Angela Neville-Egan

Mitarbeiterin
Irland

Durch die persönliche Auseinandersetzung mit dem Leben des heiligen Johannes von Gott und mit den Werten der Hospitalität, so wie sie in seinem Werk für die Armen und Kranken aufleuchten, hat sich bei mir durch seine Geschichte ein tieferes Bewusstsein und besseres Verständnis für die Möglichkeiten und die Verantwortung dafür herausentwickelt, dass die Begegnungen und Beziehungen, die ich täglich zu anderen Menschen pflege, lebensspendende Kraft ausstrahlen. In diesem Sinne bemühe ich mich, den Geist des heiligen Johannes von Gott und die uns von ihm vererbten Werte der Hospitalität in meinem Leben als Hausfrau und bei meiner Arbeit als Pastoralassistentin in einer Gesundheitseinrichtung, aber auch als eine Person, die in vielerlei Hinsicht in Gemeinschaft mit anderen lebt, zur Wirkung zu bringen.

 

Für mich ist die aktive Umsetzung der Werte der Hospitalität eine Form, in der Welt zu sein, ein Weg, zu dem mein Geist bereits von sich aus tendiert, weil eine Lebensorientierung, wie sie die Hospitalität des heiligen Johannes von Gott verlangt,  sich wunderbar mit den Werten der Güte und Herzlichkeit trifft, die mir meine Eltern von Kind auf beizubringen versucht haben, indem sie zu mir von Gott sprachen und wie wichtig es ist, dass die Menschen füreinander sorgen und sich untereinander lieben. Daher berühren die Werte der Hospitalität den Kern meiner Identität, die sich aus einer tiefen Beziehung mit Gott und den Mitmenschen speist, die meinem Leben Sinn und Halt gibt.

 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Werte der Hospitalität mir eine Struktur oder, wenn Sie so wollen, einen ethischen Rahmen geben, der mich lehrt, bzw. mir täglich aufs Neue zeigt, wie ich mich als Pastoralassistentin in unserer Hausgemeinschaft hier im Mental Service in Cluain Mhuire zu verhalten habe. Das ständige Bewusstsein für die Werte der Hospitalität stützt und schärft meine Motivation für die Arbeit im Heute und fordert zugleich, dass ich meinen Blick stets in die Zukunft gerichtet halte, auch und nicht zuletzt im theologischen Sinn, das heißt, dass ich nie aufhören darf zu fragen, was für die Menschen, denen wir dienen, noch besser gemacht werden kann.

Taborstraße 16
1020 Wien

ÖSTERREICHISCHE ORDENSPROVINZ

des Hospitalordens des
heiligen Johannes von Gott

"Barmherzige Brüder"

Taborstraße 16

1020 Wien

 

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