Frater William Gagnon

Hospitalität im Orient

Anlässlich des 50. Todes­tages des ehr­würdigen Dieners Gottes William Gagnon hat General­pos­tula­tor Frater Dario Vermi, o.h. eine Kurz­bio­gra­phie verfasst.

 

Im Vorwort schreibt Frater Dario:

 

Das Vermächt­nis, das dieser Bruder dem Orden und der großen Hospital­familie hinter­lassen hat, ist in folgen­den kurzen Zeilen zusammen­gefasst, die er während seines Diens­tes als Provinz­oberer in Kanada an seine Brüder schrieb: „Unsere Beru­fung ist eine wunder­bare Berufung, nämlich Christus selbst in den schmer­zenden Glied­maßen der Men­schen zu pflegen und sie so zu Jesus durch ein Leben der Hin­gabe und Nächsten­liebe zu bringen Dazu braucht es einen großen Glauben, der uns hilft, immer und überall in jedem Menschen, egal wer, unseren Herrn Jesus Chris­tus zu sehen. Einen solchen festen Glauben erlangt man nur durch das Gebet.“

 

Diese kurzen Zeilen beschrei­ben prägnant die tiefe Spiri­tualität und engagierte Lebens­weise, mit der Frater William sein Leben selbst­los und hin­gebungs­voll in den Dienst der Men­schen stellte, ins­beson­dere in den Dienst der Kranken, die per­sön­lich zu pfle­gen ihm zeit­lebens ein Herzens­anlie­gen blieb.

 

Die Kurz­bio­grafie reka­pitu­liert die zen­tralen Ab­schnitte seines Lebens und doku­mentiert mit einer Reihe von zeit­histori­schen Bildern wich­tige Erei­gnisse, Ent­wick­lungen und Heraus­forder­ungen.

 

Ich hoffe, dass die Kurz­bio­grafie die Herzen der vielen Menschen berührt, die in ver­schie­de­nen Funk­tionen Teil unserer großen Hos­pital­fa­milie sind und sich jeden Tag mit großer Leiden­schaft und Pro­fessio­na­lität um die Armen und Kranken kümmern, gemäß dem Charis­ma der Hos­pitali­tät, das uns der heil­ige Jo­hannes von Gott hinter­lassen hat.

 

Zum Ab­schluss dieser kurzen Dar­stel­lung möchte ich noch ein­mal auf einige Worte von Fra­ter William zurück­grei­fen, die seine Spiri­tuali­tät plas­tisch auf den Punkt brin­gen: “Ehren sind nichts als Rauch und Stroh­feuer. Was wirk­lich zählt, ist das wenige Gute, das wir getan haben. Dan­ken wir Gott, dass wir uns diese Freu­de in jedem Au­gen­blick tun können.”

 

So dachte und han­del­te unser ehr­wür­diger Die­ner Gottes. In sei­nem Leben stand Gutes-Tun an erster Stelle, wobei er stets jede Form von Gel­tungs­drang und Selbst­be­zogen­heit ver­mied und sich um der Liebe Gottes willen in den Dienst aller Men­schen bis zum Tod stellte.

 

Rom, 28. Februar 2022

Frater Dario Vermi, o.h.

Generalpostulator

 

 

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