Gynäkologie und Geburtshilfe

 

Wir bitten Sie zu beachten, dass diese Untersuchungen in Ruhe erfolgen müssen und deshalb Kinder nicht beim Untersuchungstermin anwesend sein sollten. 

 

Folgende Untersuchungen bieten wir Ihnen an:

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Online-Schwangerschaftsrechner

Den optimalen Zeitpunkt für die Untersuchungen können Sie mittels Online-Terminrechner berechnen:

 

Voraussichtlicher Geburtstermin
Tag der letzten Regel

 

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Die von uns durchgeführten Pränataldiagnostischen Ultraschall-Untersuchungen sind hoch-komplex und verlangen die volle Konzentration der UntersucherInnen über längere Zeit.
 
 
Wir versuchen mit einer guten Planung pünktlich zu sein, Notfälle können wir aber nie einplanen. Falls einmal eine Untersuchung etwas verspätet sein sollte, bitten wir um Verständnis.

 

 

 

Nackenfaltenmessung („combined test“)

 

Diese Untersuchung wird in der 12.-14. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Bei dieser ersten Screening-Untersuchung versucht man indirekte Hinweise auf eine mögliche Chromosomenstörung (Veränderungen im Erbgut, am häufigsten Trisomie 21=Down Syndrom) festzustellen. Dies kann entweder nur mit einer Ultraschalluntersuchung (Nackenfaltenmessung) gemacht werden oder mit dem sogenannten combined test, bei dem zusätzlich noch eine Blutabnahme erfolgt, um die Testgenauigkeit zu verbessern. Bei der Nackenfaltenmessung  wird eine kleine Hautfalte im Nackenbereich des Kindes vermessen. Ist diese Falte verbreitert, so steigt das Risiko für Fehlbildungen aber auch für Chromosomenstörungen wie Trisomie 21 (Down Syndrom). Etwa 75 Prozent aller Feten mit Trisomie 21 haben eine solche verdickte Nackenfalte. Mithilfe dieser Untersuchung erhalten Sie ein Ergebnis, das ein persönliches Risiko zeigt. Ein Wert von 1/1.000 würde beispielsweise bedeuten, dass die Wahrscheinlichkeit, ein Baby mit Down Syndrom zu haben bei einem Promille liegt. Dieses Ergebnis wäre als unauffällig zu bewerten (schließt aber ein Down Syndrom trotzdem nicht zu 100 Prozent aus!). Ein Wert von beispielsweise 1/10 würde bedeuten, dass Ihr Risiko bei 10% liegt. Dies wäre also ein auffälliger Wert.

             

Das nun ermittelte Risiko kann eine Hilfe bei der Entscheidung sein, ob ein zusätzlicher Eingriff wie eine Fruchtwasseruntersuchung oder Chorionzottenbiopsie zur Untersuchung der Chromosomen des Kindes durchgeführt werden soll. Ein solcher Eingriff führt aber bei etwa einer von 100 Fällen zu einer Fehlgeburt („Eingriffsrisiko“) und wird heute nur noch selten durchgeführt.

 

Eine weitere Untersuchungsmöglichkeit bieten die neuen Noninvasiven Pränataltests (NIPT), die eine fast 100% Endeckungsrate für das Down-Syndrom haben. Nach einer Blutabnahme wird hier auf Basis von DNA-Anteilen des Kindes, die ins mütterliche Blut übertreten, das Risiko für verschiedene Chromosomenstörungen (Trisomie 21, Trisomie 18, Trisomie 13, Turner Syndrom) errechnet. Wir führen diese Untersuchung aufgrund der christilichen Trägerschaft unseres Hauses nicht durch, wir arbeiten aber hier eng mit der Humangenetische Untersuchungs- und Beratungsstelle an der Landes- Frauen- und Kinderklinik Linz zusammen, wo dieser Test durchgeführt werden kann.

Im Rahmen dieser Untersuchung können auch schon 3D/4D Aufnahmen Ihres Kindes erstellt werden.

 

   

 

 

 

 

 

Präeklampsie Screeing

 

Eine Präeklampsie ist eine Erkrankung, die nur in der Schwangerschaft auftritt und früher als EPH-Gestose (Edema [Wassereinlagerung], Proteinurie [Eiweißausscheidung im Harn], Hypertension [Bluthochdruck]) und im Volksmund häufig als "Schwangerschaftsvergiftung" bezeichnet wird. Die Präeklampsie betrifft ca. 2 – 8 % aller Schwangerschaften, wobei die Ursache der Erkrankung bis heute nicht genau bekannt ist. Häufig ist dies begleitet von Ödemen (Schwellungen der Beine) und rascher Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit und Oberbauchschmerzen. Die Präeklampsie ist in westlichen Ländern die häufigste Todesursache schwangerer Frauen und kann nur mittels Entbindung geheilt werden.

