Gebetswoche für Berufungen der Hospitalität

Dienstag, 25. April 2023

Immer aufbruchbereit, mit offenen Türen, das ist Hospitalität – Texte zum zweiten Tag der Gebetswoche.

 

EröffnungIn den Auferstehungserzählungen werden oft zwei Verben verwendet: auferwecken und auferstehen. Mit ihnen fordert der Herr uns auf, ins Licht hinauszugehen, uns von ihm führen zu lassen und die Schwelle all unserer verschlossenen Türen zu überschreiten. »Dies ist ein bedeutsames Bild für die Kirche. Auch wir als Jünger des Herrn und als christliche Gemeinschaft sind aufgerufen, uns unverzüglich zu erheben, um in die Dynamik der Auferstehung einzutreten und uns vom Herrn auf die Wege führen zu lassen, die er uns zeigen will« (Predigt zum Hochfest der Heiligen Apostel Petrus und Paulus, 29. Juni 2022).

 

Die Mutter des Herrn ist ein Vorbild für dynamische junge Menschen, die nicht regungslos vor dem Spiegel ihr eigenes Bild betrachten oder in den sozialen Netzwerken „gefangen“ sind. Sie ist ihrem äußeren Umfeld ganz zugewandt. Sie ist die österliche Frau, die sich in einem stetigen Zustand des „Exodus“ befindet, des Herausgehens aus sich selbst zu dem großen Anderen, der Gott ist, und zu den anderen, ihren Brüdern und Schwestern, vor allem zu denen, die ihrer bedürfen, so wie ihre Cousine Elisabet.

BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS ZUM XXXVII WELTJUGENDTAG 2022-2023

 


Text zum Lesen: Perfil Juandediano S . 421Geehrter junger Mann in unserem Herrn Jesus Christus ... Wenn Ihr hierherkommt, ist es notwendig, mit großer Seelenkraft zu kommen, um dem Herrn in der Wahrheit zu dienen; des Weiteren ist es notwendig, eine völlige Loslösung von allen Dingen der Welt mitzubringen, überzeugt zu kommen, um zu arbeiten, ohne irgendeinen anderen Lohn zu wollen als den, den die Tugend verdient und der nur im Himmel zu finden ist… entschlossen zu kommen, dich mit Selbstverleugnung im Dienst an den Armen, den Kranken und den Hilfesuchenden aufzuopfern, die die göttliche Vorsehung unter unseren Schutz stellt, damit sie im Himmel zu unserer Krone werden.

 

Als erstes müsst ihr euren eigenen Willen verleugnen und bereit sein, alles zu tun, was eure Oberen euch befehlen, in der Überzeugung, dass ihr damit den Willen Gottes tut, und vor allem müsst ihr entschlossen sein, den lebendigen Glauben zu suchen, den nur Jesus Christus lehren kann und der die Seele ermutigt, seine Werke mit unvergänglichen Früchten zu tun, die sie in der Ewigkeit der Herrlichkeit begleiten werden.

 


BetrachtungBetrachtung: : Christus als Ordenschrist nachzufolgen, ist manchmal etwas beängstigend. Viele junge Menschen, auch wenn sie die Kraft und den Wunsch haben, ihr Leben anderen zu widmen, finden es etwas schwierig, ihm zu vertrauen. Es fällt uns oft schwer, "aufzustehen" und "aufzuwachen", vor allem in den schwierigsten Momenten unseres Lebens wollen wir oft allein sein. Aber wir müssen uns bewusst sein, dass "Einsamkeit" in Wirklichkeit im Widerspruch zur "Brüderlichkeit" steht. Wir, die wir die Berufung zum Ordensleben empfangen haben, sind dazu berufen, einem Gott zu folgen, der nackt und arm ist, sowohl körperlich als auch geistig; einem Gott, der uns in den zerbrechlichsten Menschen entgegenkommt. Das ist sicherlich keine "attraktive" Vorstellung, aber wir müssen lernen zu erkennen, dass Christus uns bittet, Brüderlichkeit dorthin zu bringen, wo in Wirklichkeit Einsamkeit herrscht. Schauen wir auf unsere bedürftigen Brüder und Schwestern, die uns nahe sind, und seien wir ihnen nahe, denn in ihnen begegnen wir Gott.

(Frt. Martin Tuci – Italien – Novize bei den Barmherzigen Brüdern)

 

 

FürbitteGott, guter Hirte, schenke unseren Herzen die Frische und Freude des brüderlichen Lebens. Gib uns, Herr, den Mut, uns deinem Willen zu überlassen, lass uns von deiner Liebe umfangen und dir durch den Dienst an den Geringsten, Kranken und Bedürftigen folgen. Lasset uns beten ...

 

 

Gebet für Berufungen.Vater der Barmherzigkeit,
der du deinen Sohn zu unserem Heil geschenkt
hast und der du uns immer mit den Gaben deines Geistes unterstützt,
gewähre uns lebendige, feurige und frohe christliche Gemeinden,
die Quellen geschwisterlichen Lebens
sind und die unter den jungen Menschen den Wunsch wecken,
sich dir und der Evangelisierung zu weihen.

 

Unterstütze sie in ihrem Bemühen,
eine angemessene Berufungskatechese
und Wege der besonderen Hingabe anzubieten.
Gib Klugheit für die notwendige Beurteilung der Berufungen,
so dass in allem die Größe deiner barmherzigen Liebe aufleuchte.

 

Maria, Mutter und Erzieherin Jesu,
bitte für jede christliche Gemeinschaft, damit sie
– fruchtbar durch den Heiligen Geist –
Quelle echter Berufungen für
den Dienst am heiligen Volk Gottes sei. Amen

Taborstraße 16
1020 Wien
365 Zeugnisse
Der gelebten Gastfreundschaft

ÖSTERREICHISCHE ORDENSPROVINZ

des Hospitalordens des
heiligen Johannes von Gott

"Barmherzige Brüder"

Taborstraße 16

1020 Wien

 

Tel.: 0043 1 21121 1100

Fax: 0043 1 21121 1120

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