Casimiro da Silva Ferreira da Costa OH

Casimiro da Silva Ferreira da Costa OH

Bruder
Brasilien

Meine Berufung zur Hospitalität ist größtenteils darauf zurückzuführen, dass sich das Haus meiner Eltern in Barcelos, im Norden Portugals, unweit von einer Einrichtung der Barmherzigen Brüder befand. Wir wussten, dass die Brüder Ordensmänner waren, deren tägliche Messe öffentlich zugänglich war; dass sie ein Ordensgewand tragen, die Eucharistie feiern und am Samstag die Mutter-Gottes-Litanei beten. Kurz gesagt, es hatte den Anschein, dass sie Männer Gottes waren, und so war es auch.

 

Da sie psychisch Kranke pflegten, begann ich, den Orden als spirituelle und soziale Einrichtung zu betrachten. Ich dachte, die Brüder lieben Gott und ihren Nächsten so wie sich selbst.

 

Es hat mir immer Freude bereitet, an der heiligen Messe teilzunehmen, und meine Eltern erzählten mir später, dass ich auf dem Heimweg die ganze Predigt auswendig wiederholt hatte und dabei die Stimme des Priesters imitierte. Dies geschah, als ich fünf oder sechs Jahre alt war. 1953, als ich zwölf Jahre alt war, kam ich in die Apostolische Schule der Barmherzigen Brüder, und 1960 legte ich die Einfache Profess ab.

 

Ich habe den Glauben und die Barmherzigkeit vieler Mitbrüder bewundert und mich bemüht, ihrem Beispiel zu folgen. In jedem von ihnen sehe ich einen Freund und einen Menschen, der darauf bedacht ist, Gute zu tun.

 

Unermüdlich sind sie auf den Stationen der psychisch Kranken im Einsatz gewesen. Die diplomierten Krankenpfleger waren für die jeweiligen Gebäude verantwortlich und vermittelten mir das Gefühl, dass es sich wirklich um „unser“ Haus handelt. Ich habe viele Mitbrüder erlebt, die glücklich und stolz waren, dass sie dem Herrn dienen konnten, und das faszinierte mich.

 

Später wurde ich dazu ermutigt, den Kranken im Priesteramt zu dienen. Ich nahm sofort an und erlebte viel Freude. Die Sakramente zu spenden ist für mich von großer spiritueller Bedeutung, etwas, das mir und den Kranken hilft.

 

Ich hoffe, ich werde auch weiterhin dem Beispiel vieler heiliger Mitbrüder folgen können, die in Demut, Gehorsam, Keuschheit und Armut gelebt haben. Unser Hospitalorden ist eine „Heiligenfabrik“ – offen für alle, die heilig werden wollen. Wir haben vier kirchlich anerkannte Heilige, aber es könnten durchaus noch mehr werden!

Taborstraße 16
1020 Wien
365 Zeugnisse
Der gelebten Gastfreundschaft

ÖSTERREICHISCHE ORDENSPROVINZ

des Hospitalordens des
heiligen Johannes von Gott

"Barmherzige Brüder"

Taborstraße 16

1020 Wien

 

Tel.: 0043 1 21121 1100

Fax: 0043 1 21121 1120

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