Kapellensegnung

durch Kardinal Christoph Schönborn in Kritzendorf

Am 10. Jänner 2022 segnete Kardinal Christoph Schönborn im Rahmen eines Festgottesdienstes zwei Kapellen bei den Barmherzigen Brüdern in Kritzendorf.

 

Diese befinden sich in den Konventen der Schwesterngemeinschaften „Schwestern der Notleidenden“ und „Königin der Apostel“, die in der Kritzendorfer Betreuungseinrichtung in der Pflege und Seelsorge der Bewohner*innen tätig sind.

 

In Anwesenheit des Provinzials der Österreichischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder, Frater Saji Mullankuzhy OH, stand Kardinal Schönborn dem Festgottesdienst vor. In seiner Predigt nahm er Bezug auf die Berufung von Ordensangehörigen und meinte sinngemäß, „wer sich mit Gott auf den Weg macht, der kommt beim Nächsten an“. Damit wies er auf das Charisma der nun drei in Kritzendorf wirkenden Ordensgemeinschaften hin, die im Sozial- und Gesundheitsbereich tätig sind.

 

Nach dem Gottesdienst erfolgte die Segnung der neuen Kapellen in den Konventen der beiden geistlichen Gemeinschaften.

 

Kapellensegnung durch Kardinal Christoph Schönborn in Kritzendorf

Beim Festgottesdienst: Pater Ulrich Lessmann, OSB (Hausseelsorger), Pater Provinzial Saji Mullankuzhy, Sac., Kardinal Dr. Christoph Schönborn OP und OA Dr. Ignaz Hochholzer

 

In den beiden neuen Konventen wohnen insgesamt neun Schwestern. Sie haben eine Krankenpflegeausbildung absolviert und werden in Zukunft bei der Betreuung der Bewohner*innen im Heim der Barmherzigen Brüder in Kritzendorf mitwirken und Aufgaben in der Seelsorge übernehmen.

 

„Es ist eine große Freude, dass wir auf diese professionelle Unterstützung zählen dürfen, die vor allem auch den menschlichen Aspekt und die geistliche Dimension des Menschen im Blick hat“, erklärte Pater Provinzial Saji Mullankuzhy. „Mit den Missionsschwestern Königin der Apostel pflegen wir schon seit Jahren eine ganz wunderbare Zusammenarbeit und mit den Sisters of the Destitute aus Indien, die jetzt ihren ersten Konvent in Österreich eröffnen, bin ich persönlich sogar seit meiner Kindheit verbunden.“

 

Kapellensegnung durch Kardinal Christoph Schönborn in Kritzendorf

Kardinal Dr. Christoph Schönborn segnet die Kapelle der Gemeinschaft der "Schwestern der Notleidenden".

Kapellensegnung durch Kardinal Christoph Schönborn in Kritzendorf

 

„Königin der Apostel“

Die Missionsschwestern „Königin der Apostel“ (Societas Missionalis Sororum Reginae Apolostolorum, SRA) ist eine römisch-katholische Missionsgesellschaft, die 1923 in Wien gegründet wurde. 1927 wurden die ersten Ordensfrauen nach Indien entsandt und 1939 die ersten indischen Schwestern in die Gemeinschaft aufgenommen. 1949 erhielten die Missionsschwestern ihre päpstliche Approbation. Seit 1965 sind auch indische Schwestern in Europa tätig.

 

Neben den Niederlassungen in Österreich (Wien, Hollabrunn, Lieseregg, Kritzendorf und Ried) ist die Gemeinschaft auch in Indien, Deutschland, Italien, auf den Philippinen, in Uganda sowie in der Slowakei tätig. Weltweit gehören ihr über 800 Schwestern an.

 

In Indien und auf den Philippinen betreut die Kongregation vor allem Sozialeinrichtungen und Schulen, in Europa arbeiten die Schwestern hauptsächlich in der Krankenpflege und in Kindergärten. Eines ihrer Ziele seit 1923, das bis heute nichts an Aktualität verloren hat: das Evangelium in die indische Kultur zu verwurzeln und das harte Los der indischen Frauen nachhaltig zu verbessern.

