Internationale Aufmerksamkeit für das Telemedizin-Projekt

Vom 11. bis 13. Oktober diskutierten MedizinerInnen aus 100 Ländern beim Kongress der European Geriatric Medicine Society (EuGMS) virtuell und vor Ort in Athen über die relevanten Entwicklungen in der Geriatrie. Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt beteiligte sich mit Geriater Oberarzt Dr. Walter Müller, MSc und der Präsentation des EU-Projekts „HealthNet“, aktiv am Kongress in Athen.

 

Im Rahmen des EU-Projekts „HealthNet" hat das Elisabethinen-Krankenhaus als erstes Krankenhaus in Österreich 2019 damit gestartet, in der Wundversorgung Telemedizin als innovative Versorgungsmöglichkeit anzuwenden und damit Erfahrung zu sammeln.

 

OA Dr. Walter Müller, MSc

OA Dr. Walter Müller, MSc, Leiter des Departments für Akutgeriatrie und Remobilisation am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt, folgte der Einladung nach Athen zum European Geriatric Medicine Society-Kongress (EuGMS) und präsentierte das innovative „HealthNet“-Projekt den internationalen KollegInnen. Mit einem Poster stellte OA Dr. Müller, MSc das einzigartige EU-Projekt vor. Die interessierten hochkarätigen AltersmedizinerInnen zeigten sich beeindruckt von den Erkenntnissen des Elisabethinen-Krankenhauses. Das Poster ist in Zusammenarbeit mit Univ.Prof. Dr. Herbert Janig von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, der das „HealthNet“-Projekt wissenschaftlich begleitet, und dem niedergelassenen Arzt Dr. Dieter Michael Schmidt entstanden. Der EuGMS-Kongress mit über 600 TeilnehmerInnen in Athen und über 2.000 Online-TeilnehmerInnen stieß auch international auf große Resonanz und stand in diesem Jahr unter dem Motto „Growing old in better health. Building synergies across Europe“.

 

 

Digital vernetzte, interdisziplinäre Patientenversorgung Im Rahmen des Projekts „HEalthNet“ konnten ausgewählte PatientInnen mit chronischen Wunden, die bisher vor Ort im Elisabethinen-Krankenhaus versorgt wurden, in den eigenen vier Wänden zu Hause betreut werden. Möglich gemacht wurde dies durch die Einbindung von medizinischen IKT-Lösungen, also neuester Informations- und Kommunikationstechnologien. Dazu wurden die Patienten vom Hausarzt, gemeinsam mit der in Wundmanagement ausgebildeten Hauskrankenhilfe zu Hause besucht. Mit einem IPAD angefertigte Bilder von den Wunden der PatientInnen, wurden über sichere Internetkanäle direkt zum/zur behandelnden ÄrztIn ins Krankenhaus geschickt. Der/die WundexpertIn im Krankenhaus überlegten dann gemeinsam mit dem beim Patienten anwesenden Team, wie das weitere Wundmanagement erfolgen soll. Bei einer von Univ. Prof. Dr. Herbert Janig durchgeführten wissenschaftlichen Evaluierung konnten dabei deutliche Vorteile für die zu Hause behandelten PatientInnen erhoben werden, zusätzlich ergaben sich daraus signifikante Kosteneinsparungen.

 

DigitalisierungsschubOberarzt Dr. Walter Müller, MSc, Leiter des Departments für Akutgeriatrie und Remobilisation am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt zieht eine positive Kongressbilanz und betrachtet die Einladung zur Projekt--Präsentation als Auszeichnung für die geriatrische Arbeit am Ordenskrankenhaus. „Die Nachfrage und das Interesse am „HealthNet“-Projekt am/an der PatientIn zeigt deutlich, wie viel Interesse man der telemedizischen Patientenversorgung mittlerweile entgegenbringt.“ Die COVID-19-Pandemie verhalf der Telemedizin zu einem Popularitätsschub „denn durch die telemedizinische Wundversorgung lassen sich Transporte von schwer pflegebedürftigen Menschen und vulnerablen PatientInnen vermeiden.“ Das EU-Projekt „Health Net“ gilt als Vorzeigebeispiel eines länderübergreifenden Erfahrungsaustauschs und fand in Kooperation mit der Region Veneto und der Local Health Authority in Triest statt.
Die Entwicklung moderner Medizin unter Ausnützung der digitalen Möglichkeiten sei, so Müller, MSc. Schritt für Schritt in die konkrete Patientenbehandlung zu integrieren. Es gab bereits erste Gespräche mit dem Kärntner Gesundheitsfond, bzw. der Österreichischen Gesundheitskasse, betreffend der weiteren Finanzierung der telemedizinisch unterstützten Wundversorgung.

 

closeup of a young caucasian doctor man wearing a white coat using a tablet computer

Beim Projekt HealthNet wurden Bilder von Wunden über sichere Internetverbindungen direkt zum behandelnden Arzt im Krankenhaus geschickt.

 

Erfüllung der UN Sustainable Development Goals (SDG)Mit den Bemühungen rund um das HealthNet-Projekt trägt das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt auch zu 4 der insgesamt 17 „Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen bis 2030“ (SDGs) bei. Diese definieren das Erreichen von globalen und nachhaltigen Zielen.

 

Ziel 3 Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

 

Ziel 5 Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen

 

 

Ziel 9 Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen

 

 

Ziel 17 Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen

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Das Bild zeigt das EMAS-Zertifikat des Elisabethinen Krankenhauses in Klagenfurt.  Kurier Nachhaltigkeitssiegel

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