Gutes Bauchgefühl

Granatapfel-Magazin 6/2021

Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung vermindert das Darmkrebs-Risiko, erklärt Oberärztin Dr. Ute Enökl-Tomantschger im aktuellen Granatapfel-Magazin.

 

„Wir müssen uns unserem Schicksal nicht einfach ergeben, sondern haben mehr Einfluss, als uns bewusst ist“, weiß die Fachärztin für Innere Medizin und Onkologin Oberärztin Dr. Ute Enökl-Tomantschger vom Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan. Denn nur ein Teil der Krebserkrankungen ist auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen. Zwei Drittel werden durch den Lebensstil begünstigt: unausgewogene Ernährung, Rauchen und Bewegungsmangel sind dabei die wichtigsten Faktoren. Bei Darmkarzinomen könnten vier von hundert durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden.

 

 

Risiko mit Ernährung senken

Jede Krebserkrankung fängt klein an – mit einer einzigen Zelle, die sich den Kontrollmechanismen des Körpers entzieht und beginnt, sich ohne „Befehl von oben“ zu teilen. Die entstandene Zellgruppe zwingt die Nachbarzellen, sie vor dem Immunsystem zu schützen und bildet eigene Blutgefäße, um sich zu versorgen. Das funktioniert besonders gut, wenn im Körper ein chronischer Entzündungszustand herrscht. „Hier kommt die Ernährung ins Spiel, insbesondere durch Omega-3-Fettsäuren, sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe und Ballaststoffe“, so Oberärztin Enökl-Tomantschger. Ballaststoffe nähren die Darmflora und wirken im Rahmen ihrer Verarbeitung im Darm auch entzündungshemmend.

 

Omega-3-Fettsäuren haben ebensolche Eigenschaften. Gleichzeitig muss aber die Zufuhr an den entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren gesenkt werden. Optimaler Weise sollte das Verhältnis dieser Fettsäuren ausgeglichen sein. In einer typisch westlichen Ernährung nehmen wir aber etwa 20 Mal mehr Omega-6- als Omega-3-Fettsäuren auf. Damit wird eine latente Entzündung gefördert.

 

Das Bild zeigt einen Mann mit einem Korb voller Gemüse.

 

Auch sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die im Obst und Gemüse enthalten sind, haben zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen. „Wie erst in den vergangenen Jahren erforscht wurde, haben diese Substanzen zum Teil epigenetische Wirkungen. Das bedeutet, sie können gewisse Gene in Körperzellen an- und ausschalten, wirken also indirekt auf unser Erbgut“, erklärt die Fachärztin für Innere Medizin. „Ein hochinteressantes Forschungsfeld, das zeigt, dass wir unseren Genen nicht hilflos ausgeliefert sind.“

 

Den gesamten Beitrag können Sie in der Rubrik „Highlights der letzten Hefte“ downloaden.

 

 

Weiters lesen Sie in der Juni-Ausgabe des Granatapfel-Magazins:

Gesundheit & Lebenshilfe

  • Inkontinenz: Es gibt eine Lösung
  • Folgenreiche Fußfehlstellungen
  • Post Covid: Genesen und doch krank
  • Hospize, Palliativstationen: Ja zum Leben sagen
  • Aussaatkalender für Juni
  • Garten: Paradies für Vögel
  • Kräuterpfarrer Benedikt: Die Brennnessel
  • Rezepte: Drei Mal Forelle

Orden & Mitarbeiter

  • Kneipps Nachfolger
  • Abschied von Eggenberg
  • Provinzverwaltung: Prozesse im Blick

Kultur & Gesellschaft

  • Glosse „Nebenbei“: Die Müllabfuhr
  • Lego: Stein für Stein
  • Kanu-Fahrt: Fast lautlos über die Raab
  • Glocken: Die Lebenden rufe ich …
  • Natur: Im Tümpel

Rubriken

  • Meditation: Dein Ebenbild
  • Inspiration: Unterwegs
  • Rätsel: Sudoku und Kreuzworträtsel

 

Download des Inhaltsverzeichnisses "Granatapfel-Magazin" Juni 2021

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