Validation

 

Für Naomi Feil (Begründerin) bedeutet Validation „... in den Schuhen des Anderen zu gehen“, mit anderen Worten: alten Menschen mit Einfühlungsvermögen zu begleiten, ihre Gefühle zu achten und anzuerkennen.

Durch Validation erhalten sehr alte, desorientierte Menschen ihre Würde zurück, sie erlangen wieder Sicherheit und ihr Selbstwertgefühl steigt.

Mit welcher Technik man validiert, ist davon abhängig, in welchem Stadium sich der alte, desorientierte Mensch befindet.

 

Man unterscheidet 4 Stadien der Verwirrtheit:

  • eine unglückliche Orientierung, die sich meist in Beschuldigungen oder Lamentieren Luft macht
  • eine Zeitverwirrtheit, in dem sich der Betroffene in eine für ihn glücklichere oder wichtigere Zeit flüchtet
  • eine Unrast, die sich in ständig wiederholende Bewegungen flüchtet, deren Sinn Außenstehenden verborgen bleibt
  • und letztlich das Stadium des "vor sich hin dämmern", in das die Menschen gelangen, wenn sie keine Reize und Ansprache von außen bekommen.

Ziele der Validation:

  • das Selbstwertgefühl des alten Menschen wieder herstellen,
  • Streß abbauen (das gilt für Pflegende und für Gepflegte),
  • ein gelebtes Leben rechtfertigen und Lebensleistung würdigen,
  • Konflikte aus der Vergangenheit lösen helfen,
  • Verbesserung der Kommunikation der Beteiligten (die Körpersprache mit einbezogen).

So wird den hochbetagten Menschen im Alltag geholfen, und letzlich ein Sterben in Würde ermöglicht.

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