Von der Vergangenheit in die Zukunft

Um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Krankenpflege ging es beim Symposion zum 40-Jahr-Jubiläum der Pflegeakademie Ende September.

 

Im Herbst 1978 begann der Unterricht an der Pflegeakademie der Barmherzigen Brüder in Wien. Ein Rückblick auf die 40-jährige Geschichte der Pflegeakademie spiegelt auch die Entwicklung der Pflege in dieser Zeit wieder. Den Grundstein für die „Pflegeschule“, wie sie damals hieß, legte Maria Wachtler, die auch 20 Jahre deren Direktorin war. Entsprechend den Anforderungen an die Pflege wurden im Laufe der Jahre unterschiedlichste Ausbildungsformen in das Programm aufgenommen: zum Beispiel Nostrifikationslehrgänge für Pflegepersonen aus dem Ausland, Aufschulungen von Sanitätsunteroffizieren zu diplomierten Pflegepersonen oder die Sonderausbildung für Intensivpflege.

 

 

Akademisierung der Ausbildung

Ein wichtiger Schritt war die Akademisierung der Pflegeausbildung, dafür nahm Maria Wachtler Kontakt mit der „Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik“ (UMIT) in Tirol auf. Ab 2007 konnte die Pflegeakademie – nun unter der Direktorin Mag. Barbara Zinka – in Kooperation mit der UMIT das „Kombistudium Pflege“ anbieten. Dir. Zinka hat in ihrer bisher 16-jährigen Amtszeit darüber hinaus weitere Akzente gesetzt. Neben der Einführung der Weiterbildungen in Praxisanleitung, Stroke Units- und onkologischer Pflege erwähnte sie beim Symposion die Ausbildung gehörloser SchülerInnen: „Wir hatten einen Pflegehilfe-Lehrgang mit fünf gehörlosen TeilnehmerInnen und der erste gehörlose diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger wurde bei uns ausgebildet.“


Seit dem Studienjahr 2017/18 stellt die Pflegeakademie in Kooperation mit der Fachhochschule Campus Wien 24 Studienplätze für das Bachelorstudium „Gesundheits- und Krankenpflege“ zur Verfügung. Und ab dem kommenden Jahr bietet man in Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien den Universitätslehrgang für Intensivpflege an.

 

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Stärkere ZusammenarbeitDoch der Blick richtete sich beim Symposion nicht nur auf die Pflegeakademie, sondern auch auf die Krankenpflege und ihre Zukunft. Wie die Zusammenarbeit der einzelnen Berufsgruppen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen aussehen könnte, analysierte Dkfm. Dr. Christoph Zulehner, der sich als Unternehmensberater auf das Gesundheitswesen spezialisiert hat und auch an der Pflegeakademie unterrichtet. Er meinte, dass vor dem Hintergrund der Spezialisierung in der Medizin mit immer neuen Fachrichtungen in Zukunft eine noch stärkere Zusammenarbeit über die einzelnen Berufsgruppen hinaus nötig sein wird.

 

„Wir werden immer seltener allein etwas lösen“, betonte Zulehner, „sondern mit anderen kooperieren, inklusive Computern. Künstliche Intelligenz wird unser Partner sein. Wichtig ist, dass wir unterscheiden, was sie kann und was wir Menschen können“, so Zulehner.

 

 

Spiritual CareEinen speziellen Aspekt der Krankenpflege thematisierte der Jesuit, Psychiater und Psychoanalytiker Prof. Dr. Eckhard Frick: Spiritual Care. Es gehe dabei darum, mit PatientInnen Gespräche über existentielle, spirituelle Themen führen zu können. Und zwar müsse man, so Frick, Raum öffnen, in dem der Patient, wenn er möchte, spirituelle Themen ansprechen kann.

 

Dieses Angebot müsse sich an alle Patienten, auch an andersgläubige und nicht-getaufte richten. Es dürfe nicht auf die Krankenhausseelsorge abgeschoben werden und mangelnde Zeit dürfe keine Ausrede sein. Es bedürfe aber einer speziellen Ausbildung. Wobei es nicht reiche, so Frick, einzelne Mitarbeiter zu schulen, sondern es müsse im Rahmen der Personalentwicklung Raum dafür geschaffen werden. Denn alle, die direkt mit Menschen arbeiten, hätten den Auftrag zu Spiritual Care, also die spirituellen Bedürfnisse der Menschen wahrzunehmen.

 

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Ausbildung ist keine NebensacheZur Schaffung und Weiterentwicklung einer breit abgestützten Gemeinschaft von Besten in Forschung, Lehre und Dienstleistung engagiert sich das Universitätsspital Zürich (USZ) für die betriebliche, berufliche und akademische Aus-, Weiter- und Fortbildung. Mit strukturiert- er Nachwuchsförderung soll auch künftig die optimale Gesundheitsversorgung gewährleistet werden. Denn „Ausbildung ist keine Nebensache, es handelt sich bei den Auszubildenden um unsere künftigen Kollegen und Kolleginnen, bzw. um jene Pflegepersonen, die uns selbst in 20, 30 oder 40 Jahren betreuen werden“ unterstrich Dr. Eva-Maria Panfil, Leiterin Bildung des USZ, in ihrem Referat. Am Nachmittag erhielten die Teilnehmenden u.a. einen Einblick in das österreichweit einmalige Praxisprojekt „Lernstation“ im Rahmen des Kombistudiums Pflege sowie in die Lehr- und Lernmethoden an der Pflegeakademie durch Lehrende und Absolventen.
 

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien
Johannes-von-Gott-Platz 1
1020 Wien
Telefon: 0043 1 21121-0
Fax: 0043 1 21121-1333

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