Wir trauern um Frater Berthold Wöss

Frater Berthold wurde am 18. November 2019, versehen mit den heiligen Sakramenten, vom Herrn zu sich berufen.

 

Am 5. September 1927 als einziges Kind seiner Eltern geboren, sollte er deren Betrieb übernehmen. Dafür erlernte er den Beruf des Fleischhauers und absolvierte eine kaufmännische Ausbildung. Die Entscheidung für den Orden fiel ihm als einziges Kind der Familie nicht leicht, doch schließlich folgte er – mit Zustimmung der Eltern – seiner Berufung und trat 1952 bei den Barmherzigen Brüdern in Linz ein.

 

Nach dem Postulantat und dem Noviziat folgte die Berufsausbildung. Er legte seine einfache Profess am 8. September 1953 und seine feierliche Profess am 15. August 1957 ab.

 

Frater Berthold wählte den Kanzleidienst. So waren auch seine weiteren Tätigkeiten im Orden im Bereich der Verwaltung: Nach einem Jahr in der Kanzlei des Seelsorgers in Linz folgten zwölf Jahre in der Zahlstelle des Kurhauses Schärding.

 

Im Jänner 1967 wurde er nach Wien berufen, um den Provinzsekretär und den Provinzökonomen als Kanzleikraft zu unterstützen. Am 19. Juli 1968 wurde er selbst zum Provinzsekretär ernannt. Hier zählten neben der Korrespondenz und Kassaführung auch die Vermittlung von Krankenhausbetten oder Altenheimplätzen für Bedürftige zu seinen Aufgaben. Als Provinzsekretär diente er mehreren Provinzialen, die nicht nur seine schöne Handschrift, sondern auch seine Gewissenhaftigkeit und sein gutes Gedächtnis sowie seine Liebenswürdigkeit und Herzlichkeit schätzten. Ab 1995 war er als Missionssekretär tätig.

 

 

Eine bekannte Persönlichkeit

In all den Jahren machte er sich jeden Tag am späteren Nachmittag mit der Aktentasche in der Hand auf den Weg vom Provinzialat im zweiten Bezirk zur Post auf der anderen Seite des Donaukanals, in den ersten Bezirk. Vielen AnrainerInnen ist wohl bis heute der kleine Ordensbruder, der eiligen Schrittes mit im Wind wehendem Habit die Schwedenbrücke überquert, in Erinnerung.

 

Geprägt war Frater Bertholds Leben stets von seinem tiefen Glauben und seiner Frömmigkeit. Sie ließen ihn auch schwere Zeiten, wie eine langwierige Wirbelsäulenverletzung und eine lebensbedrohliche Darmerkrankung, geduldig ertragen.

 

 

Stationen aus dem Leben von Frater Berthold

 

Unerschütterliches Gottvertrauen und Vorbild

Als Barmherziger Bruder war Frater Berthold seinen Mitbrüdern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Vorbild: Er war bescheiden, strahlte eine authentische Einfachheit aus, hatte ein unerschütterliches Gottvertrauen und liebte die Gottesmutter Maria.

 

Von ihm konnten wir alle lernen, ein „ganz normaler“ Mensch zu sein, ohne etwas Besonderes tun zu müssen oder ein besonderes Amt innezuhaben. Wenn wir auf Gott vertrauen und mit ihm im Gebet verbunden bleiben, in den schwierigen Zeiten genauso wie in jenen Augenblicken, in denen wir froh sind, dann dient alles einem heiligmäßigen Leben. Das wollte Frater Berthold uns allen wohl durch sein Leben und sein Vorbild sagen.

 

Ein großes Vorbild war er über Jahrzehnte insbesondere allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Provinzverwaltung der Barmherzigen Brüder Österreich, die in der täglichen Zusammenarbeit von ihm lernen durften, was Glaube, Liebe und Hoffnung vermögen und wie ein glückliches, erfülltes Leben gelingen kann.

 

Unser großer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Wiener Krankenhauses, die Frater Berthold in allen Momenten seiner langen, schweren Krankheit liebevoll und vorbildlichst begleitet haben.

 

Wir danken Gott, dass wir einen Teil unseres eigenen Lebensweges gemeinsam mit Frater Berthold gehen durften!

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