Studierende der Pflege leiten eine Krankenstation

Vorzeige-Projekt in Österreich

Die Lernstation gilt als Vorzeige-Projekt und erfreut sich bei den Studierenden großer Beliebtheit, weil sie Theorie und Praxis auf innovative Weise verbindet. Unter dem Motto: „Handlungskompetenzen sichtbar machen“, übernehmen Studierende im letzten Semester ihres Pflegestudiums die Planung und Organisation der Pflege für einen Teil der Station. Dabei findet eine gezielte Anleitung, Begleitung und Beratung der Studierenden statt.

 

Lucia Zeuner (Praxisanleiterin), Mejra Husejnovic & Katharina Mainz (Studentinnen)„Die Studierenden sollen kurz vor ihrem Abschluss die Gelegenheit bekommen, ihr erworbenes Wissen und praktisches Können unter Beweis zu stellen und an Fehlern zu arbeiten. Auch einen Überblick über die Organisation und die Gesamtzusammenhänge der Patientenversorgung zu bekommen ist für die angehenden Pflegefachkräfte sehr wichtig“, erklärt Mag.a Therese Lutnik, MSc, MAS, Pflegedirektorin im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien.

 

Mag.a Barbara Zinka, Direktorin der Pflegeakademie der Barmherzigen Brüder Wien, ergänzt dazu: „Das Projekt soll einen aussagekräftigen Einblick in die Berufsrealität ermöglichen und den Studierenden zeigen, wie umfangreich und verantwortungsvoll die Aufgabe einer diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegeperson ist“

 

Win-Win-Situation

Die „Temporäre Lernstation“ wird dazu genutzt, das Lernen in der Pflegepraxis neu zu gestalten und die Lernortkooperation zwischen Pflegeakademie und Krankenhaus zu erneuern und enger zu vernetzen. „Es war der Pflegeakademie immer schon ein Anliegen unsere Auszubildenden nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch bestmöglich auf ihren Berufseinstieg und den Herausforderungen des Pflegealltags vorzubereiten“, erklärt Pflegepädagogin und Projektleiterin Mag.a Sylvia Obereder.

 

Selbstverantwortlichen Arbeiten mit Rettungsschirm

Selbstverständlich werden die Auszubildenden bei diesem Projekt nicht alleine gelassen. Als „Fallschirm“ für herausfordernde Situationen sind jederzeit die Stationsleitung, eine Praxisanleiterin, und eine Pflegepädagogin auf der Lernstation vertreten, welche die Studierenden bei der Bewältigung ihrer Aufgaben unterstützen und begleiten. In diesem geschützten Rahmen lernen die Studierenden auf der Lernstation auch was Selbstverantwortung, Organisationsfähigkeit und Teamarbeit konkret im Pflegealltag bedeutet. Diese Art des Lernens bleibt nachhaltig im Gedächtnis“, zeigt sich Frau Mag.a Obereder überzeugt.

 

Nachhaltiges Lernen

Um den Lernerfolg der Studierenden zu sichern, findet am Ende des Dienstes eine theoriegeleitete Reflexion mit der begleitenden Pflegepädagogin statt. „Erkenntnis und Bildung entstehen ja niemals ohne Reflexion“, weiß Mag.a Sylvia Obereder, „unsere Studierenden sollen diese Erfahrungen für ihr späteres Berufsleben mitnehmen. Sie sollen lernen, Prioritäten zu setzen und Verantwortung für die ihnen anvertrauten Patienten zu übernehmen“.
 

Wofür steht die LERNSTATION

  • Lernen - als integraler Bestandteil der Ausbildung und der gesamten beruflichen Laufbahn.

  • Einzigartigkeit - sie ist einzigartig in dieser Form in Österreich definiert durch die enge Lernortkooperation zwischen Pflegeakademie und Krankenhaus.

  • Rollenklarheit/Rollentreue - Auszubildende der Gesundheits – und Krankenpflege sind in der Funktion der diplomierten Pflegeperson tätig

  • Nah an der Praxis - Lernen in einer authentischen Umgebung und dennoch in einen geschützten Rahmen!

  • Selbstverantwortung - sie beeinflusst das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen der Auszubildenden

  • Teamarbeit - als interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit, Auszubildende werden zu gleichwertigen Partnern - es ist ein agieren auf Augenhöhe!

  • Autonomie - Auszubildende initiieren und steuern autonom pflegerische Prozesse und setzen eigene Impulse

  • Theorie - Praxisdialog - es kommt zur Entwicklung eines gemeinsamen Ausbildungsverständnisses

  • Identifikation - Sie steht für ein verstärktes identifizieren mit der eigenen beruflichen Rolle bis hin zur berufskundlichen Sozialisation (ICN)

  • Organisationsfähigkeit - strukturiertes, gezieltes und begründetes Setzen von pflegerischen Interventionen und Abläufen

  • Nachhaltigkeit - Lernen findet in konkreten Situationen statt - situatives Lernen welches gezielt und strukturiert reflektiert wird - und somit wird nachhaltiges Lernen sichergestellt.

 

Pflegeakademie der Barmherzigen Brüder Wien

Die Pflegeakademie der Barmherzigen Brüder Wien bildet seit mehr als 40 Jahren in den unterschiedlichen Bereichen der Pflege aus. Mehr als 2.000 Personen absolvierten bereits erfolgreich eine Aus- oder Weiterbildung. Seit dem Studienjahr 2017/18 stellt die Pflegeakademie in Kooperation mit der Fachhochschule Campus Wien 24 Studienplätze für das Bachelorstudium Gesundheits- und Krankenpflege zur Verfügung. Seit Herbst 2019 wird der neue Universitätslehrgang Intensivpflege der MedUni Wien und der Pflegeakademie durchgeführt. Darüber hinaus werden fachspezifische Weiterbildungen im Pflegebereich angeboten.

 

 

Johannes-von-Gott-Platz 1
1020 Wien
Telefon: 0043 1 21121-0
Fax: 0043 1 21121-1333

 


 

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