Armando Bella

Armando Bella

Mitarbeiter
Italien

Ich heiße Armando Bella und bin seit 2004 als ausgebildeter Heilerzieher in der Einrichtung für psychiatrische und neuromotorische Rehabilitation der Barmherzigen Brüder vom heiligen Johannes von Gott in Genzano bei Rom angestellt.

 

Von Anfang an sind meine Erfahrungen mit der Einrichtung der Brüder und ihr Umgang mit unseren Patienten, alles Menschen mit ernsthaften psychischen Problemen, äußerst positiv gewesen. Zuvor hatte ich in einer ähnlichen Einrichtung in Rom gearbeitet, wo mein Eindruck allerdings sehr negativ war. Der wirtschaftliche Erfolg hatte dort eindeutig im Vordergrund gestanden, weit mehr als die tägliche Auseinandersetzung mit den Patienten.

 

Bei den Barmherzigen Brüdern habe ich von Anfang an verstanden, was es bedeutet, mit psychisch kranken Personen zu arbeiten. Für sie stehen nicht die wirtschaftlichen, technischen oder bürokratischen Belange im Vordergrund, sondern das Individuum, seine Subjektivität.

 

Als Erzieher beteilige ich mich auch an der Ausbildung der Praktikanten, die aus den verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen in und um Rom herum zu uns kommen. Das ist eine äußerst dankbare Aufgabe, da ich die Veränderung, die Tag für Tag in den jungen Menschen stattfindet, aus nächster Nähe beobachten kann: Zunächst haben sie große Schwierigkeiten, sich dem psychisch Kranken zuzuwenden. Doch nach schon wenigen Tagen gelingt es ihnen, dauerhafte und innige Beziehungen zu diesen Menschen aufzubauen.

 

Ein Gleiches geschieht im Rahmen der Schullager, die die Barmherzigen Brüder organisieren. Sie werden jedes Jahr durchgeführt, und unseren Patienten warten sehnsüchtig darauf. Sie wissen nämlich, dass sie dort junge Menschen kennen lernen werden, die ihre Vorurteile begraben und sie nicht aufgrund ihrer Pathologie beurteilen.

 

Ich glaube, man kann als Mitarbeiter Hospitalität auch in einem Rahmen üben, in dem die tägliche An- und Aufnahme von Patienten nicht nur ein angemessenes Fachwissen erfordert, sondern auch eine greifbare gelebte Humanität, die den Patienten in den Mittelpunkt des täglichen Handelns stellt. Und dieses Handeln „mit Herz“ setzt voraus, dass wir den Stimmlosen und Entrechteten, die seit jeher an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt werden, wieder Gehör schenken.

 

In diesem Sinne geschieht meine Arbeit in der Hospitalität. Oder wenigstens bemühe ich mich darum, in diesem Sinne zu arbeiten, wohl wissend, dass der Weg nicht leicht ist, dass es aber nicht sehr viele andere Wege gibt.

Taborstraße 16
1020 Wien

ÖSTERREICHISCHE ORDENSPROVINZ

des Hospitalordens des
heiligen Johannes von Gott

"Barmherzige Brüder"

Taborstraße 16

1020 Wien

 

Tel.: 0043 1 21121 1100

Fax: 0043 1 21121 1120

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