mehr wachsen. In der Schwangerschaft können Myome während der ersten drei Monate in 22-32 % der Fälle wachsen, dann nehmen sie oft bis zur Geburt an Größe ab.

 

In zwei Drittel der Fälle treten sie nicht einzeln, sondern mehrfach im Uterus auf. Eine in den USA durchgeführte Ultraschall-Screeninguntersuchung fand bei fast 70% der weißen und 80 % der farbigen Frauen im Alter von 50 Jahren Myome. Bei den 40-jährigen Frauen waren es bereits 53 %.

 

Der Großteil der Myome verursacht keine Symptome. Im gebärfähigen Alter finden sich symptomatische Myome in etwa 12-25 %. Das Risiko, ein Myom in der Gebärmutter zu entwickeln, steigt unter anderem mit zunehmendem Körpergewicht und sinkt bei Raucherinnen. Beide Faktoren lassen sich mit der unterschiedlichen Östrogenzufuhr zur Gebärmuttermuskulatur (Myometrium) erklären. Myome entarten extrem selten bösartig (<0,1 %).

 

Myomtypen nach Lokalisation (submukös, intramural, subserös) 

 

 

Folgende Gewebstypen werden unterschieden:

  • Leiomyome
  • Tumore unsicheren malignen Potenzials (smooth muscle tumor of uncertain malignant potential = STUMP)
  • Leiomyosarkome
  • intravenöse Leiomyomatose bzw. diffuse peritoneale Leiomyomatose

 

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