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Genießen ohne Alkohol

Alkohol kann Krebs verursachen und süchtig machen. Nicht nur deswegen verzichten immer mehr Menschen ganz darauf. Doch wie schädlich ist Alkohol wirklich?

Und, haben Sie in diesem Fasching schon mit einem Glas Sekt angestoßen? Ein paar Gläser Wein oder Bier über den Durst getrunken? Mussten Sie gar einen Kater auskurieren? Oder bevorzugen Sie, ob Faschingsfeier oder Geburtstagsparty, alkoholfreie Getränke, wie viele in der jüngeren Generation? Besonders unter jungen Menschen ist Alkoholkonsum seit Jahren rückläufig. Gastronom:innen berichten über ein früher kaum denkbares Phänomen: Immer mehr Feiernde stoßen mit alkoholfreien Alternativen an – und sind damit in einer Runde von Partygästen keine sonderbaren Ausnahmen mehr. Gastronomie und Getränkehersteller haben längst auf diesen Trend reagiert: Auf der Getränkekarte fi ndet man heute kreative „Mocktails“ (alkoholfreie Cocktails) wie „Virgin Mary“, fruchtige Seccos, NullProzent-Biere oder alkoholfreie Weine.

 

Kürzlich gab bei einer Umfrage von Marketagent ein Fünftel der Befragten an, gänzlich auf Alkohol zu verzichten, und nennt als häufigste Gründe dafür: Alkohol ist ungesund und schmeckt nicht. Sechs von zehn Erwachsenen trinken mindestens einmal im Monat Alkohol, am häufigsten die Altersgruppe zwischen 30 und Mitte 40.

 

 

KEINE UNBEDENKLICHEN MENGEN

Auch wenn Alkoholabstinenz ein relativ aktueller Trend ist: Nicht erst in jüngster Zeit trinken Menschen in Österreich weniger Alkohol. Seit den 1970er-Jahren ist der Alkoholkonsum rückläufig, nachdem er nach dem Zweiten Weltkrieg im Zuge des Wirtschaftswachstums stark angestiegen war. „Alkoholabhängigkeit“ als Hauptdiagnose bei stationären Spitalsbehandlungen sowie chronische Lebererkrankungen und alkoholassoziierte Unfälle im Straßenverkehr sind zurückgegangen.

 

2023 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Empfehlungen zum Alkoholkonsum geändert. Während kleine Mengen früher als unbedenklich eingestuft wurden, warnt sie nun vor jeglichem Konsum. Denn: Es gebe keine gesundheitlich unbedenkliche Menge. Vor allem auf die krebserregende Wirkung von Alkohol wird hingewiesen. Auf der Homepage der WHO heißt es: „Alkoholkonsum ist für mindestens sieben Krebsarten mitverantwortlich, darunter die häufigsten Formen wie Brustkrebs bei Frauen und Darmkrebs.“

 

 

DATENLAGE DÜNN

Also am besten gänzlich auf Alkohol verzichten? Auch auf geringste Mengen? Priv.-Doz. Dr. Alfred Uhl, Suchtexperte und stellvertretender Leiter des Kompetenzzentrum Sucht, relativiert: „Ob Alkohol in geringen Mengen schädlich, neutral oder sogar positiv ist, lässt sich nicht eindeutig belegen.“ Die wissenschaftliche Datenlage dazu sei zu dünn. Wahrscheinlich sei, dass geringer Alkoholkonsum bei gesunden Menschen auf die Gesundheit keine relevante Wirkung habe – weder in die eine noch in die andere Richtung. Stärkerer Alkoholkonsum sei hingegen ein großes gesundheitliches Problem. Rund 15 Prozent aller Erwachsenen sind in Österreich davon betroffen. In der Suchtforschung unterscheidet man zwischen primärem und sekundärem Alkoholismus. Bei Ersterem ist die Sucht die Haupterkrankung. Ein klassisches Beispiel, das früher eine große Rolle spielte, waren Arbeiter auf Baustellen oder in Fabriken, die auch während der Arbeit regelmäßig Bier tranken. Beim sekundären Alkoholismus dient Alkohol hingegen als Mittel, um andere Leiden wie etwa Depressionen zu bewältigen. „Alkohol wird da als Medikament eingesetzt, dessen Wirkung aber durch die Gewöhnung rasch nachlässt. Immer größere Mengen müssen getrunken werden, um die erwünschte Wirkung zu erzielen, die Probleme werden letztlich konsequent vergrößert“, erklärt Priv.-Doz. Uhl.

 

 

KULTURELL INTEGRIERT

Anders als in nordeuropäischen Ländern, wo der allgemeine Zugang zu Alkohol stärker reglementiert wird, legt die österreichische Alkoholpolitik den Schwerpunkt auf jene Bereiche, in denen man mit Alkoholkonsum Dritte oder sich selbst gefährdet, etwa bei werdenden Müttern oder beim Autofahren.

 

Oft wird darüber diskutiert, ob Alkohol als Genussmittel zur Kultur gehört. Dr. Alfred Uhl jedenfalls hält wenig davon, Alkohol grundsätzlich allen madig zu machen. „Damit hilft man den Problemtrinkern und Alkoholkranken nicht.“ Alkohol habe viel mit Genuss und Lebensfreude zu tun, er sei fix ins kulturelle Leben integriert. Wichtig sei allerdings, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Alkoholkonsum nur maßvoll erfolgen sollte. Dass er in bestimmten Situationen wie bei der Arbeit, bei gefährlichen Tätigkeiten, bestimmten Erkrankungen oder während der Schwangerschaft nicht infrage kommt. Bei Veranstaltungen und im privaten Bereich sollten stets gut schmeckende alkoholfreie Getränke angeboten werden. Und natürlich: Auf andere Menschen sollte keinerlei sozialer Druck ausgeübt werden, Alkohol zu konsumieren.

 

 

EINE ZEITLANG ABSTINENT

Wer ganz oder eine Zeitlang auf Alkohol verzichten möchte, findet mittlerweile viele Anregungen dazu. In den sozialen Medien etwa wird der „Dry January“ propagiert – an der ursprünglich britischen Kampagne, die dazu aufruft, das neue Jahr ohne Alkohol zu starten, beteiligen sich weltweit immer mehr Menschen. Auch die „Sober Curious“-Bewegung findet ihre Anhänger:innen und möchte zeigen, dass Alkoholverzicht nicht mit Langeweile gleichzusetzen ist. Nach dem Fasching bietet sich die hierzulande etablierte Form der Abstinenz in der Fastenzeit an. Denn ob religiös oder nicht, nutzen diese viele, um auf Alkohol zu verzichten.

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