August von Reuss-Medaille für MedR Primar Priv.-Doz. Dr. Fellinger

Die Frage „Was bewegt diese einzigartige Person, welche mir begegnet?“ prägte die Arbeit von MedR Primar Priv.-Doz. Dr. Johannes Fellinger ein Leben lang. Für sein Engagement wurde er mit der August von Reuss-Medaille ausgezeichnet.

Die Frage „Was bewegt diese einzigartige Person, welche mir begegnet?“ prägte die Arbeit von MedR Primar Priv.-Doz. Dr. Johannes Fellinger, Vorreiter und Pionier in der Diagnose und Therapie von Entwicklungsstörungen bei den Brüdern Linz, ein Leben lang. Am 20. September wurde er für sein Engagement mit der August von Reuss-Medaille ausgezeichnet.


Die Not des Einzelnen, und die Bekämpfung der Ursache dieser Not stehen im Fokus der Arbeit von Primar Fellinger. In der Begegnung mit gehörlosen Erwachsenen, Taubblinden oder Mehrfachbeeinträchtigten bis hin zu Kindern mit Entwicklungsstörungen ist ihm eines vor allem wichtig: eine frühe Erfassung der Entwicklungsstörungen, Intervention und lebenslange Begleitung der Betroffenen. In diesem Sinne hat er ein multidisziplinäres, lebensbegleitendes Therapiekonzept entwickelt und ein zukunftsweisendes Fachgebiet geschaffen: die Entwicklungsmedizin. Dafür wurde der Pionier nun mit der August von Reuss-Medaille ausgezeichnet.

 

Die Ehrung als Ausdruck des Dankes erscheint im Anbetracht des Lebenswerkes, an welchem auch zentrale Wegbegleiter wie Doz. Daniel Holzinger beteiligt sind, deshalb so passend, weil August von Reuss bei schwer chronisch kranken Kindern, also „lebensschwachen“ Kindern, die Fähigkeit zum „Überwinden von Lebensschwäche durch besondere Lebenskraft“ sah. Diese besondere Lebenskraft in Menschen mit Beeinträchtigungen zu sehen, den Schlüssel zur Entfaltung dieser Möglichkeiten in der direkten Begegnung und im kommunikativen Austausch mit ihnen zu finden, zeichnet Johannes Fellinger und sein Lebenswerk aus.

 

August von Reuss - Pionier der Kinderheilkunde
1879 geboren, war August Reuss ein Pionier auf dem Gebiet der Kinderheilkunde. Während seine Kollegen in der Zwischenkriegszeit unkritisch eugenisches Gedankengut aufnahmen, vertrat er die Meinung, dass auch „lebensschwache“, aus der Perspektive der Bevölkerungspolitik nicht erwünschte Säuglinge sich zu „vollwertigen“ Menschen entwickeln können. Seit über zwei Jahrzehnten stiftet die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde deshalb die August von Reuss-Medaille für Verdienste auf dem Gebiete der Sozialpädiatrie, um hervorragende Leistungen im Bereich der Kinder- und Jugendheilkunde auszuzeichnen.

 

 

 

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