Der „Fingerabdruck“ des Auges

Neues Messverfahren revolutioniert die Brillenanpassung:  Erstmals in Österreich setzt die Augenoptik des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Linz nun einen neuen Scanner ein, der der Brille die so wichtige „persönliche Note“ verleiht.

 

Zeitungslesen? Oft unmöglich. SMS-Lesen? Schwierig. Sehen in der Dunkelheit? Mehr schlecht als recht. Die Fähigkeiten unserer Augen nehmen mit zunehmendem Alter ab – kaum merklich bei dem einen, rapide bei vielen anderen. Faktum ist, dass nur 40 Prozent der Bevölkerung keine Augenprobleme haben. 50 Prozent brauchen eine Sehschärfenkorrektur. Und wer nicht von Kindesbeinen an Brillenträger ist, der muss notgedrungen ab einem gewissen Alter zur Sehhilfe greifen.

 

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie wichtig die richtige Brillen-Auswahl ist. Wird falsch korrigiert, sind die Folgen meist entsprechend unangenehm. Schwindel, Kopfschmerz oder Konzentrationsschwierigkeiten können auftreten, wenn Sehhilfen unzureichend auf das Auge abgestimmt sind.

 

Alois Buchsbaum von der Augenoptik bei der Vermessung mit dem Gerät.

Augenoptiker Alois Buchsbaum ist vom neuen Wellenfront-Messgerät begeistert.

 

 

Das Ergebnis: eine personalisierte Brille

Bei den Barmherzigen Brüder in Linz hat man diesbezüglich wieder einmal eine Vorreiterrolle eingenommen: Als erster Optiker Österreichs hat die Augenoptik ein Wellenfront-Messgerät der neuesten Generation zur objektiven Brillenglasbestimmung in Betrieb genommen. Durch das neue objektive Messverfahren können nun zusätzliche biometrische Daten des Auges erfasst und für die Berechnung der Brillenglaser berücksichtigt werden.

 

Buchsbaum: „Hier offenbart sich auch der große Vorteil: Die gesammelten Messdaten fließen quasi direkt in die Brillengläser ein. Mit wenigen Untersuchungen kommt man hier zu einem optimalen Ergebnis. Jeder Punkt auf dem Brillenglas ist auf den Träger abgestimmt – das Ergebnis ist eine personalisierte Brille.“

 

Erstellt wird mit dem High-Tech-Gerät quasi ein „Fingerabdruck“ des Auges. „Das modernste objektive Messverfahren ermöglicht die Erfassung von zusätzlichen, biometrische Eigenschaften des Auges. Mit der darauf folgenden 3D Refraktion wird ein höchst präzises Ergebnis in der subjektiven Brillenglasbestimmung erreicht“, erläutert Alois Buchsbaum, Leiter der Augenoptik der Barmherzigen Brüder Linz.

 

Nahaufnahme Auge

Bei der Wellenfront-Untersuchung werden Werte erfasst, die bei einer herkömmlichen Untersuchung nicht erfasst werden.

 

Auge an 1000 Punkten vermessen

An bis zu 1000 Punkten vermisst der neue Scanner das Auge. Erfasst werden dabei vor allem auch Werte, die in einer normalen Sehprüfung nicht ermittelt werden können:

  • Aberrometrie (Messung der Abbildungsfehler niederer und höherer Ordnung mittels Wellenfronten)
  • Pupillometrie  (Bestimmung der Pupillendurchmesser in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse, mit der Veränderung der Pupillengröße verändern sich auch Abbildungsfehler des Systems Auge, genannt Aberrationen niederer und höherer Ordnung)
  • Topometrie (Messung der Hornhaut-Topographie)
  • Einstellastigmatismus (Änderung der Dioptrie durch Wölbung der inneren Augenlinse in der Nähe)
  • Listingsche Regel („Verrollung“ der Augen bei Blick in die Nähe)
  • Opazität (Transparenz der Augenmedien)
  • Pachymetrie (Vermessung der Hornhautdicke)

    Zusätzlich wird das Pupillenspiel (Max. große Pupille und minimale Pupille) exakt ermittelt. Alle Parameter fließen anschließend mit in die Berechnung der Brillengläser. Das bedeutet, dass jeder Punkt auf dem Brillenglas exakt auf Ihre Augen abgestimmt ist

Zusätzlich wird das Pupillenspiel (Max. große Pupille und minimale Pupille) exakt ermittelt. Alle Parameter fließen anschließend mit in die Berechnung der Brillengläser. Das bedeutet, dass jeder Punkt auf dem Brillenglas exakt auf Ihre Augen abgestimmt ist.

Konventhospital der Barmherzigen Brüder Linz
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