Entlassungsmanagement und Sozialarbeit

 

Im Sommer 2012 wurde das Entlassungsmanagement Pflege implementiert. Die grundsätzliche Idee für das Projekt entstand aus der langjährigen Erfahrung  mit schwierigen und oft komplexen Entlassungssituationen. Verschiedene Faktoren wie z.B. hohe Lebenserwartung, chronische Erkrankungen, Multimorbitität, Altersdemenz etc. lassen den Betreuungsbedarf stark ansteigen. Somit benötigt es einer engen und effizienten Kooperation zwischen Entlassungsmanagement Pflege und Sozialarbeit um den Bedarf an den erforderlichen Unterstützungsleistungen optimal zu decken, die Verweildauer zu senken und den allzu bekannten Drehtüreffekt zu minimieren, verbunden mit höheren Spitalskosten.

 

In unserem Krankenhaus ist DGKS Petra Mautner als Entlassungsmanagerin Pflege (Ausbildung zum Mittleren Management) in enger Zusammenarbeit mit den beiden Sozialarbeiterinen DSA Judith Mayrhofer und Kathrin Matz tätig. Der Entlassungsprozess beginnt am Aufnahmetag. Es gilt vorab RisikopatientInnen zu identifizieren und deren Unterstützungsbedarf einzuschätzen um eine bedarfsgerechte Weiterversorgung nach dem stationären Aufenthalt in die häusliche Pflege oder in eine andere weiterführende Pflegeeinrichtung zu gewährleisten.

 

 

Der Umfang des Entlassungsmanagements ist sehr unterschiedlich und muss für jeden Patienten unter Einbeziehung seiner Angehörigen individuell gesehen werden. Der/die Patientin soll nach der Entlassung unter professioneller Hilfe in ein sicheres Netz der Betreuung im extramuralen Bereich aufgefangen werden.

Zu den täglichen Aufgaben in der Praxis gehören z.B. die Organisation von Hauskrankenpflege, Essen auf Rädern, Notrufhilfen, Pflegegeldanträge, Remobilisierungs-anträge sowie auch die individuelle Information über Pflegetechniken bzw. Pflegemaßnahmen unter Nützung der persönlichen Ressourcen.

 

Eine wichtige Rolle in der Tätigkeit der Entlassungskoordination bzw. Sozialarbeit spielt auch die Beratung, Anleitung und Schulung von Angehörigen um Ängste und oftmals auch Hilflosigkeit abzubauen. Angehörigenberatung kann sehr vielseitig und von Fall zu Fall verschieden sein, so kann in manchen Fällen ein kurzes Gespräch genügen um zu sehen, dass die Angehörigen die Versorgung gut im Griff haben, es kann sich aber auch um eine vollständige Übernahme der Pflege sowie Fragen finanzieller Belange handeln.

Die Sozialarbeit gibt auch rasche individuelle Hilfestellung bei psychosozialen Problemstellungen wie z.B. familiäre Probleme, Arbeits,-Wohnungsprobleme etc., die dem den Gesundheitsprozess positiv beeinflussen sollen.

 

Durch eine harmonische und enge Kooperation lassen sich die Aufgaben der Sozialarbeiterin und einer DGKS (Entlassungskoordinatorin) wertvoll verbinden. Die Zusammenarbeit dieser Berufsgruppen ist im Entlassungsmanagement eine wichtige Bereicherung, da beide vom Know how des anderen profitieren.

In unserem Krankenhaus hat sich das Projekt Entlassungsmanagement mittlerweile zu einem fixen Bestandteil unseres Betreuungsangebotes etabliert. Dies ist durch die Dankbarkeit von Patienten und Angehörigen wohl am besten zu beschreiben, weiters ergibt sich daraus eine Erleichterung für das Pflegepersonal vor Ort.

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