 

Es gibt mittlerweile eine zunehmende Evidenz dafür, dass die milde und schwere Form der Präeklampsie sich aus zwei unterschiedlichen pathophysiologischen Prozessen heraus entwickeln. Eine weitere klinische Einteilung betrifft den Erkrankungsbeginn: Liegt dieser vor der 34+0 SSW, spricht man von einer frühen Präeklampsie ("early onset pre-eclampsia"), tritt die Erkrankung nach der 34+0 SSW oder nahe am Termin auf, bezeichnet man sie als späte Präeklampsie ("late onset pre-eclampsia"). Eine frühe Präeklampsie ist häufig von einer schweren Verlaufsform gekennzeichnet; die späte Präeklampsie weist häufig eine milde Symptomausprägung auf. Schwere Formen der Präeklampsie können zu mütterlichen und kindlichen Problemen wie mütterliche Leberschädigung, Thrombozytopenie (zu wenige Blutplättchen) oder mangelndem kindlichen Wachstum führen.

 

Ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Präeklampsie haben unter anderem Schwangere mit chronischen Leiden wie: Übergewicht, Diabetes, Hochdruck, Nieren- oder immunologischen, systemischen Erkrankungen oder einer Präeklampsie in der Familie oder in einer vorausgegangenen Schwangerschaft.

 

Die Langzeitfolgen der Präeklampsie für Mutter und Kind sind weithin bekannt: Kinder, die in einer präeklamptischen Schwangeschaft geboren wurden, zeigen deutlich erhöhte Häufigkeiten von Herz-Gefäßerkrankungen im späteren Leben. Neben Anzeichen von Gefäßveränderungen kommt es durch eine fetale Wachstumseinschränkung zu einer reduzierten Nierengröße. Daraus kann die Entwicklung eines Bluthochdrucks resultieren. Über 90 % der Frauen im Zustand nach schwerer Präeklampsie entwickeln 20 Jahre nach dem Ereignis eine chronische Hypertonie.

 

Eine Einschätzung des Risikos für Präeklampsie bereits früh in der Schwangerschaft und vor dem Beginn der Krankheitssymptome kann die (Früh-)Erkennung der Erkrankung vereinfachen und eventuell auch eine Vorbeugung oder Linderung der schweren Verlaufsformen bewirken.

 

Die Durchführung des Präeklampsie-Screenings kann zur Zeit des Combined Tests in der 12. bis 14 Schwangerschaftswoche erfolgen und besteht aus einer Blutdruckmessung 2 x hintereinander an beiden Oberarmen, Ultraschallmessungen der Blutversorgung in der Gebärmutter, der Erhebung mütterlicher Daten (Gewicht, Körpergröße, Raucherstatus, usw.) und einer Blutabnahme für zwei Labormarker (PAPP-A und PlGF).

 

Liegt ein erhöhtes Risiko für eine Präeklampsie vor, kann mit einer Behandlung mit Acetylsalicylsäure 100 mg/Tag die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer Präeklampsie deutlich (um ca. 50 %) abgesenkt werden.

 

 

 

Organscreening

 

Die 21.-23. Schwangerschaftswoche ist die beste Zeit, um die Organe des Kindes genauer zu untersuchen. Bei dieser Untersuchung wird besonderes Augenmerk auf eine genaue Beurteilung des Gehirns, des Gesichtes, der Wirbelsäule, des Brustkorbes mit Herz und Lunge, der Bauchwand und der Bauchorgane, der Nieren, der Blase und des Skeletts gelegt. Insbesondere das fetale Herz ist ein sehr komplexes Organ und eine sorgfältige Untersuchung benötigt entsprechende Erfahrung und Zeit. Bei etwa 2-5% der Kinder finden sich Auffälligkeiten im Ultraschall. Eine frühzeitige Erkennung von Erkrankungen oder Fehlbildungen ermöglicht eine optimale weitere Betreuung der Schwangerschaft. Eine Garantie für die 100% Diagnose aller Fehlbildungen gibt es allerdings trotz großem Bemühen und großer Erfahrung nicht. Viel wichtiger ist aber, dass man in den meisten Fällen eine Fehlbildung mit hoher Sicherheit auszuschließen ist !

 

   

 

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