Dr. Biene

Das vom Menschen mitverursachte Bienensterben rückt immer mehr in das öffentliche Bewusstsein. Als Hauptbestäuber in der Landwirtschaft sorgen die Bienen gratis und auf natürliche Weise für das Wachstum vieler unserer Lebensmittel. Aber auch sonst macht sich der Mensch viele Produkte der Biene zu Nutze.

 

Honig

Honig wird von Honigbienen aus dem Nektar von Blüten oder aus Honigtau erzeugt. In der alten Welt verzehrten die Menschen schon in der Steinzeit Honig, in Amerika erst seit Kolumbus. Honig ist – wie Wein – ein Produkt mit örtlichen und witterungsbedingten Qualitätsunterschieden und „reift“ während der Lagerung.

Seine chemische Zusammensetzung ist so verschieden wie die Futterquellen der Bienen. Je 20 bis 45 % Fructose und Glucose und ca. 20 % Wasser stellen die Hauptinhaltsstoffe dar; weitere Komponenten sind Di- und Oligosaccharide, Pollen, Mineralstoffe, Proteine, Enzyme (zB. Glucoseoxidase, Invertase, Amylase u. a.), freie Aminosäuren (Prolinu. a.),etc.. Aufgrund der hohen Zuckerkonzentration verursacht Honig bei lebenden Zellen eine Osmose und kann dadurch auf rein physikalische Weise bakterizid wirken. Zudem bildet die Glucoseoxidase Wasserstoffperoxid, das desinfizierend wirkt.

 

Manuka-Honig

Manuka-Honig nimmt eine Sonderstellung ein. Dieser Honig enthält Methylglyoxal, welches bei der Umwandlung des Nektars zu Honig im Darm der Biene entsteht– allerdings nur dann in größeren Mengen, wenn der Nektar vom Manuka-Baum oder Manuka-Strauch stammt, der in Neuseeland endemisch vorkommt.

Methylglyoxal kommt in Konzentrationen von 20 bis 800 mg/kg in echtem Manuka-Honig vor; ab ca. 100 mg/kg wirkt es bakteriostatisch oder bakterizid.

Zur Wundbehandlung ist Honig bei Hautschädigungen z. B. infolge einer Verbrennung bis zu 2. Grades, einer Verletzung oder eines chirurgischen Eingriffs oder Läsionen durch eine Strahlentherapie geeignet. Bei chronischen Wunden zeigt sich allerdings kein Vorteil durch eine Behandlung mit medizinischem Honig.

 

Gelee Royal

Der als Gelee Royal bekannte Königinnenfuttersaft, den Ammenbienen aus der Futtersaftdrüse im Kopf ausscheiden, ist ein hochaktives Wirkstoffkonzentrat. Nur eine Bienenlarve, die lebenslang mit diesem speziellen Futtersaft versorgt wird, entwickelt sich zur Königin. Aus der gleichen Bienenlarve aber, die nicht mit Gelee Royal, sondern mit normalem Futterbrei gefüttert wird,
entwickelt sich eine Arbeitsbiene. Gelee Royal enthält u. a. Kohlenhydrate, Eiweiß, B-Vitamine und Spurenelemente.

Gelee Royal werden einige positive Effekte auf den menschlichen Organismus nachgesagt. Gesichert sind seine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung auf die Haut bei Unreinheiten, Akne, Ekzemen und Narben. Angepriesene Wunder zu überhöhten Preisen sollte man sich allerdings nicht erwarten. Frisches Gelee Royal bitte immer im Kühl- oder Gefrierfach lagern, damit die sensiblen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Aber Achtung für Allergiker: Gelee Royal birgt auch ein hohes allergenes Potential.

 

Propolis

Als Propolis wird der Bienenkittharzbezeichnet, eine zähe, klebrige Masse, mit der Bienen undichte Stellen in ihrem Stock versiegeln. Das Wort stammt aus dem Griechischen und heißt „vor der Stadt“. Die hochwirksame Mixtur verhindert, dass Krankheitserreger
und Pilze in den Bienenstock gelangen können. Propolis Tropfen können sowohl innerlich als auch äußerlich verwendet werden. Die vielfältige Wirkung beruht auf den antibakteriellen, antiviralen und antimykotischen Eigenschaften und hilft bei Akne, Wunden, Narben, Geschwüren und Schuppenflechte, aber auch in Mundwasser und Zahnpasten. Innerlich soll Propolis das Immunsystem anregen.

 

BienenwachsBienenwachs wird zum Bau der Bienenwaben im Stock genutzt. Größter menschlicher Verbraucher von Bienenwachs ist die kosmetische und pharmazeutische Industrie, wo es in gebleichter und ungebleichter Form Bestandteil von Cremes, Salben, Pasten, Lotionen und Lippenstiften ist. Auch Ohrkerzen werden mit Bienenwachs umhüllt und sollen neben einer reinigenden Wirkung (Entfernung von Ohrenschmalz) auch Stress abbauen können. Durch das Brennen der Ohrenkerze werden leichte Schwingungen erzeugt, die die Ohrstruktur sowie diverse Reflexpunkte stimulieren sollen. Eine Ohrkerze besteht aus einem etwa 20 cm langen, hohlen Röhrchen, das wie ein Trichter geformt ist. Der Baumwollstoff ist in Bienenwachs getränkt sowie mitindividuellen Mischungen aus Kräuternund ätherischen Ölen bestückt. Die Anwendung ist allerdings umstritten. Auch das Gefahrenpotential einer brennenden Kerze in Gesichtsnähe sollte nicht außer Acht gelassen werden!

 

Bienen und ihre Erzeugnisse sind für uns Menschen unersetzlich. Mit dem Kauf eines Taoasis Bee Wild Duftsets geht 1€ an ein Wildbienen-Projekt zur Renaturierung von Ackerflächen. Ein kleiner Beitrag in Ihrer Apotheke!

Seilerstätte 2
4021 Linz
Telephone: 0043 732 7897-0
Fax: 0043 732 7897-1099

Aktives Mitglied der

 

  • mail.png
  • facebook.png

KONVENTHOSPITAL
der Barmherzigen Brüder Linz
Seilerstätte 2
4021 Linz

Tel.: 0732 / 7897 0
Fax: 0732 / 7897 1099

Display: