Gynäkologie und Geburtshilfe

Erweiterte Vorsorgeuntersuchung 1
(Ersttrimester-Screening)

Die meisten Kinder kommen gesund zur Welt. Allerdings besteht bei Frauen jeden Alters ein sehr kleines Risiko, ein körperlich oder geistig behindertes Kind zur Welt zu bringen. Eine der häufigsten Ursachen ist das Down-Syndrom, bei dem der Fetus ein überzähliges Chromosom 21 erhält – deshalb auch die Bezeichnung Trisomie 21. Es ist mit zunehmendem Alter der Mutter häufiger, tritt aber auch bei jüngeren Frauen auf:

 

Alter der Mutter 

Down-Syndrom
Wahrscheinlichkeit am Termin 

 20

 1:1530 = 0,06 %

 25

 1:1350 = 0,07 %

 30

 1:900 =   0,11 %

 35

 1:360 =  0,28 %

 40

 1:100 =  1,0 %


 

Die DiagnoseDer einzige Weg einen derartigen Chromosomenfehler mit Sicherheit zu diagnostizieren, ist eine diagnostische Untersuchung: eine Punktion des Mutterkuchens ab der 11. Woche oder eine Punktion des Fruchtwassers ab der 16. Woche. Bei beiden Methoden werden kindliche Zellen gewonnen. Der Nachteil ist allerdings, dass eine von 100 Punktionen zu einer Fehlgeburt führt. Daher soll diese Entscheidung erst auf Basis einer Wahrscheinlichkeitsberechnung – ohne die weitere Schwangerschaft zu gefährden -  getroffen werden, mit der Ihr Kind von einer Trisomie betroffen ist. Der genaueste Weg, diese Wahrscheinlichkeit einzuschätzen, ist ein Screening-Test:
 


Der Combined Test
Der Combined Test berechnet das Down-Syndrom-Risiko aus:

  • dem Alter der Mutter
  • der Nackentransparenz im Ultraschall
  • Bestimmung von freiem ß-HCG und PAPP-A im Blut der Mutter

 

Ultraschalluntersuchung in der 12. - 14. Woche (Erst-Trimesterscreening)
Bei diesem Ultraschall wird die fetale Nackentransparenz  gemessen, welche lediglich eine Flüssigkeitsansammlung unter der Nackenhaut des Feten ist. Alle Kinder haben zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft etwas Flüssigkeit unter der Haut und bei Feten mit Down-Syndrom ist diese Flüssigkeit häufig vermehrt.
Weiters bestätigt dieser Ultraschall den Geburtstermin und untersucht die kindlichen Organe, die bereits entwickelt sind. Außerdem können wichtige Merkmale von Mehrlingsschwangerschaften diagnostiziert werden.

 

Serum-Screening in der 12. - 14. Woche
Durch eine Blutabnahme der Mutter können die Serumspiegel von zwei Plazentaprodukten gemessen werden. Bei Schwangerschaften mit Down-Syndrom sind die Serumspiegel von freiem ß-HCG häufig erhöht und die Serumspiegel von PAPP-A häufig vermindert.

 

Die Entdeckungsraten

  • Durch reines Altersscreening werden nur 30 % aller Feten mit Down-Syndrom entdeckt
  • NT-Screening entdeckt ungefähr 75 % aller Babys mit Down-Syndrom
  • Der Combined Test ist mit einer Entdeckungsrate von 90 % deutlich besser.
  • Bei zusätzlicher Darstellung des Nasenbeins und einer speziellen Doppleruntersuchung entdeckt man bis zu 97 %

Nach der Ultraschall- und Blutuntersuchung wird per Computer das Risiko für Down-Syndrom für Ihr Kind berechnet. Je größer das Risiko eines chromosomalen Defektes, um so eher ist eine Punktion angezeigt. Diese Entscheidung treffen Sie mit Ihrem Partner. Als Richtlinie wird eine Punktion bei einem berechneten Risiko ≥ 1 % (1:100) empfohlen.

 

Kosten:

Für diese aufwändigen Untersuchungen sind Selbstzahlerleisterungen. Sie erhalten daher vom Krankenhaus in den Wochen danach eine Rechnung (siehe  „Spezialambulanzen“) zugesandt.

 

Ab einem Alter von 35 Jahren (zum Zeitpunkt der Befruchtung!) werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

 

Seilerstätte 2
4021 Linz
Telephone: 0043 732 7897-0
Fax: 0043 732 7897-1099

Aktives Mitglied der

 

  • mail.png
  • facebook.png

KONVENTHOSPITAL
der Barmherzigen Brüder Linz
Seilerstätte 2
4021 Linz

Tel.: 0732 / 7897 0
Fax: 0732 / 7897 1099

Display: