Gebetswoche für Berufungen der Hospitalität

Samstag, 29. April 2023

Die Hospitalität Mariens konkretisiert sich in Dienst und Liebe für Jesus und für alle Menschen, die uns brauchen. – Texte zum sechsten Tag der Gebetswoche

 

EröffnungAls Maria schließlich im Haus von Zacharias und Elisabet eintrifft, kommt es zu einer wunderbaren Begegnung! Elisabet hat ein wunderbares Eingreifen Gottes erlebt, der ihr in ihrem hohen Alter einen Sohn geschenkt hat. Sie hätte allen Grund, zuerst von sich selbst zu sprechen, aber sie ist nicht von sich selbst eingenommen, sondern nimmt ihre junge Cousine und die Frucht ihres Leibes mit offenen Armen auf. Sobald sie ihren Gruß hört, wird Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt. Diese Überraschungen und Einbrüche des Geistes geschehen, wenn wir wahre Gastfreundschaft gewähren, wenn wir den Gast und nicht uns selbst in den Mittelpunkt stellen. Das sehen wir auch in der Geschichte von Zachäus. Im Evangelium nach Lukas (19,5-6) lesen wir: »Als Jesus an die Stelle kam [wo Zachäus war], schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus bleiben. Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf«.

 

Vielen von uns ist es so ergangen, dass Jesus uns unerwartet begegnete: Zum ersten Mal erlebten wir in ihm eine Nähe, einen Respekt, ein absolutes Fehlen von Vorurteilen und Verurteilungen und einen Blick der Barmherzigkeit, wie wir ihn nie zuvor bei anderen gesehen hatten. Und nicht nur das: wir spürten auch, dass es Jesus nicht genügte, uns aus der Ferne zu sehen, sondern dass er bei uns sein und sein Leben mit uns teilen wollte. Die Freude über diese Erfahrung brachte uns dazu, ihn eilends aufzunehmen, bei ihm sein zu wollen und ihn immer besser kennenzulernen. Elisabet und Zacharias haben Maria und Jesus aufgenommen! Lasst uns von diesen beiden älteren Menschen lernen, was Gastfreundschaft bedeutet! Fragt eure Eltern und Großeltern und auch die älteren Mitglieder eurer Gemeinschaften und Gemeinden, was es für sie bedeutet, Gott und den Mitmenschen gegenüber gastfreundlich zu sein. Es wird euch guttun, auf die Erfahrungen derer zu hören, die euch vorausgegangen sind.

BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS ZUM XXXVII WELTJUGENDTAG 2022-2023

 


Text zum Lesen: Brief 210 des heiligen Benedikt MenniEine Ordensschwester muss ein Leben des Gebetes führen, und zwar so, dass vom Morgen bis zum Abend und von der Nacht bis zum Morgen alle Rührungen ihres Herzens, alle Seufzer ihrer Seele und alle ihre Gedanken auf den Herrn gerichtet sind, indem sie Seine göttliche Majestät bittet, sie von sich zu befreien und Ihn zu ihrem neuen Leben zu machen. Sie sollte sich bemühen, ihr Herz häufig zum Herrn zu erheben, mit inbrünstigen Bitten und immer in der Gegenwart Gottes wandelnd, alles für Seine Liebe tuend, in der Stille leidend und von Herzen sanftmütig und demütig für Seine Liebe, auch wenn die menschlichen Geschöpfe nichts von alledem in Betracht ziehen und auf eine ganz andere Weise urteilen.

 


BetrachtungElisabeth und Zachäus haben am eigenen Leib erfahren, wie Jesus das Leben derjenigen verändert, die ihr Herz ohne Egoismus und ohne Vorurteile öffnen, bis hin zur Selbsthingabe, um für den anderen Platz zu machen. Ihr Leben ist nie mehr dasselbe, sie leben nur noch für Jesus und in Jesus. Die Berufung zur Hospitalität ist ein Tor zur Liebe, einer Liebe, die keine Angst davor hat, verletzt zu werden, einer Liebe, die alles gibt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, einer Liebe, die angesichts der vielen Feindseligkeiten in der Welt um ihren Platz kämpft, einer Liebe, die keine Grenzen kennt und nicht weiß, wie sie genug sagen soll. Wie der heilige Benedikt Menni sagt, ist es eine Freude, sein Leben Tropfen für Tropfen zu verschenken; alles, was man aus Liebe zu Jesus tut, ist wertvoll, auch wenn es nur wenige sehen.

 

Nach dem Beispiel Marias, einer jungen Frau mit vielen Sorgen, die fähig ist, ihre persönlichen Ziele zurückzustellen, sobald sie den Ruf Gottes hört, aufmerksam zuzuhören, schnell und zuversichtlich zu handeln, wollen wir lernen zu sagen: Die Zeit, aufzustehen und zur Begegnung, ist jetzt!

(Lizeth und Irma – Argentinien – Novizinnen bei den Hospitalschwestern)

 


FürbitteDie Hospitalität als Lebensform und Zeichen der Heiligkeit lädt uns ein, für diejenigen zu beten, die Opfer von Feindseligkeit, Gewalt und Diskriminierung sind, damit sie bei uns Hoffnung, Trost, Zärtlichkeit und Heilung finden. Lasset uns beten ...

 

 

Gebet für Berufungen.Vater der Barmherzigkeit,
der du deinen Sohn zu unserem Heil geschenkt
hast und der du uns immer mit den Gaben deines Geistes unterstützt,
gewähre uns lebendige, feurige und frohe christliche Gemeinden,
die Quellen geschwisterlichen Lebens
sind und die unter den jungen Menschen den Wunsch wecken,
sich dir und der Evangelisierung zu weihen.
Unterstütze sie in ihrem Bemühen,
eine angemessene Berufungskatechese
und Wege der besonderen Hingabe anzubieten.
Gib Klugheit für die notwendige Beurteilung der Berufungen,
so dass in allem die Größe deiner barmherzigen Liebe aufleuchte.
Maria, Mutter und Erzieherin Jesu,
bitte für jede christliche Gemeinschaft, damit sie
– fruchtbar durch den Heiligen Geist –
Quelle echter Berufungen für
den Dienst am heiligen Volk Gottes sei. Amen

Taborstraße 16
1020 Wien
365 Zeugnisse
Der gelebten Gastfreundschaft

ÖSTERREICHISCHE ORDENSPROVINZ

des Hospitalordens des
heiligen Johannes von Gott

"Barmherzige Brüder"

Taborstraße 16

1020 Wien

 

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Fax: 0043 1 21121 1120

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