Bei Demenz in guten Händen

Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt will das Wohlbefinden von PatientInnen mit Demenz (Alzheimer) während eines stationären Krankenhausaufenthalts stärken. MIt einer Wanderausstellung im Krankenhaus macht man zudem auf das Thema "Altern" aufmerksam.

 

Als Modell-Krankenhaus für eine österreichweite Einführung einer „altersfreundlichen Gesundheitseinrichtung“ des Österreichischen Netzwerks gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (ONGKG), weitet das Ordenskrankenhaus seine geriatrische Spezialisierung weiter aus. Im Rahmen der Zertifizierung, werden nicht nur bauliche, sondern auch therapeutische Maßnahmen umgesetzt.

Eine aktuelle Wanderausstellung im Elisabethinen-Krankenhaus mit Fotografien von Altbäurinnen und Altbauern, zeigt die vielen Seiten des Alterns auf.

 

Bereits seit Jahren setzt das a.ö. Krankenhaus der Elisabethinen Klagenfurt neue Maßstäbe in der Betreuung demenzerkrankter Menschen mit zahlreichen Unterstützungsangeboten für PatientInnen und Angehörige. Das Ordenskrankenhaus ist auch eines von drei offiziellen Modell-Krankenhäusern für eine österreichweite Einführung einer „altersfreundlichen Gesundheitseinrichtung“, deren Pilotierungsphase im Herbst 2021 erfolgt. Anfang 2022 soll dann die Zertifizierung durch das Österreichische Netzwerks gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (ONGKG) erfolgen.

 

Eine Demenzerkrankung ist nicht nur für Betroffene und deren Angehörige eine starke Belastung, sondern auch eine Herausforderung für ein Krankenhaus. Dennoch ist für die ÄrztInnen und Pflegekräfte am Elisabethinen-Krankenhaus der Umgang mit demenzkranken PatientInnen ein wesentlicher Bestandteil des Alltags. „Oftmals ist Demenz ein Zufallsbefund, der während eines Krankenhausaufenthaltes als Nebendiagnose festgestellt wird“, so der Geriater und Oberarzt Dr. Walter Müller, MSc, Leiter des Departments für Akutgeriatrie und Remobilisation am Elisabethinen-Krankenhaus. Er und weitere ÄrztInnen, Pflegekräfte, Physio- und ErgotherapeutInnen, Klinische PsychologInnen sowie SozialarbeiterInnen des Elisabethinen-Krankenhauses riefen dazu eine interdisziplinäre Demenzgruppe ins Leben. Das gemeinsam erklärte Ziel: einaltersfreundliches und vor allem auch demenzsensibles Krankenhaus schaffen.

 

 

Demenzfreundliche Gestaltung der Stationen Mit Anpassungen in der Architektur und Ausstattung der Stationen beweist das Krankenhaus seine Bemühungen rund um die bevorstehende Zertifizierung. Planungshilfen, die nach langjährigen Forschungen zum Leben mit Alzheimer-Erkrankungen entstanden sind, bieten eine wesentliche wissenschaftliche Grundlage für eine demenzsensible Planung der Baumaßnahmen. Sowohl die akutgeriatrische, als auch die neuen internen Stationen des Elisabethinen-Krankenhauses erfüllen bereits die Vorgaben einer demenzsensiblen Gestaltung. „Ziel ist es die Reizüberflutung im Rahmen eines stationären Aufenthalts im Krankenhaus zu verringern und eine wohnliche Umgebung schaffen, um ein Wohlgefühl in den PatientInnen auszulösen“, weiß Prim. Dr. Hans Jörg Neumann, MSc, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin. Das beginnt bereits damit, für ausreichende Helligkeit am Tag sowie Dunkelheit in der Nacht zu sorgen. Dies hilft, den Tag-Nacht-Rhythmus der PatientInnen zu stabilisieren.

