Missionswoche der Hospitalität

Dienstag, 18. Oktober 2022

Missionswoche des Ordens, die heuer unter dem Motto steht: „Ihr werdet meine Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde“ (vgl. Apg 1,8)

 

 

Die gute Nachricht für heute

(Quelle: Das Manifest von Manila. Die ganze Kirche ist aufgerufen, der ganzen Welt das ganze Evangelium zu bringen)

 

Wir sind froh, dass der lebendige Gott uns in unserer Verlorenheit und Verzweiflung nicht allein gelassen hat. In seiner Liebe ist er uns in Jesus Christus nachgegangen, um uns zu retten und zu erneuern. Daher konzentriert sich die Gute Nachricht auf die historische Person Jesu, der als der kam, der das Reich Gottes verkündigte und der ein Leben des demütigen Dienstes führte, der für uns starb, der an unserer Stelle zur Sünde und zum Fluch wurde, und den Gott durch die Auferweckung von den Toten beglaubigte. Denen, die Buße tun und an Christus glauben, gibt Gott Anteil an der neuen Schöpfung. Er gibt uns ein neues Leben, das die Vergebung unserer Sünden und die Einwohnung der erneuernden Kraft seines Geistes einschließt. Er heißt uns in seiner neuen Gemeinschaft willkommen, die aus Menschen aller Rassen, Nationen und Kulturen besteht. Er verspricht, dass wir eines Tages in seine neue Welt eintreten werden, in der das Böse beseitigt, die Natur erlöst sein und Gott ewig herrschen wird.

 

Diese Gute Nachricht muss mutig verkündigt werden, wo immer es möglich ist, in kirchlichen und öffentlichen Gebäuden, durch Radio und Fernsehen und in Freiversammlungen. Denn sie ist Gottes Kraft zur Erlösung, die bekanntzumachen wir verpflichtet sind. In unserer Verkündigung müssen wir die Wahrheit, die Gott uns in der Bibel offenbart hat, treu predigen und darum ringen, sie zu unserer eigenen Lebenswelt in Beziehung zu setzen.

 

Wir bekräftigen auch, dass Apologetik, die „Verteidigung und Bekräftigung des Evangeliums“, Grundbestandteil des biblischen Missionsverständnisses ist. Sie ist für ein wirksames Zeugnis in der modernen Welt wesentlich. Paulus „argumentierte“ aufgrund der Schrift mit den Menschen, um sie von der Wahrheit des Evangeliums zu „überzeugen“. Das müssen auch wir. Alle Christen sollten bereit sein, über die Hoffnung, die in ihnen ist, Rechenschaft abzulegen.

 

Außerdem sind wir daran erinnert worden, was besonders der Evangelist Lukas herausstellt, dass das Evangelium Gute Nachricht für die Armen ist. Wir haben uns gefragt, was dies für die Mehrheit der Weltbevölkerung bedeutet, die unterhalb der Armutsgrenze lebt, die leidet oder unterdrückt wird. Wir sind daran erinnert worden, dass alle, das Gesetz, die Propheten, die Weisheitsbücher und auch die Lehre und der Dienst Jesu die Sorge Gottes um die materiell Armen betonen, und dass es unsere fortdauernde Pflicht ist, für die Armen einzutreten und zu sorgen. Die Schrift spricht auch von den „Geistlich Armen“, die sich allein an Gott wenden, um Barmherzigkeit zu erhalten. Das Evangelium kommt als Gute Nachricht zu beiden. Die „Geistlich Armen“, die sich vor Gott demütigen, empfangen im Glauben das Geschenk der Erlösung, wie auch immer ihre wirtschaftlichen Lebensumstände aussehen. Es gibt für niemanden einen anderen Weg zum Reich Gottes. Die materiell Armen und Machtlosen finden zusätzlich eine neue Würde als Kinder Gottes zusammen mit der Liebe von Brüdern und Schwestern, die mit ihnen um ihre Befreiung ringen von allem, was sie herabsetzt oder unterdrückt.

 

Wir tun Buße über jede Art von Vernachlässigung der in der Schrift geoffenbarten Wahrheit Gottes. Wir sind entschlossen, diese Wahrheit zu verkündigen und zu verteidigen. Wir tun auch Buße, wo wir dem Elend der Armen gegenüber gleichgültig gewesen sind und wo wir die Reichen bevorzugt haben, und wir sind entschlossen, Jesus zu folgen, indem wir die gute Nachricht allen Menschen durch Wort und Tat verkündigen.

Taborstraße 16
1020 Wien

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des Hospitalordens des
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