EKH auf dem Weg zum demenzfreundlichen Krankenhaus

Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt baut Unterstützungsangebote für Patienten und Angehörige aus und befindet sich auf dem Weg zu einem  demenzfreundlichen Krankenhaus.

Es sieht beispielsweise fundierte Schulungen der Mitarbeiter in Medizin und Pflege vor. Sie sollen so auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz bei der Aufnahme und dem Aufenthalt in einem Krankenhaus vorbereitet werden. 

 

Zunahme bei Demenz-Patienten

Etwa 100.000 ÖsterreicherInnen leiden an einer dementiellen Erkrankung. 2050 wird diese Zahl auf etwa 230.000 angestiegen sein – denn mit dem Alter steigt die Häufigkeit einer möglichen  Erkrankung (Österreichische Alzheimergesellschaft, 2019). Dies führt dazu, dass auch die Zahl der Patienten mit Demenz zunimmt.

 

Demenzinitiative im Elisabethinen-KrankenhausUm das Thema zu sensibilisieren hat das Elisabethinen-Krankenhaus eine interdisziplinäre Demenzgruppe ins Leben gerufen.  Im Mittelpunkt steht immer der Gedanke, den Wunsch jedes Menschen nach Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit zu respektieren und ein hohes Maß an Lebensqualität aufrecht zu erhalten, auch wenn seine Demenzerkrankung weit fortgeschritten ist.

In der Demenzgruppe des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt sind Ärzte, Pflegepersonal, Physio- und Ergotherapeuten, Klinische Psychologen sowie Sozialarbeiter vertreten, allesamt mit dem gemeinsamem Ziel: ein demenzfreundliches Krankenhaus zu schaffen. „Sie alle bringen ihr breites Fachwissen und ihre Erfahrung rund um das Thema Demenz nun auch in eine Projektgruppe des EKH ein“, freut sich Pflegedirektorin 
DGKP Elisabeth Rogy, MSc. 

Auf dem Weg zum demenzfreundlichen Krankenhaus. Die Demenzgruppe im Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt: 

Am Foto der Demenzgruppe sind v.r.n.l. Hr. DGKP Marco Müller BA, Hr. OA Dr. Walter Müller; Msc. , Fr. PT Cornelia Penker, Fr. PA Regina Krusic, Fr. PDir. DGKP Elisabeth Rogy, MSc., Hr. Prim. Dr. Hans Jörg Neumann, MSc., Fr. Andrea Gandler BA MA

 

Nicht am Foto aber in der Demezgruppe vertreten sind:

 

Fr. Ass. Dr. Katja Cesarek,

Fr. DGKP Bianca Esterle,

Fr. PT Astrid Gutschelbauer, MSc.,

Fr. DGKP Angelika Liebenwein BA MEd.,

Hr. Mag. Michel Maier,

Fr. Mag. Sigrid Pemberger-Mike,

Fr. DGKP Prislan Sabrina,

Fr. DGKP Pühringer Isabella,

Fr. DSA Ilka Waldner MAS,

Fr. Ass. Dr. Patricia Walentiny,

Fr. Andrea Wolfinger BA.

 

Herausforderung fürs KrankenhausEine Demenzerkrankung ist nämlich nicht nur für Betroffene und deren Angehörige eine starke Belastung, sondern auch eine Herausforderung für Ärzte und Pflegkräfte. 

Ältere, demenziell erkrankte Patienten brauchen während einer stationären Behandlung besondere Aufmerksamkeit und Zuwendung. Denn eine fremde Umgebung, fremde Menschen und unbekannte Abläufe im Klinikalltag stellen für sie eine große Belastung dar. Sie verstehen vieles nicht mehr und fühlen sich leicht überfordert. 

 

Menschen mit Demenz verstehenPflegedirektorin DGKP Elisabeth Rogy, MSc.: „Unser Anspruch ist es, künftig in allen Fachabteilungen die Bedürfnisse der Patienten mit Demenz zu berücksichtigen und eine bestmögliche Behandlung anzubieten. In der breiten Bevölkerung brauche man mehr Wissen über das Krankheitsbild und mehr Verständnis für die Erkrankten. „Durch das nötige Fachwissen kann nicht nur den Patienten geholfen, sondern auch den Angehörigen Unterstützung angeboten werden.“

 

Schulung und SensibilisierungEin wichtiger Teil der Arbeit der Demenzgruppe ist die Schulung von Mitarbeitern aller Berufsgruppen. „Ziel ist es, die Mitarbeiter für die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz  zu sensibilisieren und für die Versorgung zu qualifizieren“, schildert Rogy.

Geplant sind spezielle Fortbildungen und Weiterbildungen, um sich entsprechendes Fachwissen anzueignen. 

Der begegnungsorientierte Ansatz spielt hierbei eine zentrale Rolle. Man geht davon aus, dass ein Verhalten immer etwas mitteilt und bedeutet. „Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz haben demnach immer einen Sinn. Das Verhalten ist ein Ausdruck von Bedürfnissen und es ist eine Form der Kommunikation“, beschreibt die Pflegedirektorin Elisabeth Rogy, MSc.

 

Weitere  Kernelemente sind die Vernetzung mit Kooperationspartnern, Rettungsdiensten, Hausärztinnen/-ärzte, Pflegeheimen und mobilen sozialenDiensten sowie die Etablierung einer neuen Ehrenamtskultur und Unterstützungsangebote für Patienten und deren Angehörigen. Weiters sindUmbauprojekte geplant, hier nimmt die demenzgerechte Raumgestaltung einen hohen Stellenwert ein. Das bedeutet beispielsweise gut sichtbare Piktogramme, farbliche Kennzeichnung für unterschiedliche Bereiche, zeitliche und örtliche Orientierungshilfen.

 

Demenzbetreuung im KrankhausIm Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt werden Erkrankte trotz fortgeschrittener Demenz schon heute besonders gut betreut. „Wird das Vorliegen einer „Demenz“ („Hirnleistungsstörung“) bestätigt, sind die Behandlungsmöglichkeiten um so besser, je früher die Krankheit erkannt wird. Die Therapie der Demenz hängt von der Ursache ab“, schildert OA Dr. Walter Müller, MSc, Leiter des Departments für Akutgeriatrie & Remobilisation am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt. 

 

Prim. Dr. Hans Jörg Neumann, MSc, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin betont nicht zuletzt die Notwendigkeit der individuellen Versorgung: „Maßgeschneiderte Therapien sind eine unumgängliche Notwendigkeit moderner Medizin. Mit der  Etablierung der Demenzgruppe und dem Ausbau der Unterstützungsangebote für Patienten und Angehörige setzt das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt neue Maßstäbe in der Betreuung demenzerkrankter Menschen.“

 

Das Elisabethinen-Krankenhaus engagiert sich mit einer neuen Initiative für demenzkranke Patientinnen und Patienten

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