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Immer wieder sonntags

Gemütlich im Park spazieren gehen, mit Freund:innen und Familie etwas unternehmen, Sport betreiben, sich ehrenamtlich engagieren oder in die Kirche gehen: Für viele Menschen ist das nur sonntags möglich. Trotzdem flammt die Debatte um den freien Sonntag immer wieder auf.

Philipp Kuhlmann erinnert sich noch gut an die Zeit, als er die Wochenenden durcharbeiten musste. „Mein Freundeskreis hat sich damals sehr ausgedünnt. Das war mir das Geld irgendwann nicht mehr wert.“ Heute genießt er, einer der Sprecher der Allianz für den freien Sonntag, die Freizeit und läuft gerne eine morgendliche Runde. „Es ist deutlich ruhiger, mit weniger Autos auf der Straße. Ich liebe das.“ Der Sonntag sei für ihn und enge Freunde reserviert. Ohne diesen freien Tag wären gemeinsame Aktivitäten schwieriger.

 

 

TAKTGEBER DER GESELLSCHAFT

Die Diskussion um eine Sonntagsöffnung kommt in Österreich immer wieder auf. Erst kürzlich sprach sich Wiens Wirtschaftskammerpräsident Walter Ruck dafür aus, in der Bundeshauptstadt die Geschäfte sonntags zukünftig offen zu lassen. Da dies vor allem Tourist:innen nutzen würden, brächte die Öffnung zusätzliche Einnahmen. Der Song Contest 2026 sei ein weiterer Anreiz. Der Handel ist Österreichs größter Arbeitgeber mit etwa einer halben Million Beschäftigten. So hat er auf das Leben vieler großen Einfluss. Kuhlmann nennt als Beispiel den Verkehr: „Wenn ich neben dem Supermarkt wohne, habe ich dann am Sonntag genauso viele Autos wie den Rest der Woche. Es ändert den Lebensrhythmus.“ Die Diskussion um den freien Sonntag habe sich laut Kuhlmann vor allem durch den Onlinehandel stark verändert: „Die Forderung nach langen Öffnungszeiten wird damit begründet, dass dieser sonst den ganzen Umsatz wegnimmt.“ Die Pandemie habe das verstärkt.

 

„Der freie Sonntag steht für einen Rhythmus aus Arbeit und Ruhe, der seit Jahrhunderten tief in uns drinsteckt“, betonte Bischof Wilhelm Krautwaschl, zweiter Sprecher der Allianz, vor Kurzem in einer Aussendung. Diesen sollte man nicht aufgeben. Laut Kuhlmann brauchen die Menschen auch Ruhezeiten, um Krankheiten wie Burnout vorzubeugen. Wichtig sei außerdem, dass diese Zeit gemeinsam mit anderen verbracht werden könne: „Wenn einer montags frei hat und einer dienstags, hat man keine gemeinsame Zeit mehr.“ Dem Argument, dass in vielen anderen begründet, dass dieser sonst den ganzen Umsatz wegnimmt.“ Die Pandemie habe das verstärkt.

 

„Der freie Sonntag steht für einen Rhythmus aus Arbeit und Ruhe, der seit Jahrhunderten tief in uns drinsteckt“, betonte Bischof Wilhelm Krautwaschl, zweiter Sprecher der Allianz, vor Kurzem in einer Aussendung. Diesen sollte man nicht aufgeben. Laut Kuhlmann brauchen die Menschen auch Ruhezeiten, um Krankheiten wie Burnout vorzubeugen. Wichtig sei außerdem, dass diese Zeit gemeinsam mit anderen verbracht werden könne: „Wenn einer montags frei hat und einer dienstags, hat man keine gemeinsame Zeit mehr.“ Dem Argument, dass in vielen anderen Bereichen, wie Gesundheit, öffentlicher Verkehr oder Gastronomie, auch sonntags gearbeitet werde, kann Kuhlmann nichts abgewinnen, die große Mehrheit der Beschäftigten sei für den freien Sonntag. Das sieht auch der österreichische Verfassungsgerichtshof so. 2012 erkannte dieser gegen einen Antrag auf Betreiben des Unternehmers Richard Lugner, dass der gesellschaftliche Wandel der letzten Jahrzehnte nichts am öffentlichen Interesse am Grundsatz der Wochenendruhe geändert habe.

 

 

SEIT 25 JAHREN

Gegründet wurde die Allianz für den freien Sonntag 2001, im Herbst wird das 25-jährige Bestehen gefeiert. In der Allianz versammeln sich über 50 Organisationen, von denen viele auf den ersten Blick wenig verbindet: die Arbeiterkammer, der ÖGB, der Alpenverein, die protestantische und die katholische Kirche sind nur einige Beispiele. „Da sitzen katholische Priester neben Kommunisten, und alle haben die gleiche Meinung: Es geht um die Menschen, die Möglichkeit zur Erholung. Wichtig ist auch die religiöse Betätigung“, erklärt Kuhlmann. Der Alpenverein unterstütze die Allianz, weil die Menschen gemeinsame Freizeit brauchen und weil Ehrenamtliches – wie zum Beispiel die Pflege von Wanderwegen – so besser zusammen ausgeführt werden könne. Solche Arbeiten sind zwar schön, verpflichtend sind sie aber nicht: „Es geht um einen Tag, wo ich nichts muss“, betont Philipp Kuhlmann. „Ich darf einfach Mensch sein.“

 

Weitere Infos:

www.freiersonntag.at

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