Welthepatitistag am 28. Juli 2018

„Find the missing millions“ - das war das Motto des diesjährigen Welthepatitstages. Denn rund 300 Millionen infizierte Menschen weltweit und davon rund 20.000 - 30.000 ÖsterreicherInnen wissen noch nichts von ihrem Schicksal. Durch den meist schleichenden Krankheitsverlauf bemerken die Betroffenen lange Zeit keine Beschwerden, weshalb die chronische Leberentzündung jahrelang unbemerkt bleiben kann. Aus diesem Grund gilt es Maßnahmen zur Früherkennung und Behandlung zu fördern, um Fälle von Leberzirrhose und den Folgen bis zum Krebs vorzubeugen.

 

 

Diagnoserate von 30% bis 2020

Mit der Kampagne der Hepatitis Hilfe Österreich (HHÖ) sollen innerhalb von drei Jahren sämtliche Barrieren auf dem Weg zur Diagnose und in weiterer Folge zur effektiven Therapie beseitigt werden, um bis 2020 eine Diagnoserate von 30% zu erreichen. Zu den größten Herausforderungen zählen zum einen das mangelnde Wissen über virale Lebererkankungen, aber auch die Möglichkeiten, sich testen zu lassen.

 

 

Früherkennung durch Umstellung der Parameter

Wissenschaftliche Fachgesellschaften, wie die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie, fordern hierfür eine Umstellung der Parameter, die im Rahmen einer Gesundenuntersuchung durch die Sozialversicherungen in Österreich durchgeführt werden.

 

„Statt der ungenauen GGT, die jetzt bestimmt wird, sollte die GPT, die preislich im selben Bereich liegt, durchgeführt werden. Zudem gibt es seit wenigen Jahren Möglichkeiten, den Schweregrad einer chronischen Lebererkrankung durch ultraschallähnliche Methoden, wie die Fibrosescan-Elastographie ohne Leberbiopsie, festzustellen. Jedoch sind die Geräte leider sehr teuer, dementsprechend nur in wenigen Zentren verfügbar und zudem wird die Untersuchung derzeit nicht von der Krankenkasse bezahlt“, erklärt Prim. Prof. Priv.-Doz. Dr. Arnulf Ferlitsch, Abteilungsvorstand der Inneren Medizin I im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien, im Rahmen einer Pressekonferenz zum Welthepatitistag.

 

v.l.n.r. Martin Prais, Ao. Univ. Prof. Dr. Petra E. Munda, Prim. Prof. Priv. Doz. Dr. Arnulf Ferlitsch, Angelika Widhalm und Mag. Dr. Margit Winterleitner

v.l.n.r. Martin Prais, Ao. Univ. Prof. Dr. Petra E. Munda, Prim. Prof. Priv. Doz. Dr. Arnulf Ferlitsch vom Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien, Angelika Widhalm und Mag. Dr. Margit Winterleitner

 

 

Ausrottung von Hepatitis C

Eines der erklärten Ziele der WHO besteht vor allem in der Ausrottung der Hepatitis C. Hierfür sollen bis 2030 Neuinfektionen und Virushepatitis um 90% reduziert werden. Das gelingt bei der Hepatitis C durch die hervorragenden und einfachen Therapiemöglichkeiten, bei der Hepatitis B durch Impfung. Führerkennung, Untersuchung von Risikogruppen und Bewusstseinsbildung in der gesunden Bevölkerung sind dabei wesentliche Eckpfeiler.

 

 

Testoffensive

„Da die Zahl der Lebererkankungen weltweit dramatisch ansteigt, startet die HHÖ eine Testoffensive und lädt alle Österreicherinnen und Österreicher ein, sich kostenlos testen zu lassen“, so Angelika Widhalm, Vorsitzende der Hepatitis Hilfe Österreich. Denn nur durch offensives Handeln, Aufklärung und den Abbau von Stigmatisierungen kann das Ziel der Erhöhung der Diagnoserate erreicht werden.

 

Die Website der Heptitis Hilfe Österreich finden sie hier (www.gesundeleber.at).

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien
Johannes-von-Gott-Platz 1
1020 Wien
Telefon: 0043 1 21121-0
Fax: 0043 1 21121-1333

Aktives Mitglied der

 

  • btnsocialmail.png
  • btnsocialfacebook.png

KRANKENHAUS
der Barmherzigen Brüder Wien
Johannes-von-Gott-Platz 1
1020 Wien

Telefon: 0043 1 21121 0
Fax: 0043 1 21121 1333

Darstellung: