Radiologie und Nuklearmedizin

Magnetresonanztomografie (MRT)


Die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT), auch Kernspin-Tomographie genannt, ist eine diagnostische Technik zur Darstellung der inneren Organe und Gewebe mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen.


LeistungsspektrumSchädel

  • Tumor
  • Entzündung
  • Gefäßprozesse,
  • Angiographien, Hypophysen-, Kleinhirnbrückenwinkel-Prozesse
  • Gesichtsschädel (Weichteile)

Hals

  • Halswirbelsäule
  • Bandscheiben
  • Spinalkanal, Halsmark
  • Weichteil-Diagnostik (HNO-Tumore)
  • Halsgefäß-Darstellung

Thorax

  • Herz-Diagnostik inkl. Morphologie
  • Funktion
  • Vitalität
  • Thorakale Aorta (Aneurysma)
  • Mediastinalprozesse
  • Brustwirbelsäule inkl. Spinalkanal

Gesamtes Abdomen

  • Tumorsuche
  • Oberbauchorgane incl. MRCP (Gallen-und Pankreasgang-Darstellung)
  • Nieren- und Nebennieren
  • ableitende Harnwege
  • Becken, inkl. Prostata
  • gynäkolog. Staging
  • Dünn- und Dickdarm-Diagnostik, inkl. MR-Sellink
  • Angiographie: Pfortaderkreislauf, Aorta, Nierengefäße

Skelettsystem und Gelenke

  • Knochenläsionen, z. B. Tumor, Frakturen etc.
  • Gelenkdiagnostik nativ und nach iv. Kontrastmittel, speziell Diagnostik nach Sportunfällen
  • Nachweis von Muskelveränderungen, z. B. Myositis oder Muskelfaserriss
  • Abklärung von Sehnenbeschwerden
  • Bandscheibenläsionen

Gefäßsystem

  • Darstellung des gesamten arteriellen Blutgefäßsystems bei Verdacht auf Arteriosklerose, z. B. Bauch-Becken-Bein-Angiografie ohne Kathetereinbringung
  • venöse Darstellung in Teilbereichen


Wie funktioniert die Magnetresonanztomografie?Die Magnetresonanztomographie (MRT) erzeugt Schnittbilder des menschlichen Körpers. Sie benötigt im Gegensatz zu der Computertomografie keine Röntgenstrahlen, sondern lediglich ein starkes Magnetfeld und Radiowellen. Das physikalische Prinzip ist schon seit 1946 bekannt, seit Beginn der 80er Jahre wird es auch als diagnostisches Verfahren in der Medizin verwendet.

Im MR-Gerät befindet sich ein sehr starkes Magnetfeld. Dieses richtet den Spin der Atome im menschlichen Körper in eine Richtung aus. Schaltet man den Magneten wieder aus, so springt der Spin der Atome wieder in die ursprüngliche Position zurück. Dabei senden die Atome Signale aus, die durch hochempfindliche Empfängerspulen gemessen werden können. Ein Computer berechnet aus den Signalen ein Schnittbild durch den Körper.


Beispiele von MRT-Aufnahmen



Wer darf nicht mittels Magnetresonanztomographie untersucht werden?Die Untersuchung ist für den Patienten zwar völlig schmerzlos, jedoch laut. Aus diesem Grunde ist das Tragen eines Gehörschutzes (wird zur Verfügung gestellt) Bestandteil der Untersuchung. Die Methode ist seit fast 20 Jahren im Einsatz, gesundheitliche Risiken oder Nebenwirkungen sind bei den verwendeten Magnetfeldstärken bisher nicht beobachtet worden.

Wegen der extrem starken Magnetfelder (mehrere Tausendfache des Erdmagnetfeldes), die für dieses Verfahren benötigt werden, dürfen Patienten mit Metallsplittern (z. B. Granatensplitter) nur eingeschränkt untersucht werden. Abhängig von den magnetischen Eigenschaften und ihrer Größe können Metalle im Körper ein Problem darstellen. Neben einer Bewegung der Metallobjekte durch das Magnetfeld kann es zu einer übermäßigen Erwärmung während der Untersuchung kommen.

Feste Zahnimplantate können in der MRT in der Regel untersucht werden. Bei anderen metallischen Implantaten (künstliche Gelenke, Metallplatten nach Knochenbrüchen, etc.) muss im Einzelfall über die MRT-Tauglichkeit entschieden werden. Im Zweifelsfall empfehlen wir eine Rücksprache mit dem zuständigen Arzt in der MRT, der Ihnen gerne Auskunft geben wird, ob bei Ihnen eine solche Untersuchung unbedenklich durchgeführt werden kann.

Implantierte elektrische Aggregate wie etwa Herzschrittmacher, Insulinpumpen, Cochleaimplantate oder Nervenstimulatoren dürfen prinzipiell nicht in der MRT untersucht werden. In Zusammenarbeit mit den Kardiologen lassen sich bei uns in dringenden Fällen auch Patienten mit implantierten Herzschrittmachern untersuchen. Entscheidend ist hierbei der Typ des implantierten Schrittmachers.

KRANKENHAUS
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