Was für mich unmöglich ist, für Gott ist es möglich

Texte der 9. Gebetswoche für Berufungen der Hospitalität – Mittwoch, 17. April 2024

 

 

Eröffnung: Die „kleine“ Hoffnung                      

Angesichts der menschlichen Tragödien, insbesondere des Leidens von Unschuldigen, fragen auch wir den Herrn, wie wir in einigen Psalmen beten: „Warum?“ Nun, wir können Teil von Gottes Antwort sein. Wir, die wir von ihm nach seinem Bild geschaffen sind, können ein Ausdruck seiner Liebe sein, die selbst dort Freude und Hoffnung hervorbringt, wo dies unmöglich erscheint. Mir kommt die Hauptfigur des Films »Das Leben ist schön« in den Sinn, ein junger Vater, dem es mit Feingefühl und Fantasie gelingt, die harte Wirklichkeit in eine Art Abenteuer und Spiel zu verwandeln und so seinem Sohn „Augen der Hoffnung“ zu schenken, indem er ihn vor den Schrecken des Konzentrationslagers schützt, seine Arglosigkeit bewahrt und verhindert, dass die menschliche Bosheit ihm die Zukunft raubt. Aber das sind nicht bloß erfundene Geschichten! Es ist das, was wir im Leben vieler Heiliger sehen, die selbst inmitten grausamster menschlicher Boshaftigkeit Zeugen der Hoffnung waren. Wir denken an den heiligen Maximilian Maria Kolbe, die heilige Josefine Bakhita oder das selige Ehepaar Józef und Wiktoria Ulma mit ihren sieben Kindern.

 

BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS ZUM XXXVIII WELTJUGENDTAG 2023

 


Zeugnis der Hospitalität

Mit Gott kann immer das Unglaubliche geschehen. Nachdem ich so krank gewesen war, fühlte ich mich erneut voller Energie und Tatendrang und wollte unbedingt das Versprechen erfüllen, das ich Jesus gegeben hatte. Der Traum, eine Gemeinschaft zu gründen, kam mir immer wieder in den Sinn, aber ich spürte etwas, das ich nicht verstand. Einerseits dachte ich nur darüber nach, andererseits wollte ich mit niemandem darüber sprechen, am wenigsten mit meiner Freundin Maria Josefa, die bei ihrem Mann lebte.

 

Um mich zu beruhigen, sagte ich ihr eines Tages, dass ich hoffte, in eine Ordensgemeinschaft aufgenommen zu werden. Weißt du, was sie mir da sagte? Nein, das wird so nicht gehen: wenn wir nicht zusammen hingehen, werden sie dich nicht nehmen. Ich war sehr traurig: Warum sagte sie mir so unmögliche Dinge? Später wurde mir klar, dass ich es war, der zu wenig Glauben hatte. Für Gott ist nichts unmöglich, selbst die schwierigsten Dinge. Er kann alles möglich machen.

 

Ich habe viel Zeit damit verbracht, mir vorzustellen, etwas Großes zu schaffen, das von der ganzen Welt bewundert werden würde. Gott drängte aus mir heraus. Ich weiß nicht, wie ich bei dem Gedanken nicht verrückt wurde.

Delia Caires

 

 

Betrachtung

Menschen wie María Josefa Recio und María Angustias Giménez, die eine große Mission, eine Vision und einen Traum haben und sich in den Dienst anderer stellen, müssen in der Regel große persönliche, familiäre und soziale Herausforderungen bestehen. Manchmal werden diese Herausforderungen als etwas Ungerechtes empfunden, und wir fragen uns vielleicht, warum gerade ich? Aber mit der Zeit erkennen wir, dass Gottes Liebe uns dazu führt, neue Wege zu erproben, bis unsere Träume wahr werden.

 

Dann entsteht neue Hoffnung und alles beginnt möglich zu werden. Hindernisse und Schwierigkeiten werden zu Gelegenheiten, um zu wachsen, etwas Neues zu schaffen und hervorzubringen, was uns besser macht, um anderen das Beste von uns zu geben. So entstand die Kongregation der Hospitalschwestern, in der das Erbe unserer Gründerinnen weiterlebt.

(José Mauricio Chaucanes Rosero - Kolumbien - Movimento Crecer Hospitalario)

 

 

Fürbitte des Tages

Wir bitten dich, Herr, dass du weiterhin den Samen der Hoffnung in unsere Herzen säst, in dem Wissen, dass wir in und mit dir alles tun können. Möge der Heilige Geist uns die Kraft geben, standhaft und zuversichtlich zu unseren Träumen zu stehen.

Herr wir bitten dich, erhöre uns.

 


Gebet für Berufungen

Vater der Barmherzigkeit, der du deinen Sohn zu unserem Heil geschenkt hast und der du uns immer mit den Gaben deines Geistes unterstützt, gewähre uns lebendige, feurige und frohe christliche Gemeinden, die Quellen geschwisterlichen Lebens sind und die unter den jungen Menschen den Wunsch wecken, sich dir und der Evangelisierung zu weihen.

 

Unterstütze sie in ihrem Bemühen, eine angemessene Berufungskatechese und Wege der besonderen Hingabe anzubieten. Gib Klugheit für die notwendige Beurteilung der Berufungen, so dass in allem die Größe deiner barmherzigen Liebe aufleuchte.

 

Maria, Mutter und Erzieherin Jesu, bitte für jede christliche Gemeinschaft, damit sie – fruchtbar durch den Heiligen Geist – Quelle echter Berufungen für den Dienst am heiligen Volk Gottes sei.

Amen

Taborstraße 16
1020 Wien

ÖSTERREICHISCHE ORDENSPROVINZ

des Hospitalordens des
heiligen Johannes von Gott

"Barmherzige Brüder"

Taborstraße 16

1020 Wien

 

Tel.: 0043 1 21121 1100

Fax: 0043 1 21121 1120

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