Einfach mal abschalten

Warum junge Menschen so viel Zeit mit ihrem Smartphone verbringen und wie man Regeln für eine sinnvolle Nutzung aufstellt, erklären Fachleute im aktuellen Granatapfel-Magazin.

 

Schnell ein Selfie auf Instagram posten und ein paar WhatsApp-Nachrichten verschicken: Für Kinder und Jugendliche gehört das zum Alltag, sie verbringen oft mehrere Stunden täglich mit dem Smartphone. „Viele Eltern sind besorgt und fragen in unseren Workshops, ab wann man handysüchtig ist“, berichtet der Sozialarbeiter Cornelius Bacher-Gneist vom Wiener Verein Dialog.

 

Dabei müssen Eltern verstehen, dass Handy und soziale Netzwerke gerade in der Pubertät eine wichtige Rolle spielen. Zwischen dem 15. bis 18. Lebensjahr sei die heiße Phase, danach flaue die intensive Nutzung meist ab. Eine Suchtdiagnose für übermäßige Handynutzung gibt es nicht, nur exzessives Videospielen wurde 2018 von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Krankheit anerkannt. Unbedenklich sei überzogener Smartphone-Konsum aber nicht. Eltern sollten beobachten, ob Jugendliche noch Interesse an anderen Aktivitäten zeigen und Basics wie der Schulbesuch funktionieren. „Wichtig ist, dass sie außerhalb der Online-Welt glücklich sind.“ Er zieht einen Vergleich: „Ein Mensch, der sich vielen Herausforderungen stellen kann, hat viele Tasten am Klavier. Süchtige haben nur eine. In der Therapie müssen diese Tasten erweitert werden.“

 

Besorgte Eltern „Kinder haben noch keine Impulskontrolle und brauchen Hilfe von Erwachsenen“, sagt der Psychotherapeut Dominik Batthyány von der Wiener Sigmund Freud Universität. Bei einer Sucht gehe es vor allem um Kontrollverlust und Dosis-Steigerung. „Wenn jemand Interessen hat und ins Leben eingebunden ist, ist das die beste Suchtprävention.“ Viele Eltern kommen, weil der exzessive Medienkonsum negative Auswirkungen auf Schule und Privatleben hat. „Sie machen sich oft schon Sorgen, während ihre Kinder kein Problem sehen. Sie haben Angst, dass ihnen das Einzige weggenommen wird, was sie gerne machen.“ Batthyány sage den Jugendlichen, dass es ihm um ihr Wohlergehen gehe: „Wir fragen nach ihren Problemen und machen Vorschläge. Dann kommen sie gerne, weil es um das geht, was ihnen wichtig ist.“ Oft mangele es am Selbstwertgefühl, die Schule nerve, sie fühlen sich zu dick oder zu dünn. „Im Gespräch kommt hervor, was sie belastet.“

 

Den gesamten Beitrag können Sie in der Rubrik „Highlights der letzten Hefte“ downloaden.

 

Barmherzige Brüder, Magazin Granatapfel, April-2019

 

 

Weiters lesen Sie in der April-Ausgabe des Granatapfel-Magazins:

 

Gesundheit & Lebenshilfe

  • Elisabethinen Klagenfurt: Schonende Hüftoperation
  • Elisabethinen Klagenfurt: Anästhesie im hohen Alter
  • Kurhaus Schärding: Neues Lebensgefühl durch „Mayr-Tage“
  • Barmherzige Brüder Eisenstadt: Kinder im Krankenhaus
  • Barmherzige Brüder Budapest: Neue Richtlinien für Rheuma-Behandlugn
  • Tabuthema Haarausfall
  • Aussaatkalender für April
  • Basteln: Ostereier einmal anders
  • Kräuterpfarrer Benedikt: Die Weide
  • Rezepte: Kochen mit Lisl Wagner-Bacher

Barmherzige Brüder & Christliche Welt

  • Internationale Hospitalität - Eindrücke vom Generalkapitel
  • Spatenstich in Graz

Kultur & Gesellschaft

  • Nebenbei: Lieblingsspielzeug
  • Albanien: Kräuterland unbekannt
  • Österreichs Lieblingsspeise - Wiener Schnitzel
  • Podcasts: Vom Wohnzimmer in die ganze Welt
  • Natur: Entfernte Verwandte

Rubriken

  • Meditation: „Karfreitag - Ostersonntag“
  • Inspiration: „Zeitfenster Fastenzeit“
  • Rätsel: Kreuzworträtsel, Sudoku

Als PDF-Datei können Sie das Inhaltsverzeichnis des Magazins Granatapfel 4/2019 hier downloaden.

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