Was ist Diabetes Mellitus?

Diabetes mellitus, die Zuckerkrankheit, wurde schon im Altertum beschrieben. Die Anzahl an Diabetikern in Österreich liegt bei etwa 550.000 (Quelle: ÖDG 09/2013) mit steigender Tendenz.

 

Die Krankheit geht mit erhöhten Blutzuckerwerten aufgrund einer gestörten Insulinsekretion, Insulinwirkung oder einer Kombination von beiden einher. Denn das in der Bauchspeicheldrüse gebildete Insulin ist für den Transport der Glucose in die Körperzellen zuständig. Wenn zu wenig Insulin gebildet wird oder es nur mehr in geringerem Ausmaß wirkt, dann verbleibt mehr Glucose im Blut, fehlt damit in den Zellen und schädigt die Gefäße.

 

Die beiden häufigsten Formen von Diabetes sind Typ-1 Diabetes (5-8%) mit einem Insulinmangel und Typ-2 Diabetes, bei dem die Zellen unterempfindlich oder resistent gegen das Insulin sind. Etwa 90% der Diabetiker weisen diesen zweiten Typ auf.

 

Dieser häufigere „Altersdiabetes“ Typ-2-Diabetes ist zwar erblich bedingt, aber es gibt noch andere wesentliche Risikofaktoren: Bewegungsmangel und Übergewicht.

 

 

Bin ich übergewichtig

Um Übergewicht zu definieren wird der BMI (Body Mass Index) herangezogen, der berechnet wird aus:

 

BMI = Gewicht/Größe m2

 

Klasse

BMI (kg/m2)

Untergewicht

<18,5

Normalgewicht

18,5-24,9

Übergewicht

>25

Präadipositas

25,0-29,99

Adipositas Grad I

30,0-34,99

Adipositas Grad II

35,0-39,99

Adipositas Grad III

≥40

 

 

 Quelle: WHO 2004

 

Zur Diagnose wird der Glucosegehalt des Blutes und der des Urins untersucht, da die Glucosemenge über der sogenannten Nierenschwelle über den Harn ausgeschieden wird. Daneben wird mit einem Glucosetoleranztest überprüft, wie gut der Körper eine gewisse Menge Glucose verarbeiten kann.

 

Der HbA1c-Wert ermöglicht die Kontrolle des Blutzuckers über einen längeren Zeitraum (bis zu 12 Wochen).

 

 

Ist mein Blutzuckerspiegel zu hoch?

 

Manifester

Diabetes mellitus

Erhöhtes

Diabetesrisiko1

Nicht-Nüchtern

(„random-glucose“)

≥ 200 mg/dl +klassische Symptome3 ODER ≥ 200 mg/dl an 2 Tagen2

 

Nüchternglukose

(venöses Plasma)

≥ 126 mg/dl an 2 Tagen2

≥ 100 mg/dl, aber ≤ 125 mg/dl (abnorme Nüchternglukose,

„impaired fasting glucose“, IFG)

2-h-Glukose nach 75-g-OGTT (venöses Plasma)

≥ 200 mg/dl2

Glukose ≥ 140 mg/dl, aber ≤ 199 mg/dl (gestörte Glukosetoleranz, „impaired glucose tolerance“, IGT)

HbA1c

≥ 6,5 % (48 mmol/mol)2

≥ 5,7 % (39 mmol/mol), aber ≤ 6,4 % (46 mmol/mol)4

1 Ein erhöhtes Diabetesrisiko kann auch ohne Nachweis von Störungen der Glykämie bestehen und lasst sich mittels definierter Risikotests erheben (siehe ODG-Leitlinien, „Prävention“).

2 Sind zwei unterschiedliche Tests positiv, ist die Diagnose Diabetes gegeben, sodass auf die Testwiederholung verzichtet werden kann. Ergeben unterschiedliche Tests unterschiedliche Ergebnisse, dann ist der Test mit erhöhtem Ergebnis zu wiederholen.

3 Bei Vorliegen von Hyperglykamie und klassischen Symptomen ist die Diagnose ohne Testwiederholung gegeben, da z. B. bei Erstmanifestation des Typ-1-Diabetes das HbA1c normal sein kann.

4 Für HbA1c-Werte von 5,7 % bis einschließlich 6,4 % ist ein erhöhtes Diabetesrisiko anzunehmen. Allerdings ist ein Risiko für Diabetes auch bei niedrigeren HbA1c-Werten nicht auszuschließen, sodass eine Abklärung mittels Nüchternglukose und OGTT empfohlen wird.

Quelle: ÖDG

 

 

Welche Folgen hat Diabetes?

Was kann meine Therapie unterstützen?

Die Stoffwechselstörung Diabetes schädigt Gefäße und Nerven, was später Nierenschäden, Erblindung, Gefühlsstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall zur Folge haben kann.

 

Durch eine frühe Behandlung bei Diabetes Typ-1 und Typ-2 können ausgeprägte Schäden und Spätfolgen vorgebeugt werden.

 

Wir als Apotheke stellen Ihnen nicht nur die für Ihre Therapie wichtigen Arzneimittel zur Verfügung, sondern können Ihnen auch im Bereich Lebensstilmodifikation hilfreich zur Seite stehen. Denn gerade Bewegung und die richtige Ernährung sind wichtige Säulen in der erfolgreichen Therapie.

 

In der Apotheke finden Sie zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel, die besonders für Diabetiker wichtig sind: Die Vitamine A, C und E werden empfohlen um die durch die veränderte Stoffwechsellage bei Diabetikern entstandenen Radikale zu binden und damit die Gefäße zu schützen.

 

Die B-Vitamine B6 und B12 und Folsäure sind im Homocystein-Abbau beteiligt, was sich ebenfalls protektiv auf die Gefäßwände auswirkt, da Homocystein mit Gefäßwandschädigungen und Artherosklerose in Verbindung gebracht wird. Daneben sind die B-Vitamine die sogenannten „Nervenvitamine“ und können damit Schmerz und Sensibilitätsstörungen deutlich bessern.

 

Zu den für Diabetiker besonders wichtigen Spurenelementen zählen Chrom, Selen und Zink, die in vielen Vitaminpräparaten enthalten sind.

 

Die Aminosäure Arginin wirkt im Hormon-Stoffwechsel auf die Insulinausschüttung und ist damit auch ein Regulator des Blutzuckerspiegels. Das für die Gefäßwanderweiterung verantwortliche Stickstoffmonoxid wird aus Arginin gebildet. Dadurch erhöht sich der Blutfluss und es verringern sich die artheriosklerotischen Ablagerungen in den Gefäßen.

 

Omega-3-Fettsäuren hemmen Entzündungsreaktionen in den Gefäßen und wirken ebenfalls Artheriosklerose vor.

 

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