Missionswoche der Hospitalität

Montag, 17. Oktober 2022

Missionswoche des Ordens, die heuer unter dem Motto steht: „Ihr werdet meine Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde“ (vgl. Apg 1,8)

 

 

Verkündet das Evangelium (vgl. Mk 16,15; Mt 10,7-8)

(Quelle: PAPST FRANZISKUS, Apostolische Konstitution PRAEDICATE EVANGELIUM über die römische Kurie und ihren Dienst für die Kirche in der Welt. Rom, 19. März 2022)

 

Das ist die Aufgabe, die der Herr seinen Jüngern anvertraut hat. Dieser Auftrag macht „vorrangig den Dienst aus, den die Kirche jedem Menschen und der ganzen Menschheit von heute erweisen kann“. Dazu ist sie berufen worden: das Evangelium des Sohnes Gottes, Christi, des Herrn, zu verkünden und damit alle Völker zum Hören des Glaubens zu bewegen (vgl. Röm 1,1-5; Gal 3,5). Die Kirche erfüllt ihren Auftrag vor allem dann, wenn sie in Wort und Tat Zeugnis von der Barmherzigkeit ablegt, die sie selbst ohne Vorleistung empfangen hat. Dafür hat uns unser Herr und Meister ein Beispiel hinterlassen, als er seinen Jüngern die Füße wusch und uns seligpries, wenn auch wir so handeln (vgl. Joh 13,14-17). Auf diese Weise »stellt sich die evangelisierende Gemeinde durch Werke und Gesten in das Alltagsleben der anderen, verkürzt die Distanzen, erniedrigt sich nötigenfalls bis zur Demütigung und nimmt das menschliche Leben an, indem sie im Volk mit dem leidenden Leib Christi in Berührung kommt«. Indem es so handelt, erfüllt das Volk Gottes das Gebot des Herrn, der mit seiner Aufforderung zur Verkündigung des Evangeliums verlangte, sich der schwächsten, kranken und leidenden Brüder und Schwestern anzunehmen.

 

 

Die missionarische Umkehr der Kirche

Die „missionarische Umkehr“ der Kirche ist dazu bestimmt, die Kirche gemäß dem Vorbild der Liebessendung, die Christus eigen ist, zu erneuern. Seine Jüngerinnen und Jünger sind daher berufen, „Licht der Welt“ zu sein (Mt 5,14). Dies ist die Art und Weise, in welcher die Kirche die heilbringende Liebe Christi widerspiegelt, der das Licht der Welt ist (vgl. Joh 8,12). Die Umkehr selbst wird umso strahlender, wenn sie den Menschen die übernatürliche Gabe des Glaubens bringt, „Licht auf dem Pfad, das uns den Weg weist in der Zeit“. Sie dient dem Evangelium, damit dieses Licht „zunimmt und die Gegenwart erleuchtet, bis es ein Stern wird, der die Horizonte unseres Weges aufzeigt in einer Zeit, in der der Mensch des Lichtes ganz besonders bedarf“.

 

 

Jeder Christ ist ein missionarischer Jünger

Der Papst, die Bischöfe und die anderen geweihten Amtsträger sind nicht die einzigen Evangelisierer in der Kirche. Sie „wissen ja, dass sie von Christus nicht bestellt sind, um die ganze Heilssendung der Kirche an der Welt allein auf sich zu nehmen“. Jeder Christ ist kraft der empfangenen Taufe ein missionarischer Jünger, in dem Maß, in dem er der Liebe Gottes in Jesus Christus begegnet ist. Es ist unmöglich, dies bei der Erneuerung der Kurie nicht zu berücksichtigen, deren Reform daher die Einbeziehung von Männern und Frauen im Laienstand auch in leitende und verantwortliche Funktionen vorsehen muss. Darüber hinaus ist ihre Anwesenheit und Mitwirkung unverzichtbar, denn sie arbeiten zum Wohl der ganzen Kirche mit und können aufgrund ihres Familienlebens, ihrer Kenntnis der sozialen Realitäten und ihres Glaubens, der sie dazu führt, Gottes Wege in der Welt zu entdecken, wertvolle Beiträge leisten, insbesondere wenn es um die Förderung der Familie und die Achtung der Werte des Lebens und der Schöpfung, das Evangelium als Sauerteig für die zeitlichen Realitäten und das Erkennen der Zeichen der Zeit geht.

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des Hospitalordens des
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