 

 

Schwestern der Notleidenden

Die Gemeinschaft der „Sisters of Destitute“ (Schwestern der Notleidenden) wurde 1927 in Chunangamvely, Alwaye gegründet und ist die erste Kongregation für Frauen im südwestindischen Bundesstaat Kerala, deren Ziel es ist, für Notleidende jeder Kaste, Weltanschauung und Religion zu sorgen. Die Ordensschwestern sind als Ärztinnen, Krankenpflegerinnen, Gesundheitsberaterinnen, Anwältinnen, Physiotherapeutinnen, Sozialarbeiterinnen oder Lehrerinnen in Asien, Europa, Afrika und den USA tätig. Das Hauptziel der Kongregation ist die Sorge um psychologische, emotionale, spirituelle und physische Hilfe, wie sie insbesondere von den Notleidenden benötigt wird.

 

Die Gemeinschaft unterhält in Indien Einrichtungen für Kranke und Notleidende, Rehazentren Kinder mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen, Gesundheitszentren für Aids- und Krebskranke, Tageszentren für Jugendliche und Kleinkinder arbeitender Mütter, Arzneimittelausgaben für Arme, Büchereien, Altenheime oder Schulen.

 

Kapellensegnung durch Kardinal Christoph Schönborn in Kritzendorf

Kardinal Dr. Christoph Schönborn und Schwestern der Notleidenden

 

 

Barmherzige Brüder

Die Österreichische Ordensprovinz ist eine von weltweit 18 Ordensprovinzen. Die Barmherzigen Brüder sind in 52 Staaten mit 404 Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens auf allen Kontinenten vertreten. Geführt werden die Einrichtungen von weltweit ca. 1.000 Ordensbrüdern gemeinsam mit etwa 64.000 haupt- und 29.000 ehrenamtlich Mitarbeitenden. Pro Jahr werden weltweit neben unzähligen Eintages-PatientInnen aus den Bereichen Day Care und Day Surgery rund 24 Millionen ambulante Kontakte und ca. 900.000 stationäre PatientInnen versorgt.

 

In der Österreichischen Ordensprovinz mit Standorten in Österreich, Tschechien, Ungarn und der Slowakei betreiben die Barmherzigen Brüder gemeinsam mit fast 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an rund 30 Standorten zwölf Krankenhäuser sowie zahlreiche weitere Sozial- und Gesundheitseinrichtungen wie Alten- und Pflegeheime, Lebenswelten für Menschen mit Behinderungen, eine Therapiestation für Drogenkranke, Hospize sowie Kur- und Wellnesseinrichtungen. 2020 erfolgten in den österreichischen Einrichtungen trotz Corona-Pandemie 109.822 stationäre Aufnahmen, 686.078 ambulante Patientenkontakte und 46.982 Operationen.

 

Nach dem Vorbild des Ordensgründers, des heiligen Johannes von Gott (1495-1550), betreuen die Barmherzigen Brüder Menschen ungeachtet der Herkunft, der Religion, des Geschlechtes oder des sozialen Status und wollen nach ihren Möglichkeiten für alle Hilfesuchenden verfügbar sein. Ein Kennzeichen des Ordens ist der Versuch, mit innovativen und nachhaltigen Lösungen drängenden Problemen im Gesundheits- und Sozialbereich zu begegnen und diese mit Professionalität und christlicher Nächstenliebe umzusetzen.

 

 

Definition Kapelle

Eine Kirche ist gemäß Kirchenrecht ein geweihter Ort, der für den Gottesdienst bestimmt und für Gläubige öffentlich zugänglich ist. Eine Kapelle ist hingegen der Gebets- oder Gottesdienstraum einer kirchlichen Gemeinschaft oder eines definierten Kreises von Gläubigen. Die Errichtung von Kapellen ist durch den Ortsordinarius (Bischof) zu genehmigen. Sie müssen nicht wie Kirchen geweiht, sondern gesegnet werden.

 

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