Wednesday 18. September 2019

Ganz Salzburg spricht über den "Jedermann", aber über den Tod will niemand reden

Schon "Jedermann" wusste, dass es sich gut begleitet besser dem Tod entgegensieht.

 

Ganz Salzburg spricht über den „Jedermann", aber über den Tod will niemand reden. Doch bedarf es dringend eines Ausbaus des Hospizangebotes sowie einer öffentlichen Diskussion, um einen würdevollen Umgang mit den Themen Sterben, Tod und Trauer zu erreichen. Salzburgs Hospize wollen daher gemeinsam darauf aufmerksam machen, wie wichtig und wertvoll diese letzte Zeit für Sterbende und ihre Angehörigen ist.

Hospize für Jedermann – und Jedefrau

Trotz verschiedener Träger haben sie alle ein gemeinsames Ziel: Den Sterbenden die Wahrung der Selbstbestimmung, das Recht auf Würde und die Anerkennung der Bedürfnisse zu erhalten sowie den Angehörigen kompetente Hilfe durch Betreuung, Beratung und Begleitung zu bieten.

Aber nicht nur im Raphael Hospiz Salzburg, dem einzigen stationären Hospiz im ganzen Bundesland, ist die Warteliste auf einen Platz lang. Auch im Lebensraum Tageshospiz Kleingmain ist jeder frei werdende Platz schnell wieder vergeben. Hier werden jährlich rund 160 Patient*innen mit gesamt 1.550 Betreuungstagen versorgt. Das Team des Raphael Hospizes betreut mit 8 stationären Betten durchschnittlich 140 Personen pro Jahr, beide Institutionen führen zusätzlich noch unzählige Informations- und Krisengespräche.

 

All dies wäre ohne ehrenamtliche Unterstützung sowie vielen Spender*innen nicht möglich, denn bislang sind alle Träger auf Drittmittel angewiesen, um den laufenden Haushalt zu finanzieren. Ein ausreichendes Platzangebot sowie eine gesicherte Regelfinanzierung wären daher ein grossartiges Geschenk an alle Patient*innen und ihre Angehörigen.

 

Würdevoll betreut und geborgen tragen die Salzburger Hospizeinrichtungen ihre Patient*innen durch die letzten Tage

„Tod" Peter Lohmeyer mit (von links)  Dir. Arno Buchacher, MSc, Gesamtleiter und Pater Prior Michael Blazanovic, Rechtsträgervertreter, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder und Raphael Hospiz Salzburg

Maga. Andrea Maria Reiser, Präsidentin des Vereins der Freunde des Raphael Hospizes

Mag. Karl Schwaiger, Obmann Hospiz-Bewegung Salzburg

 

Wieso ist das Foto am Foto?

Da es der Auslöser für die gemeinsame Initiative war. Der Salzburger Fotograf Mike Vogl hat dieses Foto, aufgenommen beim „Jedermann" 2018 und von Tobias Moretti und Peter Lohmeyer signiert, dem Verein der Freunde des Raphael Hospizes gespendet. Anfang Juli 2019 wurde es bei einer Veranstaltung des Vereins versteigert, den Zuschlag erhielt ein Bieter, der sich im anschliessenden Gespräch als der neue Obmann der Hospiz-Bewegung Salzburg vorstellte. Dieser schöne Zufall bildete den Auftakt für die gemeinsame Informationsoffensive. Wir danken der Präsidetin, Frau Mag. Andrea Maria Reiser sowie Verena Kössner vom Verein der Freunde des Hospizes für die Initiative.

Raphael Hospiz Salzburg

Dr.-Sylvester-Straße 1

5020 Salzburg

 

Tel.: (0662) 82 60 77 DW 0

Fax: (0662) 82 60 77 DW 4

 

Display:
https://www.barmherzige-brueder.at/