HNO & Phoniatrie

Hörsturz und Ohrgeräusche

 Bei einer akuten Verminderung des Hörvermögens oder dem plötzlichen Auftreten von Ohrgeräuschen muss zunächst geklärt werden, ob Störungen in der Schalleitung - zum Beispiel durch Ohrenschmalz (Cerumen), einer Entzündung oder Flüssigkeit hinter dem Trommelfell (Tubenkatarrh, Paukenerguss, Seromucotympanon) – oder eine Störung der Schallwahrnehmung im Innenohr oder seltener im Hörnerv bzw. dem Gehirn vorliegt.

 

Ihr HNO-Arzt bzw. Ihre HNO-Ärztin wird dazu eine Ohrinspektion und verschiedene Hörtests durchführen, die eine Lokalisation und Quantifizierung der Störung ermöglichen.

 

Manchmal können auch eine Magnetresonanztomographie des Gehirns oder andere Untersuchungen sinnvoll sein.

 

 

 

 

 

 

Der Hörsturz 

Ein so genannter „Hörsturz“ ist eine plötzliche Störung der Innenohrfunktion ohne eindeutig erkennbare Ursache (vermutet werden Virusinfekte, Durchblutungsstörungen oder Immunprozesse).

 

Neben dem Hörsturz können auch die akute Einwirkung von Lärm, eine (abgelaufene) Mittelohrentzündung, eine Gürtelrose des Ohres (Zoster oticus) oder andere Infektionskrankheiten zu einer akuten Schädigung des Innenohrs führen.

 

Sowohl ein Hörsturz, als auch ein akuter Tinnitus erfordern eine möglichst rasche Therapie (innerhalb weniger Tage). Suchen Sie daher möglichst sofort bzw. am nächsten Tag Ihren HNO-Facharzt bzw. Ihre HNO-Fachärztin auf.

 

Sowohl beim Hörsturz, wie auch beim akuten Tinnitus besteht die Therapie in der Verabreichung von durchblutungsfördernden und die Ernährung des Innenohrs verbessernden Medikamenten und Cortison, wobei diese Therapie aufgrund der nur kurzfristigen Cortison-Gabe in der Regel problemlos vertragen wird. Auch andere Substanzen, wie z.B. virushemmende Mittel kommen gelegentlich zum Einsatz.

 

Je nach der Ausprägung der Hörstörung, kann in manchen Fällen eine stationäre Infusionstherapie notwendig sein. Ihre HNO-Ärztin bzw. Ihr HNO-Arzt wird Sie in diesem Fall an unserer Abteilung überweisen.

 

Eine hochgradige Schwerhörigkeit durch einen Hörsturz kann in Einzelfällen auch durch die Abdichtung des runden Fensters der Schnecke im Rahmen eines operativen Eingriffs erfolgreich behandelt werden.

 

Die medikamentöse Therapie des chronischen Tinnitus oder von länger zurückliegenden Hörstürzen ist nur in seltenen Fällen erfolgreich, dennoch kann gelegentlich der Versuch einer Infusionstherapie überlegt werden. Gerade beim chronischen Tinnitus stehen jedoch psychologische Therapieverfahren und Entspannungsübungen im Vordergrund.

 

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