Im Bereich der Architektur der Stationen setzt man auf gliedernde architektonische Elemente wie Nischen oder Loggien, sie vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit. Personalisierbare und leicht wiedererkennbare Zimmertüren erleichtern die Orientierung. Da demenzerkrankte Menschen häufig an ausgeprägten Störungen der räumlichen Wahrnehmung leiden, werden satte, warme und hell leuchtende Farben bei der Gestaltung vorgezogen. Eine helle, schattenarme und indirekte Beleuchtung ohne Blendung unterstützt die Orientierung.

 

Die interdisziplinäre Demenzgruppe im EKH: (v.l.n.r.) Mag. Sigrid Pemberger-Mike (Psychologischer Dienst), DGKP Sieglinde Münzer,  DGKP Marco Müller, BA, Ass. PDL Alina Schottak, BScN MSc, OA Dr. Walter Müller (Leiter des Departments für Akutgeriatrie & Remobilisation), OA Prim. Dr. Hans Jörg Neumann, MSc (Abteilungsvorstand der Abteilung für Innere Medizin),  Mag. Michael Maier (Psychologischer Dienst), Ulrike Sommer, BSc MSc (QM), Fr. Cornelia Penker,  Leitung der Physiotherapie,  Fr. Elisa Wutte, MA (Sozialdienst)

 

Aktiv gegen das Vergessen Zusätzlich werden für PatientInnen mit dementiellen Erkrankungen auf den internen Stationen sowie auf der Akutgeriatrie und Remobilisation (AGR) „Demenzschatzkisten“ eingeführt. Die Utensilien in der Kiste, wie etwa Puppen, Spielzeug etc. dienen als Beschäftigungsangebot während des stationären Aufenthaltes. „Durch Betätigung der Hände wird innere Unruhe nach außen abgeleitet und Spannung abgebaut“, erklärt OA Dr. Walter Müller, MSc. Durch gezielte Bewegungen wie dem Öffnen und Schließen der Schatzkisten werden motorische Fähigkeiten trainiert – und Erfolgserlebnisse erzielt. Zusätzlich finden pyhsio- und ergotherapeutische Einzel- und Gruppentrainings statt – auch mit dem Ziel der Sturzprävention.

 

 

Wanderausstellung macht im EKH Station Um auch die Besucher und PatientInnen auf das Thema des Alters aufmerksam zu machen, macht noch bis Mitte August die Wanderausstellung „Altbauernkalender“ im Elisabethinen- Spital Station.
In diesem vom Land Kärnten und EU geförderten Kalender werden sieben Kärntner Altbäuerinnen und Altbauern ins Rampenlicht gerückt, die von ihrer anstrengenden, aber auch erfüllenden, von Zusammenhalt geprägten Arbeit von früher erzählen und mit ihren Erfahrungen und ihrer Weisheit die Schönheit des Älterwerdens widerspiegeln. Gefühlvoll in Szene gesetzt wurden die Bäuerinnen und Bauern von der Fotografin Kassandra Langmaier, die ausdrucksstarke Bilder geschaffen hat.

 

Im Elisabethinen-Krankenhaus stehen kostenfreie Exemplare des außergewöhnlichen Fotoprojekts zur Verfügung. Der Kalender kommt ohne Kalendarium und kann so jedes Jahr wieder verwendet werden.

 

 

 

Erfüllung der UN Sustainable Development Goals (SDG)

Mit den Bemühungen rund um das Thema Demenz trägt das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt  auch zu  6 der insgesamt 17 „Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen bis 2030“ (SDGs) bei. Diese definieren das Erreichen von globalen und nachhaltigen Zielen.

 

 

Ziel 3

Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

 

 

Ziel 5

Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen

 

Ziel 10

Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern

 

 

Ziel 15

Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern. Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen und Bodendegradation beenden und umkehren um dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende zu setzen.

 

Ziel 16

Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen.

 

Ziel 17

Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen. I

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Das Bild zeigt das EMAS-Zertifikat des Elisabethinen Krankenhauses in Klagenfurt.  Kurier Nachhaltigkeitssiegel

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