Neuheit: Chirurgische Therapie für Migräne Patienten

Der Therapie-Standard ist ohne Frage die medikamentöse Behandlung abhängig vom Schweregrad der Migräne. Da insbesondere auch Triptane bei einigen PatientInnen nicht den erwünschten Erfolg bringen und auch Nebenwirkungen haben können, bringen wir Ihnen die Möglichkeit der chirurgischen Therapie im Sinne einer Nervendekompression näher bringen.

 

Im Rahmen eines mehrmonatigen Fellowships am Massachusetts General Hospital in Boston, dem Lehrkrankenhaus der Harvard Medical School, hat Frau Dr. Elisabeth Russe diese chirurgische Technik sowie das prae- und postoperative Management erlernt.

 

Als Vorbereitung auf eine Erstvorstellung an unserer Abteilung dient ein umfangreicher Fragenbogen zur Evaluierung der Symptomatik. Diesen Fragebogen könne Sie unter Tel.: 0662-8088-8452 anfordern.

 

Mithilfe der erhobenen Daten wird gemeinsam mit unserem Partnerzentrum in Boston die Eignung für die Therapie ermittelt. In einem weiteren Schritt wird die/der PatientIn zu uns zu einem Erstgespräch eingeladen. Sollte sie/er nach einem detaillierten Gespräch und einer Krankenuntersuchung durch uns Hinweise auf Migräne durch Nervenkompression aufweisen, erheben wir ob die/der PatientIn auf Botox-Injektion/ Nervenblockade anspricht (falls dies nicht schon zuvor therapeutisch durch einen Neurologen durchgeführt worden ist). Die Veränderungen der Schmerzstärke und der Häufigkeit der Migräne werden in den folgenden acht Wochen vom Patienten dokumentiert. Im Anschluss daran wird die/der PatientIn zu einem erneuten Gespräch eingeladen. Kommt es durch die Injektion zu einer mindestens 50%igen Besserung der Symptomatik, wird die Möglichkeit einer Operation besprochen.

 

Die Operation selbst dauert etwa eine Stunde und wird meist in Vollnarkose durchgeführt. Das operative Vorgehen ist abhängig von den Beschwerden. Je nach Symptomatik können verschiedene Operationen kombiniert werden. Bei frontal betontem Kopfschmerz wird ein Schnitt in der Lidfalte (wie bei einer Oberlid Straffung) durchgeführt, bei temporaler Migräne an der Schläfe (Haargrenze) und bei okzipitaler Migräne am behaarten Hinterkopf. Über den jeweils ca. 2 cm großen Schnitt werden die spezifischen Nervenäste freigelegt und dekomprimiert.

 

Das Krankenhaus kann am ersten postoperativen Tag verlassen werden. Die Krankenstanddauer beträgt je nach Beruf des Patienten 1-2 Wochen und die Operation hinterlässt praktisch keine sichtbaren Narben. Die Kosten werden nach vorheriger Rücksprache mit dem Chefarzt von der Krankenkasse übernommen.

 

Zusammenfassend wollen wir betonen, dass die Methode kein Ersatz für die herkömmlichen medikamentösen Therapien ist. Die Patienten müssen vor der Operation ein mehrstufiges Auswahlverfahren durchlaufen. Laut prospektiven, placebo-kontrollierten Studien liegt die Erfolgsquote für selektierte Patienten über 80% für eine mindestens 50%iger Verbesserung der Migräne-Attacken (in Frequenz, Dauer und Intensität) und bei gut einem Drittel der PatientInnen kommt es zu einer vollständigen Eliminierung der Symptomatik.

 

Sinnvoll ist die Operation vor allem für Patienten, die auf medikamentöse oder komplementäre Therapien nicht oder ungenügend ansprechen.

 

Als Vorbereitung auf eine Erstvorstellung an unserer Abteilung ist ein umfangreicher Fragenbogen zur Evaluierung der Symptomatik notwendig. Diesen können Sie unter Tel. 0662-8088-8452 (Chefsekretariat) anfordern.

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Telefon: 0043 662 8088-0
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