Das Bild zeigt Alvaro Pantoja Cifuentes.

Alvaro Pantoja Cifuentes

Mitarbeiter
Kolumbien

Die Arbeit als Physiotherapeut im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Manizales hat wesentlich zu meiner Entfaltung als Person beigetragen. Ich habe dort die Philosophie, die Prinzipien und die Werte des Ordens kennengelernt, und diese sind mit der Zeit Teil meines Lebens geworden.

 

Heute begegne ich den Lebenssituationen der vielen Menschen, die zu uns in das Krankenhaus kommen, mit einer neuen Sensibilität. Aber nicht nur mein Umgang mit den Patientinnen und Patienten hat sich verändert, sondern auch das Verhältnis zur Dienstgemeinschaft insgesamt.

 

Gelebte Gastfreundschaft, die in der Aufnahme, Einbeziehung und Annahme des anderen zum Ausdruck kommt, führt dazu, dass man die Gegenwart Jesu spürt.

 

Mit dem Zeugnis meines Lebens möchte ich andere einladen, behutsam auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten einzugehen, und zwar nicht nur unter einem rein fachlichen Gesichtspunkt. Ich möchte dazu ermutigen, auch und vor allem die soziale, spirituelle und menschliche Komponente zu bedenken und über die rein technischen Arbeitsprozesse hinauszugehen. Unsere Aufgabe besteht ja darin, den Menschen zu helfen, sich ihrer Würde bewusst zu werden. Gelebte Hospitalität nach dem Vorbild des heiligen Johannes von Gott ist dafür bestens geeignet!

 

Hospitalität ist in diesem Sinn für mich zu einer konkreten Handlungsweise geworden. Sie ist die Seele, der Sinn und das Fundament meiner täglichen Arbeit.

 

Besonders wichtig dabei ist, sich den Sinn für einfache Gesten zu bewahren. Sie bewirken so viel! Eine Umarmung, ein aufmunterndes Wort, eine liebevolle Geste, ein Rat oder einfach das Zuhören – wie viel kann man doch damit bewegen!

 

Achtet man auf die kleinen Gesten, bekommt man eine neue Haltung und Einstellung. Der Austausch und das Gespräch mit dem Patienten, die Mitteilung von Emotionen und Gefühlen, dies alles ist sehr bereichernd und festigt meine Lebens- und Berufsziele.

 

Meine Arbeit ist ein Segen! Gemeinsam mit der Dienstgemeinschaft der Barmherzigen Brüder darf ich dazu beitragen, dass die universale Liebe Jesu erfahrbar wird. Sie schließt uns alle ein und niemanden aus: „Mehr sein, um besser zu dienen, indem man das Gute tut und es gut tut.“

Taborstraße 16
1020 Wien
365 Zeugnisse
Der gelebten Gastfreundschaft

ÖSTERREICHISCHE ORDENSPROVINZ

des Hospitalordens des
heiligen Johannes von Gott

"Barmherzige Brüder"

Taborstraße 16

1020 Wien

 

Tel.: 0043 1 21121 1100

Fax: 0043 1 21121 1120

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