Ein uralter Brauch, der verbindet
Der Duft verschiedener Kräuter, viele unterschiedliche Blüten und dazwischen geschickte Hände, die alles zu Sträußen zusammenbinden: Was am 15. August zu Mariä Himmelfahrt in der Kirche in Kainbach gesegnet wurde, begann schon einige Zeit davor.
Frater Dominikus Trummer sammelte gemeinsam mit aktiven und pensionierten Mitarbeitenden in der Umgebung verschiedenste Kräuter. Anschließend wurden sie gemeinsam mit dem Team der Gärtnerei zu Kräutersträußen gebunden.

Viele halfen zusammen, um die Kräutersträuße vorzubereiten.
Die Kräutersegnung selbst ist ein jahrhundertealter christlicher Brauch. Sie verbindet das Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel mit der Wertschätzung für die Natur und ihre Gaben. Traditionell kommen verschiedene Heil- und Gewürzkräuter in die Sträuße. Mindestens sieben sollen es sein, eine Zahl, die im christlichen Glauben unter anderem für die Vollkommenheit der Schöpfung steht.
Nach der Segnung werden ie Sträuße an die Wohngruppen und Fachbereiche verteilt und finden so ihren Weg durch das ganze Haus.
Darin lässt sich auch etwas von jener Haltung wiederfinden, die das Wirken der Barmherzigen Brüder prägt: aufmerksam wahrzunehmen, was uns anvertraut ist und sorgsam damit umzugehen.