Tuesday 21. May 2019

Passionskonzert

in der Kajetanerkirche

mit

Jesus Daniel Bäumer / Tochter Zion Eva-Maria Schmid / Gläubige Seele Marcia Sacha

Evangelist Sascha Zarrabi / Maria Solitaire Bachhuber / Judas Roland Faust /

Petrus Aleksander Rewinski

Vocalensemble und Orchester Salzburg Barock

Leitung: Hans-Josef Knaust

 

Händels Vertonung der Passionsgeschichte nach Brockes ist sein einziges geistliches Werk in deutscher Sprache. Für die Musik verwendete Händel auch ältere Werke wie die dritte Klavierfuge und Teile des Utrechter Te Deums. Andererseits nutzte er später auch einige Sätze der Passion in seiner Oper Giulio Cesare, in den Oratorien Esther, Deborah und Athalia sowie in den Concerti grossi. Der Unterschied zu den Bach-Passionen könnte größer nicht sein: Händels Musik sucht die Nähe zur Barockoper, sie ist dramatisch aufgeladen und nicht für den Gottesdienst gedacht. Der Text der "Brockes-Passion" entsprach im 19. Jahrhundert nicht dem damaligen Zeitgeschmack. Es wurden ihr "Theatereffekt" und Sinnlichkeit unterstellt, doch Zeitgeist und Musikgeschmack haben sich längst wieder geändert – zum Glück für uns Musikliebhaber von heute. Das Oratorium besteht aus Ouvertüren, Rezitativen, Ariosi, Arien, Ensemble-Sätzen und Chören. Das Passionsgeschehen wird auf die wesentlichen Elemente beschränkt. Dem erzählenden Evangelisten sind mit der „Tochter Zion“ und der ‚Gläubigen Seelen‘ allegorische Figuren gegenübergestellt, die das Geschehen reflektieren. Jesus wird nicht triumphierend, sondern duldend dargestellt. Der Hörer soll sich in die Passion hineinfühlen, für die Buße empfänglich gemacht, und so von seinen Sünden erlöst werden können.

Der Text der Passion von Barthold Heinrich Brockes wurde mehr als zehn Mal vertont, darunter u. a. von Reinhard Kaiser und Georg Philipp Telemann. Der Text basiert auf dem Passionsgeschehen der vier Evangelien. Händel hatte Brockes schon in jungen Jahren persönlich kennengelernt, sein Libretto jedoch erst 1716, da war er bereits in London, vertont, nachdem er mit seinen Opern längst Aufsehen erregt hatte. Die Uraufführung fand am 23. März oder 3. April 1719 im Refektorium der Domkirche in Hamburg statt.

Barthold Heinrich Brockes (1680 bis 1747), war Ratsherr und Senator in Hamburg. Er reiste als Diplomat durch Europa, amtierte als Landrichter und wurde schließlich zum Landherrn von Hamm und Horn ernannt: Der Sohn einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie absolvierte eine hanseatische Bilderbuchkarriere. Sein wahres Faible aber galt der Literatur. Gleich sein erstes großes Werk sollte ihm internationalen Ruhm eintragen: "Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus" lautete der sperrige Originaltitel dieser freien Nachdichtung der Passionsgeschichte, die Brockes 1712 veröffentlichte. Die außergewöhnliche Wertschätzung der Brockes-Passion, die bereits Händels Zeitgenossen dem Passions-Oratorium entgegenbrachten, zeigt sich darin, dass auch Johann Sebastian Bach das Werk kopierte. (Texte Wikipedia).

 

Im Orchester Salzburg Barock wirken u. a. Mitglieder des Mozarteum Orchesters und der Camerata Salzburg mit, die sich der historischen Aufführungspraxis verschrieben haben. Das Barockensemble begeistert die Konzertbesucher mit seiner Klangsensibilität und mit dem Farbenreichtum der barocken Originalinstrumente.

 

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