Die aktiven Orden sehen in der Regel in der gemeinsamen
Eucharistiefeier die geistliche Mitte des Tages. Die Gebetszeiten
werden gewöhnlich in einfacher Form verrichtet, das heißt, gemeinsam gesprochen und nicht gesungen.
Das Apostolat der aktiven Orden kann sich sehr
unterschiedlich gestalten. Sehen die meisten ihre Aufgabe in der
seelsorglichen Betreuung verschiedener Bereiche und Personengruppen, so
widmen sich andere der Krankenpflege, der Sozialarbeit, der
Erziehungstätigkeit oder den verschiedensten karitativen Tätigkeiten und
Dienstleistungen am Menschen.
Heute kommt der Neuevangelisierung in der
so genannten Dritten und Vierten Welt sowie der missionarischen Dimension – nicht
zuletzt in der eigenen Heimat – eine besondere Bedeutung für die tätigen
Orden zu.
Von außen betrachtet könnte man nun meinen, die Arbeit der aktiven
Orden wäre zeitgemäßer und realistischer als die der beschaulichen
(kontemplativen) Gemeinschaften. Orientiert man sich jedoch am
Gespräch, das Martha, Maria und Jesus miteinander führen, in dem der
Herr der beschaulichen und stillen Art der Maria scheinbar den Vorzug
gibt, so wird der Stellenwert der kontemplativen Gemeinschaften aber gerade
in unserer schnelllebigen Zeit sehr deutlich.
Lukas 10,38-42 – Gespräch zwischen Martha, Maria und Jesus
Sie zogen zusammen weiter und er kam in ein Dorf. Eine Frau namens
Marta nahm ihn freundlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria
hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu.
Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie
kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester
die ganze Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir
helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen
und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt,
das soll ihr nicht genommen werden.
Hier finden Sie eine Übersicht der in Österreich vertretenen
Männer- und
Frauenorden.