Das Bild zeigt Michele Montemurri OH.

Michele Montemurri OH

Bruder
Italien

Ich bin Frater Michele Montemurri und möchte hier kurz beschreiben, wie es zu meiner Berufung kam und wie der heilige Johannes von Gott in mein Leben trat.

 

Lange war ich auf der Suche nach mir selbst. Erich Fromm sagt ja: „Die wichtigste Lebensaufgabe des Menschen besteht darin, seinem Wesen zum Durchbruch zu verhelfen.“

 

Das Leben ist ein ständiges Neuentdecken seiner selbst. Von Geburt an ist der Mensch zum Dialog mit Gott aufgerufen; Gott hat uns ins Leben gerufen und damit auch zur Gemeinschaft mit ihm.

 

Bei einem der vielen Sommerlager, die ich mit meinen Freunden aus der Katholischen Aktion und meiner Pfarrei organisiert habe, kam es aus solchen Überlegungen heraus zu einer Veränderung: Ich wurde vom Berichterstatter zum Erforscher meiner eigenen Berufung.

 

Nach mehreren Gesprächen mit meinem geistlichen Begleiter, einem Benediktiner, hatte ich mich entschlossen, einen direkteren Weg einzuschlagen, um Gott in meinem Leben zu finden. Eines Tages gab mir ein Ordensmann die Biografie des heiligen Richard Pampuri in die Hand und danach jene des heiligen Johannes von Gott. Pampuri hat mich als Arzt auf meinem Weg der Krankenpflege und später auch als Barmherziger Bruder erleuchtet, und Johannes von Gott hat mich als Erforscher seiner selbst erleuchtet – und durch seine große Erfahrung im Dienst am Nächsten, des Bedürftigen.

 

So ebnete sich nach und nach mein Weg zum Barmherzigen Bruder. Ich habe dann an verschiedenen Veranstaltungen der Berufungspastoral in Genzano bei Rom teilgenommen, habe meine Ausbildung begonnen und bin heute, nach vielen Jahren, eine Gott geweihte Person, die sich dem Dienst des bedürftigen Bruders verschrieben hat.

 

Die großartige Gnade, die dem heiligen Johannes von Gott zuteil wurde, die Hospitalität, lässt sich in unendlich vielen Bereichen verwirklichen: in der Theologie, der Philosophie, der Soziologie, im Gesundheitsbereich…

 

Ich bin davon überzeugt, dass wir den jungen Menschen unser Leben als berufene Menschen, als Gott geweihte Personen und vor allem als Geschöpfe Gottes näher bringen müssen, damit sie selbst finden und „ihrem Wesen zum Durchbruch verhelfen“ können im Licht der Berufung zum Sich-Verschenken. Denn das Leben ist ein Geschenk, das wir ohne unser Zutun erhalten haben, also eine Gnade, die wiederum Gnade mit sich bringt – für jeden so, wie es Gott vorgesehen hat.

 

Die Initiativen zur Förderung der Berufungen zum Gott geweihten Leben sind ein großer Aufruf an die jungen Menschen; eine Einladung, ihren Horizont für eine vielleicht noch unbekannte Welt zu öffnen. Die Erfahrung des heiligen Johannes von Gott im Irrenhaus stellt sinnbildlich diese unbekannte Welt dar, in der er seine Berufung gefunden hat.

Österreichische Ordensprovinz des Hospitalordens des heiligen Johannes von Gott
Taborstraße 16
1020 Wien
365 Zeugnisse
Der gelebten Gastfreundschaft

ÖSTERREICHISCHE ORDENSPROVINZ

des Hospitalordens des
heiligen Johannes von Gott

"Barmherzige Brüder"

Taborstraße 16

1020 Wien

 

Tel.: 0043 1 21121 1100

Fax: 0043 1 21121 1120

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