Aus Liebe zu den Barmherzigen Brüdern

Granatapfel-Magazin 2/2021

Seit bald neun Jahren archiviert Mag. Johann Axnix ehrenamtlich alte Dokumente der Barmherzigen Brüder und taucht so auch in die Geschichte des Ordens ein.

 

Ein kleiner Raum im Provinzarchiv der Barmherzigen Brüder in Wien ist die Arbeitsstätte von Mag. Johann Axnix. In der Mitte steht ein Schreibtisch, dahinter ein bis an die Decke reichendes Regal, gefüllt mit Archivalien, zwei Metallschränke dienen als Ablageflächen.

 

Gelübde-Akten 1783–1858

„Zur Zeit arbeite ich an den Gelübde-Akten von 1783 bis 1858“, erklärt der Archivar und zeigt auf die Faszikeln, kleine Aktenbündel im Regal, die er jeweils mit einer Jahreszahl gekennzeichnet hat. Jedes Bündel enthält die Akten jener Barmherzigen Brüder, die in diesem Jahr ihre ewigen Gelübde abgelegt haben: den unterschriebenen Gelübdeakt, dazu oft den Taufschein, ein Testament, mit dem der Bruder seine Habe dem Orden vermachte, einen Entlassungsbrief aus seiner früheren Dienststelle und ein Reisedokument.

 

Das Bild zeigt den Artikel 'Aus Liebe zu den Barmherzigen Brüdern' aus dem Granatapfel Magazin der Barmherzigen Brüder

 

Als Erstes löst Mag. Axnix die Verschnürung der Bündel und entfernt den Umschlag. Danach entfaltet er die Dokumente, reinigt sie mit einem Tuch, glättet Faltstellen mit der Hand oder einem Falzbein und beschwert sie mit einer Glasplatte, einem Buch oder einem alten Bügeleisen, wenn nötig presst er sie in einer Buchpresse. Manche Blätter müssen auch restauriert werden, beispielsweise werden Risse geklebt oder Fehlstellen ergänzt. „Die Qualität des Papiers ist hervorragend, es ist Hadern-Büttenpapier und vereinzelt auch Pergament“, erklärt er. „Geschrieben sind die Texte in deutscher Schreibschrift, also Kurrentschrift. Die Titel sind oft kalligrafische Meisterwerke, teils mit wunderschönen Initialen.“

 

Zum Schluss nummeriert der Archivar die zu einer Person gehörenden Aktenstücke nach Jahren gereiht und legt sie in ein Kuvert, das er mit dem Namen des Bruders und dem Jahr, in dem er das Gelübde abgelegt hat, versieht. Alle Kuverts eines Jahrs werden in einem Archivkarton aufbewahrt.

 

Den gesamten Beitrag können Sie in der Rubrik „Highlights der letzten Hefte“ downloaden.

 

 

Weiters lesen Sie in der Februar-Ausgabe des Granatapfel-Magazins:

Gesundheit & Lebenshilfe

  • Versteckter Zucker: Die Tricks der Nahrungsmittel-Produzenten
  • Mit Nase und Maske: Die Rote Nasen Clowndoctors in der Pandemie
  • Angehörige auf der Intensivstation: Welche Unterstützung sie brauchen
  • Sensibel gegen Gewalt: Opferschutz im Krankenhaus
  • Aussaatkalender für Februar
  • Basteln: Schneemann für Drinnen
  • Kräuterpfarrer Benedikt: Die Schafgarbe
  • Rezepte: Gutes aus dem Backrohr

Barmherzige Brüder & Christliche Welt

  • Aus Liebe zu den Barmherzigen Brüdern: Ehrenamtlicher Archivar
  • Unterstützen und wertschätzen: Kaufmännischer Direktor der Barmherzigen Brüder

Kultur & Gesellschaft

  • Glosse „Nebenbei“: Fliegender Wechsel
  • Ein etwas anderes Kino: Das METRO Kinokulturhaus in Wien
  • Flexibel und sozial: Sozialökonomische Betriebe in der Pandemie
  • Fantasie und meisterliches Können: Der Bildhauer Bernhard Prähauser
  • Natur: Wasser-Filter

Rubriken

  • Meditation: Trost am Abend
  • Inspiration: Wenn ich mir selbst leidtue
  • Rätsel: Sudoku und Kreuzworträtsel

 

Download des Inhaltsverzeichnisses "Granatapfel-Magazin" Februar 2021

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