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Österreichische Ordensspitäler arbeiten nachhaltig

Die große Bedeutung, die die 23 Ordensspitäler in Österreichs Gesundheitssystem haben, beschreibt ihr derzeitiger Sprecher Direktor Adolf Inzinger von den Barmherzigen Brüdern.

23 Ordensspitäler, die von katholischen Frauen- und Männerorden gegründet wurden, gibt es in Österreich. 1978 haben sie sich in der „Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Ordensspitäler“ zusammengeschlossen. Seit November 2019 ist der Gesamtleiter der Österreichischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder, Direktor Adolf Inzinger, ihr Sprecher.

 

„Wir sind kein Zusammenschluss im herkömmlichen Sinn, sondern eine Inter­essens­gemein­schaft“, erklärt er. Die Vertreter der Ordensspitäler treffen sich regelmäßig mehrmals im Jahr und zusätzlich zur Herbsttagung, die im November 2020 virtuell abgehalten wurde.

 

Es gehe darum, die Interessen der Spitäler zu vertreten, etwa bei gemeinsamen Verhandlungen mit der Politik, erläutert Direktor Inzinger die Bedeutung des Zusammenschlusses. „Der wichtigste Punkt ist, dass wir gemeinsame Ziele formulieren und diese miteinander verfolgen.“

 

Nachhaltigkeit ist ein Thema, dem sich die Arbeitsgemeinschaft besonders verschrieben hat. Mittlerweile sind fast alle Ordensspitäler nach dem EU-Umweltstandard EMAS zertifiziert.

Auch trägerübergreifende Kooperationen gibt es, zum Beispiel im Ordensklinikum Linz zwischen den Elisabethinen und den Barmherzigen Schwestern oder die Entwicklung der Spitalskooperation Graz-Mitte zwischen den Elisabethinen und den Barmherzigen Brüdern.

 

 

WICHTIGER WIRTSCHAFTSFAKTOR

 

Außer in Niederösterreich und Vorarlberg gibt es in allen Bundesländern Ordenskrankenhäuser. Jedes fünfte Krankenhausbett in Österreich steht in einem katholischen Ordensspital. Mancherorts ist die medizinische Versorgung ohne sie nahezu undenkbar. Ihr Einfluss auf den Gesundheitsmarkt und darüber hinaus auch auf die ökonomische Entwicklung in den jeweiligen Regionen ist nicht zu unterschätzen. Besonders in strukturschwachen Gebieten sind die Ordenskrankenhäuser wichtige Arbeit- und Impulsgeber für die regionale Wirtschaft.

 

Das Bild zeigt das Ordensklinikum Wels-Grieskirchen, Standort Wels.

Klinikum Wels-Grieskirchen zählt zu den größten Arbeitgebern in Österreich.

 

 

Das Brüder-Krankenhaus in Eisenstadt etwa ist mit über 1.250 MitarbeiterInnen der größte private Dienstgeber im Burgenland und das Klinikum Wels-Grieskirchen, eine Einrichtung der Kreuzschwestern und der Franziskanerinnen, zählt mit über 3.700 MitarbeiterInnen zu den größten Arbeitgebern in ganz Österreich. Gemeinsam sind die Ordensspitäler mit rund 23.000 MitarbeiterInnen der größte gemeinnützige Träger in der stationären Krankenversorgung.

 

Der Artikel ist dem Magazin "Granatapfel" der Barmherzigen Brüder entnommen. Den gesamten Beitrag können Sie hier downloaden.

 

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