Chirurgie mit Schwerpunkt Gefäßchirurgie

Viszeralarterien

Veränderungen an den Blutgefäßen, welche die inneren Organe versorgen, können  als akute oder langsam sich entwickelnde Beschwerdesymptomatik auftreten , oder aber sich auch im Rahmen der heute häufig angewandten Schnittbilddiagnostik als Zufallsbefund bemerkbar machen.

 

Chronische Verschlussprozesse an den Darmversorgenden Gefäßen/ Chronische intestinale Ischämie

Die chronische intestinale Ischämie beruht überwiegend auf einer arteriosklerotischen Erkrankung der Mesenterialarterien ( A. mesenterica superior 85%, und inferior 3%, Truncus coeliacus 12%)

Aufgrund der guten Kollateralversorgung ( Umgehungskreislauf) des Darmes treten Symptome typischerweise erst auf, wenn wenigstens zwei ( und oft alle drei) Arterien betroffen sind.

 

Typische Symptome

Postprandiale (20 min nach Nahrungsaufnahme beginnende, für 3 – 4 h anhaltende)krampfartige Bauchschmerzen verbunden mit ungewolltem Gewichtsverlust und fehlender anderer Erklärung.

 

Diagnostik

Duplex Sonographie ( Ultraschalluntersuchung)

CTA ( Computertomographie / Angio)

MRA (Magnetresonanztomographie/ Angio)

Diagnostische Katheterangiographie  bei Patienten, bei denen eine chronische Ischämie vermutet wird, und bei denen eine nichtinvasive Bildgebung unbestimmt/ unklar ist.

 

Therapie

Die endovasculäre Therapie ( Angioplastie und Stenting) hat die offene Chirurgie als bevorzugte Behandlung von Abgangsstenosen der Mesenterialarterien bei Patienten ohne Darminfarkt abgelöst.

Die Indikation zur offenen Operation bei chronischen Gefäßverschlüssen ist bei Stenosen gegeben, welche  sich aufgrund ihrer Gefäßmorphologie nicht zur endovasculären Versorgung  ( Länge, Lokalisation, Beziehung zum Zielorgan) eignen.

 

Dunbar Syndrom

Beim Dunbar Syndrom handelt es sich um eine chronische Durchblutungsstörung des Darmes, die durch die Kompression von außen( Ligamentum arcuatum mediale – ein Zwerchefellanteil) verursacht wird. Dabei kommt es zu einer Einengung des Truncus coeliacus und in der Folge zu Durchblutungsstörung der von ihm versorgten Organe im Oberbauch.

Die betroffenen Patienten leiden unter wiederkehrenden nach einer Mahlzeit auftretenden Oberbauchbeschwerden/ Schmerzen, und ungewolltem Gewichtsverlust. Die Diagnosestellung ist schwierig, und bleibt nach vollständiger Untersuchung eine Ausschlussdiagnose.

Ziel der chirurgischen Therapie ist, die einengende Ursache zu beseitigen, und dem Gefäß die Einengung zu nehmen.

Das Lig. Arcuatum mediale wird zu diesem Zweck durchtrennt.

 

Visceralarterienaneurysma

Erweiterungen der Visceralarterien ( Aneurysmen) werden häufig im Rahmen von Schnittbilduntersuchungen ( CT, MR) aufgrund Abklärung anderer Ursachen als Zufallsbefund diagnostiziert.

Die Visceralarterienaneurysmen sind oft über lange Zeit symptomfrei und bedürfen erst ab einem bestimmten Durchmesser eine therapeutische Behandlung. Dann, wenn das Risiko einer Ruptur als zu groß eingeschätzt wird. Es ergibt sich daher aus der Erstdiagnose die Indikation zur weiteren beobachtenden Kontrolle, um das Wachstum bzw. die Wachstumsgeschwindigkeit beurteilen zu können.

 

 

Therapie

Visceralartereinaneurysmen können endovaskulär ( mit Coil Embolisationen)  oder operativ behandelt werden, wobei in den letzten Jahren die offene Operation  speziellen, endovaskulär nicht zugänglichen Situationen vorbehalten ist.

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