10 Jahre Mehrfachbehinderten-Ambulanz

Die Mehrfachbehinderten-Ambulanz des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Wien öffnete erstmals im August 2011 ihre Pforten. Initial bestand bereits das Ziel, Menschen mit Mehrfachbehinderungen einen gleichwertigen und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Zugang zu medizinisch-pflegerischen und therapeutischen Gesundheitsversorgungen zu gewährleisten. Seit der Gründung der Ambulanz werden pro Jahr 600 Patienten ambulant und stationär versorgt.

 

Barrierefreier Zugang zu medizinischen Leistungen

Die Ambulanz wird als Terminambulanz geführt, welche jeden Mittwoch ab 13 Uhr geöffnet hat, in Akutfällen steht unsere Allgemeine Ambulanz zur Verfügung. Das Besondere der Spezialambulanz mit inklusivem Charakter ist die expandierte Zeit, die Multiprofessionalität und die Realisierung der Behandlungen je nach individuellen Bedürfnissen. Jeder Patient ist einzigartig und dementsprechend aufgebaut sind die Fallanalysen. Weiters wird versucht möglichst viele Symptombereiche miteinander zu verknüpfen,  indem alle Fachärzte unserer Abteilungen einbezogen werden. Durch das hauseigene Labor, die Möglichkeit der Bildgebung und das Vorhandensein einer anästhesiologischen Betreuung können Behandlungswege und -zeiten kurzgehalten werden.

 

Non-verbale Kommunikation und Empathie spielen große Rolle

Ergänzend dazu ist auch ein behutsamer Umgang mit den Patienten von großer Bedeutung wie die Koordinatorin der Ambulanz, Frau Mag. Dr. Sabine Amon des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Wien, erklärt: "Viele Patienten könnens ich verbal nicht ausdrücken oder nur beschränkt Auskunft über ihr Befinden geben. Arztbesuche sind für niemanden angenehm und häufig mit negativen Emotionen assoziiert. Umso wichtiger ist es, beeinträchtigten Patientinnen und Patienten mit Einfühlungsvermögen, Geduld und viel Zeit zu begegnen. Eine ruhige Stimme und ein offenes Lächeln führen zu einer entspannten Atmosphäre und das wiederum wirkt sich positiv auf den ganzen Ambulanzbesuch aus."

 

Auf den Menschen eingehen

"Jeder Mensch hat das Bedürfnis wahr- und angenommen zu werden. Das gilt auch für unsere Patientinnen und Patienten und genau danach handel wir. Wir sprechen unsere Patienten direkt und mit dem Namen an, wir erklären Abläufe, Vorgänge und Geräte. Wir wiederholen Informationen und wir geben Erklärungen in einer einfachen Sprache. Wir stellen den Mensch in den Mittelpunkt unseres Tuns und nicht seine Beeinträchtigung", führt Mag. Dr. Amon des Krankenhauses abschließend aus.

 

Über die Ambulanz

Jährlich finden rund 600 ambulante Kontakte in der Ambulanz statt. In der Spezialambulanz werden akute ebenso wie chronische Erkrankungen behandelt, wobei  hier individuell therapeutische Maßnahmen obligatorisch sind. Jeder Patient ist einzigartig und dementsprechend aufgebaut sind die Fallanalysen. Weiters wird versucht möglichst viele Symptombereiche miteinander zu verknüpfen, indem alle Fachärzte unserer Abteilungen einbezogen werden.

 

 

Das Team der Ambulanz für Menschen mit mehrfachen Beeinträchtigungen

(v.l.n.r.): Mag. Dr. Sabine Amon, Ambulanzkoordinatorin; Mag. Karin Rathgeb, 

Psychologin und Allgemeinmedizinerin Dr. Daniela Cravos

 

 

KRANKENHAUS
der Barmherzigen Brüder Wien
Johannes-von-Gott-Platz 1
1020 Wien

Telefon: 0043 1 21121 0
Fax: 0043 1 21121 1333

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