Medizin-Weltneuheit am Elisabethinen-Krankenhaus erforscht

Eine neue Therapieform bei chronischen diabetischen Fußwunden wird am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt erforscht.

Ein neuer Wirkstoff, der von einer Forschergruppe um die MedUni Wien entwickelt wurde, soll Hautwunden schneller heilen lassen. Er wird aus weißen Blutkörperchen gewonnen. Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt wurde österreichweit als erstes Krankenhaus für die Durchführung der klinischen Studie am Patienten ausgewählt. Das Wundzentrum des Ordenskrankenhauses zählt zu einem der erfahrensten interdisziplinären Zentren in der Versorgung chronischer Wunden. Mitte September startet die klinische Studie an ausgewählten PatientInnen.

 

Hautwunden schneller heilen APOSEC - ein Wirkstoff aus weißen Blutkörperchen mit verblüffendem Potential wird derzeit im Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt unter der Leitung von Chirurgin und Erster Oberärztin Dr. Christiane Dreschl, MBA erprobt

Hautwunden schneller heilen APOSEC - ein Wirkstoff aus weißen Blutkörperchen mit verblüffendem Potential wird derzeit im Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt unter der Leitung von Chirurgin und Erster Oberärztin Dr. Christiane Dreschl, MBA erprobt

Wirkstoff soll die Wundheilung beschleunigen Bei manchen PatientInnen heilen Wunden nur noch schlecht oder nicht mehr vollständig ab. Von „chronisch“ sprechen ÄrztInnen dann, wenn eine Wunde nach sechs bis acht Wochen noch nicht abgeheilt ist. Die Gründe können Diabetes Mellitus, chronische Gefäßerkrankungen (Raucherbeine) und ein Krampfadernleiden sein.

Abhilfe verschaffen könnte künftig APOSEC – ein neues Medikament aus weißen Blutkörperchen, das von dem gebürtigen Kärntner Univ. Prof. Dr. Hendrik Jan Leonard Ankersmit, MBA in Wien entwickelt wurde.

 

 

Wundexperten des EKH testen Wirkstoff am Patienten Die Frage ob APOSEC die Wundheilung beschleunigt, beschäftigt derzeit auch die ÄrztInnen des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt. In der Wundambulanz, einem spezialisierten Kompetenzzentrum im Bereich Diagnostik und Behandlung von chronischen Wunden startet in den nächsten Tagen weltweit die erste Studie, in der der Wirkstoff APOSEC an PatientInnen erprobt und ausgewertet wird. Die Resultate erster durchgeführter Untersuchungen sind vielversprechend und könnten alternative Behandlungsmethoden von Wunderkrankungen ermöglichen.

 

Mit der Ersten Oberärztin Christiane Dreschl, MBA, interimistische Leiterin der Abteilung für Chirurgie am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt, begleitet eine erfahrene Wundexpertin die Erprobung des Präperates an Menschen mit diabetischen Fußulzerationen.

 

Die biologische Substanz APOSEC besteht aus löslichen Eiweißstoffen, Exosomen und Lipiden aus weißen Blutkörperchen. Die Blutkörperchen werden bestrahlt und schütten während des Zelltods Proteine aus, das Sekretom – mit einer nachweislichen therapeutischen Wirksamkeit: „Es wirkt antibakteriell, regt die Neubildung von Gefäßen an und aktiviert die Wundheilung. Die unwirksamen übrigen Zellbestandteile werden im Rahmen des Herstellungsverfahrens abgesondert und verworfen“, erklärt dessen Entwickler, Univ. Prof. Dr. Hendrik Ankersmit, MBA.

 

 

Studienstart Mitte September mit ausgewählten PatientInnen Die placebo-kontrollierte Studie, die von der Ersten Oberärztin Dr. Dreschl, MBA und ihrem Team begleitet wird, soll zwölf PatientInnen einschließen. Behandelt werden Diabetiker und Diabetikerinnen mit chronischen Wunden an den Füßen, die über Wochen keine Heilung zeigten.

„Derzeit läuft das Auswahlverfahren der PatientInnen an unserer Wundambulanz.“, schildert Oberärztin Dr. Christiane Dreschl, MBA. „Dazu ist eine genaue Abfrage über Vor- und Begleiterkrankungen, eine Laborabnahme und die Vermessung der zu therapierenden Wunde notwendig.“

Bei Personen, die die strengen Kriterien zur Behandlung im Rahmen der Studie erfüllen, wird das Medikament APOSEC über vier Wochen auf die Wunde aufgetragen und die Wunde noch weitere zwei Monate in regelmäßigen Abständen kontrolliert.

 

 

Große Einsatzbreite Das Ziel der klinischen Studie ist es, die Sicherheit des Wirkstoffes nachzuweisen. APOSEC verheißt aufgrund der bisherigen Forschungsergebnisse eine große Einsatzbreite, etwa auch bei Herzinfarkt, Herzmuskelentzündungen, Schlaganfall und Rückenmarksverletzungen.

 

EOÄ Dr. Christiane Dreschl, MBA

Erste Oberärztin Chirurgin Dr. Christiane Dreschl, MBA in der Wundambulanz am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt

 

Wundexpertise am Elisabethinen-Krankenhaus Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt verfügt über ein Wundzentrum, das zu den erfahrensten interdisziplinären Zentren in der Versorgung chronischer und kompelexer Wunden zählt. Im letzten Jahr nahm das Krankenhaus am EU-Projekt „HealthNet“ teil. Im Rahmen des Pilotprojektes wurden Menschenmit chronischen Wunden in enger Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und der Hauskrankenpflege in den eigenen vier Wänden zu Hause betreut. Die Wundbeurteilung und Wundtherapie erfolgte mit Hilfe von per Internet an die Wundambulanz im EKH übermittelten Daten und FotosBei den meist älteren Leuten konnten dadurch Strapazen wie Transporte ins Krankenhaus vermieden werden.

 

Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt verfügt über ein Wundzentrum, das zu den erfahrensten interdisziplinären Zentren in der Versorgung chronischer und kompelexer Wunden zählt.

Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt verfügt über ein Wundzentrum, das zu den erfahrensten interdisziplinären Zentren in der Versorgung chronischer und kompelexer Wunden zählt.

 

Wundzentrum mit Sitz am Elisabethinen-Krankenkhaus Zusätzlich werden im österreichweit ersten “Kompetenzzentrum Multiprofessionelles Wundmanagement” die Grundlagen für die bestmögliche Wundversorgung entwickelt. Dieses wurde 2017 von den Barmherzigen Brüder Österreich am Standort Elisabethinen- Krankenhaus Klagenfurt eröffnet.

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Das Bild zeigt das EMAS-Zertifikat des Elisabethinen Krankenhauses in Klagenfurt.

 

 

 

 

 

 

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