Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie

Wiederherstellungschirurgie (Rekonstruktive Chirurgie)

Die Rekonstruktive Chirurgie befasst sich mit der Wiederherstellung nach Tumoroperationen oder Unfällen sowie der Schaffung normaler Form und Funktion bei angeborenen Fehlbildungen. Bei diesen unterschiedlichen Indikationen ist eine große Methodenvielfalt notwendig. Das Grundprinzip ist die Verlagerung gesunden Gewebes aus einer Körperregion in einen Defekt einer anderen Region. Wir kooperieren dabei mit

den entsprechenden Fachdisziplinen, denn die Entscheidung über die Wahl der Rekonstruktionsmethode und des verwendeten Gewebes ist vielfach so komplex, dass sie neben fachlicher Kompetenz auch entsprechende Erfahrung erfordert.

 

 

Häufig gestellte Fragen:

Wer ist mein Ansprechpartner?

An der Ambulanz der Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie steht ihnen jeden Tag ein Facharzt zur Verfügung welcher das gesamte Spektrum der Wiederherstellungschirurgie beherrscht. Wir bitten Sie bei planbaren Fällen einen Termin zu vereinbaren.

 

In dringenden Fällen steht ihnen jeden Tag 24 Stunden ein Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie zur Verfügung. Im Bedarfsfall bitten wir Sie sich vom Portier verbinden zu lassen.

Rekonstruktion des Lymphabflusses?

Bei Erkrankung des Lymphsystems wird zwischen primären und sekundären Lymphödemen unterschieden. Dies bezieht sich auf die Ursache. Ein sogenanntes primäres Lymphödem entsteht durch die mangelnde Ausbildung von Lymphbahnen oder Lymphabflusswegen, während ein sekundäres Lymphödem in der Regel durch eine Erkrankung oder deren Behandlung verursacht wird (z.B. Lymphknotenentfernung im Bereich der Achsel bei Brustkrebs).

 

Primäre Lymphödeme:

Primäre Lymphödem bedürfen einer intensiven Kooperation zwischen Lymphologen, Lymphtherapeuten und Chirurgen. Wir kooperieren hierfür mit Prim Döller, Zentrum für Lymphologie in Krankenhaus Wolfsberg. Jeder chirurgischen Intervention geht eine ausführliche Beurteilung, sowie eine Unterweisung in konservativen Maßnahmen voraus.

 

Sekundäres Lymphödem:

Sekundäre Lymphödem entstehen durch die Beeinträchtigung des Lymphabflusses. Dies wird weltweit betrachtet am häufigsten durch Infektionskrankheiten verursacht. In unseren Breiten sind Lymphabflussprobleme jedoch zumeist nach chirurgischer Entfernung der Lymphknotenpakte in Achselhöhle oder Leiste nach Tumorerkrankungen zu beobachten. Ähnlich der Behandlung beim primären Lymphödem erfolgt auch hier primär eine Vorstellung im Zentrum für Lymphologie in Wolfsberg. Bei Bestehen des Lymphödems über 3 – 6 Monate kann eine chirurgische Therapie zielführend sein.

 

Es gibt hierfür mehrere beschriebene Möglichkeiten den Lymphabfluss zu rekonstruieren:

 

1.      Lympho-venöse Anastomosen: Diese Methode wird bereits seit über 20 Jahren angewandt. Es werden hierbei die gestauten Lymphgefäße unter mikroskopvergrößerung direkt an Venen angeschlossen, sodass die Lymphe über das venöse System abgeleitet werden kann. Dieser Eingriff kann über mehrere kleine Hautschnitte am betroffenen Körperteil durchgeführt werden. Leider zeigten neueste Studien einen nur vorübergehenden Erfolgt nach derartigen Behandlungen.

 

2.      Lymphgefäßtransplantation: Diese von Prof. Baumeister erfundene Methode versucht den zerstörten Anteil des Lymphsystems zu überbrücken. Es werden hierfür vom Oberschenkel 2 – 3 Lymphgefäße entnommen und diese unter dem Mikroskop vor und nach der blockierenden Stelle des Lymphsystems mit funktionierenden Lymphgefäßen verbunden. So kann z.B. der Lymphfluss aus einem Lymphgefäß am Oberarm unter Umgehung der zerstörten Lymphgefäße in der Achselhöhle direkt in die Lymphgefäße am Hals abgeleitet werden. Diese Methode ist ebenfalls seit über 20 Jahren bekannt und führt bei etwa zwei Drittel der behandelten Patientin zu einer deutlichen Befundbesserung.

 

3.      Lymphknotenpakettransplantation: Diese Operationsmethode versucht bei fehlenden Lymphgefäßanschluss die Möglichkeit der Lymphableitung zu schaffen. Hierfür wird aus Leiste oder Achsel ein Lymphknotenpaket entnommen und an die betroffene Region verpflanzt. Hierfür werden die versorgenden Blutgefäße unter dem Mikroskop in der Empfängerregion angeschlossen. Grundgedanke dieser Methode ist, so eine natürliche Überleitung der Lymphe vom Lymph- in das Blutgefäßsystem zu ermöglichen. Leider gibt es zu dieser Operationsmethode in der aktuellen Literatur nur wenige Arbeiten, welche die Wirksamkeit bestätigen.

 

An unserer Abteilung werden daher in der Regel die Lymphgefäßtransplantationen durchgeführt. Nur in speziellen Indikationen werden lympho-venöse Anastomosen oder die Lymphknotentransplantation durchgeführt.

 

Die Behandlung erfolgt nach Evaluierung im Zentrum für Lymphologie in Wolfsberg. Nach Aufnahme am Vortag der Operation erfolgt der Eingriff welcher ca. 3 – 4 Stunden dauert. Bei unauffälligem Heilungsverlauf können Sie nach 3 – 4 Tagen mit einem Schutzverband in häusliche Pflege entlassen werden. Die Behandlung nach dem lymphchirurgischen Eingriff wird, abhängig vom operativen Vorgehen, individuell festgelegt. Es kann in der Regel durch den bereits zuvor in die Behandlung eingebundenen Lymphtherapeuten durchgeführt werden. Verlaufskontrollen finden nach 3, 6 und 12 Wochen und in weiterer Folge jährlich statt.

 

Wann soll ich mich in der Sprechstunde für Lymphchirurgie melden?

Besteht nach Lymphknotenausräumung eine über 3 Monate andauernde Schwellung bitten wir Sie an unserer Lymphsprechstunde vorstellig zu werden. Um raschen Überblick über Ihre Krankehit zu gewinnen ersuchen wir Sie, alle bisherigen Befunde mitzubringen. Das weitere Vorgehen wird hiernach individuell mit Ihnen festgelegt.

 

Ästhetische Eingriffe bei Lymphödem/Lipolymphödem:

Nach vorangegangener Evaluierung durch den Lymphologen führen wir auch konturformende Eingriffe bei Lymphödem/Lipolymphödem durch. Diese erfolgen in der Regel durch achsgerechte Liposuction. Auch hier ist die Kooperation mit dem behandelnden Lymphologen/Lymphtherapeuten von entscheidender Wichtigkeit für den langfristigen Erfolgt. Eine Behandlungsstrategie wird in Kooperation nach Ihren Wünschen festgelegt.

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