Antibiotika: Was ist zu beachten?
Wir alle kennen das: Man fühlt sich richtig krank, der Hals kratzt oder die Blase brennt, und der Arzt verschreibt ein Antibiotikum. Aber was genau passiert da eigentlich im Körper? Und warum ist die Packungsbeilage gefühlt so lange wie ein Roman? Damit Ihre Behandlung den bestmöglichen Erfolg erzielt und Sie schnell wieder auf die Beine kommen, sollten Sie folgendes beachten:
Warum überhaupt ein Antibiotikum?
Antibiotika sind unsere schärfsten Waffen gegen Bakterien. Wichtig zu wissen: Gegen Viren (die meistens hinter einer klassischen Erkältung oder Grippe stecken) sind sie machtlos. Ihr Arzt verschreibt Ihnen ein Antibiotikum also nur dann, wenn er sicher ist, dass bakterielle Erreger im Spiel sind.
Der Takt macht die Musik: Timing und Dosierung
Bakterien vermehren sich schnell. Um sie in Schach zu halten, muss der Wirkstoffspiegel in Ihrem Blut konstant bleiben. Das heißt, die Einnahmezeiten und -Intervalle sind ausschlaggebend für den Erfolg der Therapie. Wenn "3-mal täglich" auf dem Rezept steht, bedeutet das idealerweise eine Einnahme alle 8 Stunden.
Mit oder ohne Essen?
Manche Antibiotika vertragen sich nicht mit Milchprodukten (Kalzium!), andere brauchen eine Einnahme zur Mahlzeit, um den Magen zu schonen. Fragen Sie uns bei der Abholung einfach – wir sagen Ihnen genau, wann der beste Zeitpunkt ist.
Die "Goldene Regel": Bitte die Therapie nicht vorzeitig abbrechen!
Das ist der wohl wichtigste Punkt. Oft fühlen wir uns nach zwei Tagen schon deutlich besser. Die Versuchung ist groß, die Therapie dann abzubrechen- das ist keine gute Idee.Wenn Sie die Therapie zu früh beenden, überleben die hartnäckigsten Bakterien. Diese "lernen" dann, wie sie das Medikament austricksen können. So entstehen Resistenzen. Das bedeutet: Beim nächsten Mal hilft dieses Antibiotikum vielleicht nicht mehr.
Wenn der Bauch grummelt: Nebenwirkungen
Da Antibiotika nicht zwischen "bösen" Bakterien und den "guten" Bakterien in unserem Darm unterscheiden können, kommt es manchmal zu Durchfall oder Übelkeit.
Unser Tipp: Sogenannte Probiotika können helfen, die Darmflora zu unterstützen und schon während oder nach der Einnahme wieder aufzubauen. Wir können Ihnen gute Produkte empfehlen.
Hautreaktionen: Sollten Sie einen Ausschlag bemerken, setzen Sie das Medikament ab und halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt oder uns.
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